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Eigentlich kennt er jedes Kommando, befolgt sie auch. Führt sie meistens auch aus. Außer es kommt ein anderer Hund entgegen. Dann rastet er aus, zieht dort hin, knurrt und bellt, ist nicht mehr ansprechbar.
Diese Situation hatte ich mit meiner Hündin. Bei ihr war es typisches Leinengepöbel aus Unsicherheit heraus. Die wurde schon hysterisch, wenn Hunde 50 meter weit weg waren. Im Freilauf war sie immer problemlos, aber nach mehreren blöden Erlebnissen, ging sie in die Luft wie ein Atompilz, wenn ihr in angeleintem Zustand fremde Hunde entgegen kamen, Erst recht, wenn diese im Freilauf waren.
Seit zwei Monaten lasse ich keinerlei Hundekontakt mehr zu. Treffen wir auf einen Hund, laufen wir weiträumig einen Bogen. Sie darf den Hund dann ansehen und ich fordere sie sogar dazu auf. Dann fordere ich ein "Schau mich an" ein. Tut sie das, gibt es nen click und hochwertige Leckerchen. Fehlverhalten wie Bellen, in die Leine steigen etc. habe ich komplett ignoriert und ihr stattdessen die Möglichkeit gegeben, das erwünschte Verhalten zu zeigen. ZB. eben durch ruhiges Entfernen vom Reiz.
Nach zwei Monaten konsequentem Training sind wir so weit, dass sie sich Hunde entspannt anschauen kann und selbstständig den Blick zu mir sucht. Gestern bereits bei 3-4 Metern Entfernung. Sind die Hunde weiter weg, setzt sie sich mittlerweile selbstständig neben mich und schaut zwischen mir und dem Hund hin und her ohne Anstalten, in die Luft zu gehen. Jegliche Aufmerksamkeit in meine Richtung wird hochwertig belohnt.
Zur Leinenführigkeit: Das haben wir mittlerweile durch Stehenbleiben, Korrekturwort und beclicken des richtigen Verhaltens (also neben mir laufen) gut in den Griff bekommen. Ich weiß aber aus dem Forum, dass viele HH damit keinen erfolg hatten. 