Ich erlebe oft, dass die Angst schon bei sehr kleinen Kindern da ist. Selbst wenn sich die Hunde ruhig verhalten. Neulich brachte der bloße Anblick von Bliss (und die sieht ja nun echt nicht zum Fürchten aus) ein Kind so sehr aus der Fassung, dass es auf den Arm genommen werden und getröstet werden musste. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Eltern die Angst da schon sehr früh an ihren Nachwuchs weitergeben.
Ich bin grundsätzlich sehr umsichtig und leine eigentlich immer an, wenn jemand entgegenkommt. Selbst Tex, der sich für fremde Leute nicht interessiert, wird herangerufen. Ich habe da einfach schon doofe Diskussionen erlebt. Ich habe auch schon erlebt, dass nach meiner damaligen Hündin mit einem Ast geschlagen wurde, weil die kurz gekläfft hat. Und die ist auch nie zu den leuten hingegangen. Spitzmix eben. Ich kann bei den Aussies einfach nicht zu 100% garantieren, dass die bei so einer Aktion so distanziert bleiben, wie mein Spitzlein.
Ich nehme Ängst grundsätzlich ernst, finde aber auch, dass Vieles überzogen ist. Leider ist man als Hundehalter immer in der besseren Position, wenn man nachgibt und übervorsichtig ist. Will einem nämlich mal wirklich wer etwas, ist es nicht so schwer, dass er das auch erreicht.
Ich mein, wenn man sieht, derjenige hält sich grade im Treppenhaus auf dann wird angeleint, klar. Aber ist ja nicht so als könnte man das immer 100%ig ausschließen, dass irgendjemand genau jetzt seine Wohnung verlässt, ihr kennt das ja.
Mir passiert immer ausgerechnet dann sowas, wenn ich nicht damit rechne.
Deshalb auch hier auf Nummer sicher...dann kann einem keiner was.
Edit, weil überschnitten:
Ich finde es ausreichend, wenn der eigene Hund in Gebieten mit vielen Menschen eindeutig mit einer Führleine gesichert ist und so geführt wird, dass er niemanden belästigt. Wenn mir auffällt, dass bestimmte Menschen schon von Weitem Anzeichen von Panik zeigen, gehe ich ein Stück zur Seite und signalisiere, dass sie vorbei gehen können.
Menschen, die trotz gesichertem Hund und rücksichtsvollem Halter immernoch darauf bestehen, man möge sich bitte in Luft auflösen, ignoriere ich. Ich habe Verständnis für Angst, aber nicht dafür, dass man erwartet, alle Welt würde sich die eigene Person drehen.
Das sehe ich allerdings auch so. ich tue das, was nötig ist, das keiner sich belästigt fühlen muss. Aber dann möchte ich bitte auch nicht von Meckerzwergen belästigt werden.