Beiträge von DiemitdenAussies

    ielleicht hilft es ihr, sie körperlich mal richtig auszupowern. Ob die ganzen Stresshormone nun "Recht haben" oder nicht (weil einfach Spooky Phase), sie werden über Bewegung abgebaut. Ich glaub ich würd mir den Hund packen und ne richtig lange und stramme Runde radeln, bis der Lappen richtig raushängt. Dann mal ausschlfen lassen und schauen, wie es dann so ist.

    Oder longieren. das wirkt hier immer Wunder...
    Im ruhigen Trab Runden drehen, ein paar kleine Denkaufgaben dabei erfüllen und ich habe schon nach kürzester Zeit einen entspannten Hund.

    Aber was @Dackelbenny da beschreibt, ist doch genau das Problem dieser Rasse. Sie sind weder Fisch noch Fleisch. Man kann sie nicht halten wie einen normalen Hund, aber auch nicht wie einen Wolf. Deshalb halte ich diese Rassezüchtung auch für absolut grenzwertig. Womit macht man diese Hunde glücklich? Kann man das überhaupt irgendwie leisten? Ich finde das sehr schwierig. Und das, obwohl ich selbst Arbeitshunde habe, die alles andere als nebenbei laufen.

    Für mich sind hier einfach noch keine guten gründe vorgebracht worden, die die Haltung dieser Hunde wirklich rechtfertigt. Hier wird nur davon gesprochen, dass man es gerne wild mag, sich scheinbar ständig etwas beweisen muss, die Optik gefällt und man sich selbst für was Besonderes hält. Klingt böse, aber liest sich einfach stark nach Egoproblem. Und davon motiviert sollte man überhaupt von jedem Hundekauf absehen.

    Ich habe auch eine Hündin, die ganz schnell glaubt, sie müsste in Hundegruppen irgendwas kontrollieren, regeln, splitten. Und die kann da ziemlich körperlich werden. Meine Reaktion: beim kleinsten Ansatz wird sie abgerufen, angeleint und darf sich das Ganze ab da von Weitem anschauen. Die hat nichts zu klären, die hat nicht zu mobben und auch nicht Robin Hood zu spielen.
    Mein Rüde läuft schon mal in meiner Junghundegruppe mit, wenn wir zB ein unausgewogenes Alters,-oder Größenverhältnis haben. Der muss keinen platt machen, der muss nicht rumtoben. Der muss einfach nur anwesend sein und schon verhalten sich die Rocker wie die Lämmer und lassen die Schwächeren in Ruhe. Richtig souveränen typen merkt man gar nicht an, was die gerade für die Gruppe tun...

    Meine Meinung dazu:

    Wenn man den Wolfshund halten möchte wie einen Hund, dann wäre das für mich Tierquälerei, da diese Haltung (auch mit Einschränkungen) gegen das Verhalten bzw. den Charakter eines Wolfshundes wäre.

    Wenn man den Wolfshund halten möchte wie es dem Wolfshund "einigermaßen" gerecht werden würde, dann käme m.E. nur eine Haltung in Frage, die der Haltung von Wölfen im Tierpark ähnelt.

    Das bringt es ziemlich auf den Punkt.

    Ich bin ehrlich gesagt immer dagegen Tiere für den Sport zu kaufen, zulasten ihrer Zufriedenheit (eventuell, wahrscheinlich, wie auch immer). So groß kann sportlicher Ehrgeiz doch gar nicht sein?!

    Oh leider doch... :|

    Sehr schön geschrieben. Ich finde auch, dass es für einen Hund auch noch ein Leben neben dem Sport geben sollte. Nein, eigentlich eher andersrum: Erst das normale Leben, dann der Sport.

    Dieser Meinung bin ich auch. Für mich ist das Zusammenleben entscheidend und wenn da alles stimmt, wird gemeinsam gesportelt. Und auch nur in dem Rahmen, wie mein Hund es anbietet und leisten kann. Und das, obwohl ich Hundesport liebe und großen Spaß daran habe. Ich möchte auch sehen, dass mein Hund Freude (also richtigen Spaß...und keine glänzenden Augen vom Stress) dabei hat. Vermutlich ist das auch der Grund, weshalb ich "unnormale" Aussies habe, die beim Sport (egal bei welchem) weder kläffen noch mir im Arm hängen, sondern stattdessen ruhig, konzentriert und freudig arbeiten.

    Aber ja, wenn man im Agi erfolgreich sein will, geht am BC wohl nichts vorbei. Aber das ist ja leider in den meisten Sportarten so, dass bei gewünschtem Erfolg die Rasseauswahl sich stark auf ein oder zwei Rassen beschränkt.

    Ich kann den ersten Link zwar öffnen, die Seite ist für mich aber irgendwie gesperrt.

    Zum Thema Haltung noch allgemein. Sicher werde ich Vorsichtsmaßnahmen treffen. Eine stabile und gesicherte Stahlbox für das Auto ist für uns absolute Pflicht. Ich würde meinen Hund niemals in Plastik stecken, allein der Unfallgefahr wegen. Auch ein Gehege stellt absolut kein Problem dar. Ich habe ein riesiges Grundstück und und einige Bauten dort stehen.

    Und dieser Post zeigt mir jetzt ganz deutlich, dass, egal was hier noch für heftige Negativbeispiele aufgezählt werden, die Botschaft nicht ankommt und sich doch so ein Hund angeschafft wird. Augen zu und durch. Man macht einfach. Wird schon alles nicht so schlimm sein, weil man es besser macht, als andere. Da kann man hier jetzt noch so heftige Stories (mich hats ja teilweise geschüttelt) auspacken...es wird nicht berücksichtigt werden. Der/die TE will einen Wolfhund und wird diesen auch irgendwann haben...

    Ich denke, man muss 100% von ihnen überzeugt sein, man muss genau wissen, was man leisten können muss, man muss ein dickes Fell haben, man muss fähig sein, sich in diese Hunde hineinzuversetzen, man muss sich mit Kompromissen zufrieden geben können und man muss sich bewusst sein, dass das eben alles sehr mühsam werden kann. Keine Romantik, kein Optimismus.

    Ich denke, der völlig falsche Grund zur Anschaffung eines Wolfhundes ist, dass man Wölfe und deren Optik mag. Es sind eben ganz besondere, sehr eigenwillige Hunde. Sie sind faszinierend...aber die Frage ist, ob man 16 Jahre Faszination verbunden mit eventuellen Einschränkungen in Kauf nehmen möchte. Wer das kann und will, ohne darüber nachzudenken, der ist vielleicht geeignet. Vielleicht aber auch nicht. Ich halte das für eine absolute Typfrage.