Beiträge von DiemitdenAussies

    Ich will euch den Vergleich erklären. Die Qualität nicht beachten, dient nur als Beispiel (bei den Autos).
    Das Ziel ist es zur Arbeit zu kommen. Ich komm mit nem Opel aber auch mit nem Porsche zur Arbeit, beide fahren.
    Dafür kann man sagen, das man nen Posche fährt.

    Das andere Ziel ist es einen gesunden Hund zu kaufen. Das kann ich von Laien für 600€ aber auch vom Züchter für 1600€. Es kann der selbe Hund sein, der vom Züchter wird immer teurer sein. Bekommt man mehr "Hund" für 1000€ ?
    Nein, es ist genau so ein Hund wie der vom Laien.
    Man kann so aber sagen das man einen Hund vom Züchter hat.
    Macht es ihn deswegen besser? Macht es deswegen den Laien schlechter?

    Ich will damit nicht sagen das alle Züchter zuviel wollen etc. Ich will damit nur sagen, das ein normaler Hund von einem Laien genauso gut sein kann wie einer vom Züchter. Weil einige sagten sie kaufen nur vom Züchter und Laien kommen nicht in Frage.

    Den Vergleich verstehe ich sehr wohl. Er hinkt halt ziemlich.
    Unterstütze ich seriöse Zucht, unterstütze ich das Züchten von gesunden Hunden einer Rasse, die mir am Herzen liegt. Da denke ich auch für die Zukunft mit und lebe nicht im Hier und Jetzt. Ich möchte ja auch, dass ich in Zukunft gesunde Rassehunde kaufen kann oder dass andere es auch können. Das ist beim "Laien" (den Ausdruck hatten wir hier ja noch nie, fällt mir auf) einfach nicht gegeben.

    Da bin ich egoistisch, da gucke ich aufs Geld. Geiz ist geil...alles super. Getan habe ich damit aber für die Rasse nichts, für die Hunde nichts und für mich auch nichts, denn einen gesunden, rassetypischen Hund zu bekommen ist und bleibt da eben ein Glücksspiel. Hat der Hund einen genetischen Schaden oder ist verhaltensauffällig, weiß ich nicht, wo das herkommt und kann auch nicht dafür sorgen, dass zukünftige Hunde damit nicht leben müssen. Bei "meiner" Rasse sorgen solche "Och ist der aber süß"-Verpaarungen häufiger mal dafür, dass die Hunde Dauergast beim Tierarzt sind oder verhaltenstechnisch so auffällig, dass ich sie nicht geschenkt haben möchte.

    Beim Auotvergleich geht es rein ums Prestige und um die Funktionalität. Mein Hund soll aber nicht irgendwie "funktionieren", sondern rassetypisch und leistungsfähig sein ohne dass ich darauf hoffen muss und ich möchte mich auch nicht damit brüsten, einen Hund für über 1000 Euro gekauft zu haben. Das ist den meisten Menschen (mich eingeschlossen) nämlich nicht nur völlig egal (genauso egal wie das Auto, das jemand fährt btw) sondern auch völlig irrelevant.

    In erster Linie achte ich auf die Verpaarung. FCI-Papiere will ich ebenfalls (ausser es wird irgendwann ein X-er oder ein Hund mit nvbk-Papier).

    Ansonsten will ich nen gescheiten Umgang mit den Hunden und der Welpen (inkl. einer gescheite Aufzucht der Welpen). Das war's auch schon

    Dem schließe ich mich an.
    FCI-Papiere müssten es nicht mal zwingend sein (kommt immer auch ein wenig auf die Rasse an), aber ich muss hinter der Verpaarung und dem Zuchtziel stehen, will Gesundheitsauswertungen und Transparenz. Ich brauch keine Beigaben und keine Extras. Mir reicht ein guter Welpe völlig :D.

    Hat jemand Erfahrungen mit dieser Konstallation und kann was dazu sagen?

    Ich kenne etliche HH, die intakte Rüden halten. Wichtig ist dabei mMn zum einen, welche Chraktereigenschaten beide Hunde mitbringen (also dass sie zueinander passen) und dass man sich selbst an gewisse Regeln hält, die aber jeder Mehrhundehaushalt benötigt, damit das alles ohne große Konflikte klappt.

    Was eine Kastration da bringen soll, erschließt sich mir nicht so wirklich. :ka: Aber da du ja selber schreibst, dass du nur kastrierte Mehrhundehaushalte kennst, wird da wohl schlichtweg keine Erfahrung mit intakten Rüden vorhanden sein.

    Ohweh. Es tut mir sehr leid für euch, dass das so gelaufen ist und wünsche den beiden Jungs gute Besserung. :verzweifelt: Ich hoffe, dass der Trainer euch helfen kann und ihr eine gemeinsame Lösung findet.
    Allerdings kenne ich die Rasse und weiß sehr genau, wie sie sind, sodass ich euch auch raten würde, euch mit dem Abgabegedanken als Option schon mal zu beschäftigen. Das ist nicht schön, ich weiß, aber oft der einzige und richtigste Ausweg. Dieses Nachtragende und Kompromisslose und das Nicht-Nachgeben-Wollen dieser Hunde ist halt, je nach Konstellation, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Für mich ist das übrigens auch keine Rüdenproblematik, sondern schlichtweg auf die Veranlagung der Rasse zurückzuführen. Ich habe selbst eine Hündin, die sehr von mir geführt werden muss. Die entscheidet so gut wie nichts alleine und ich habe immer ein Auge auf sie und ihre "Machenschaften". Futter ist zwar für sie nicht wichtig, aber gern ist mein Rüde die Ressource oder ein bestimmter Liegeplatz oder ein Platz an der Tür, wenn der Postbote kommt. Das sind Momente, in denen es krachen könnte, wenn ich da nicht sehr konsequent mit umgehen würde. Die meisten HH, mit denen wir unterwegs sind, sehen nicht, was sie da gerade macht und wundern sich, warum ich sie aus Situationen rausnehme, sie maßregele oder kurz isoliere, weil das so subtile Kleinigkeiten sind, die aber alle in den Kessel wandern, der dann irgendwann überkocht. Und dann würde es unschön. Ich habe lediglich das Glück, dass ich einen sehr nachgebenden Altrüden habe, der Blumen vor ihr ausstreuen würde, wenn er könnte und unser Spitz sich brav unterordnet und einen beiden Respekt vor ihr hat.

    Ein weiterer Hund wie sie hier im Haushalt (egal ob Rüde oder Hündin) könnte vermutlich genauso eine explosive Kombi erzeugen, wie bei der TE.

    Ich habe einfach keine Lust, dass mein Hund irgendwann das 1. Opfer á la "das hat der ja noch nie gemacht" ist.

    Dann darfst du deinem Hund aber grundsätzlich keinen Kontakt zu Fremdhunden erlauben. Passieren kann sowas nämlich immer und bei jeder Rasse. Mein Rüde wurde bisher richtig verprügelt von: Cocker Spaniel, Collie und Labrador. Da hieß es auch "Das hat er ja noch nie gemacht".

    Die wenigsten Hunde sind souverän genug um einem jungen DSH zum richtigen Zeitpunkt und mit richtiger Intensität die Grenzen aufzuzeigen. Insofern könnte man sogar sagen, dass man mit "falschen" Hundekontakten (unsichere, defensive Hunde) nicht der Sozialisierung hilft sondern eher schadet weil der pubertäre Jungspunt lernt wie man andere Hunde am besten einschüchtert oder mobbt.

    Und auch das würde ich auf viele Junghunde anderer Rassen oder Mischungen übertragen. Wieso braucht nur der DSH "Intensität zum richtigen Zeitpunkt" bzw ein besonders souveränes Exemplar Althund? Was macht den DSH-Junghund denn so brandgefährlich bzw. gefährlicher, als den kleinen Mix, der zB gerade in unserer Junghundegruppe herumrennt und den jungen Dobermann stramm stehen lässt? Ich kapiers nicht, was das mit der Rasse zu tun hat....

    Und wenn all das klappt, muss der Hund noch damit umgehen, dass das Pferd auch mal schneller als Schritt geht, es mal zur Seite hüpft oder tatsächlich mal durchstartet. Und da sind mEn die wesentlichen Probleme von Hütehunden.

    Ja das ist es. Ich habe jetzt schon mehrfach von Aussies in diversen FB Gruppen gelesen, die damit nicht gut zurecht kamen und bei denen es sehr viel Training bedurfte (wenn das Problem überhaupt angepackt wurde), damit das ordentlich funktioniert. Einer dieser Hunde ist Bliss' Bruder, der bei Bewegung des Pferdes sofort "helfen" wollte. Ob das Problem nun im Griff ist, weiß ich gar nicht. Stall funktioniert da übrigens super...nur das Reiten war ein Problem. Und so lese ich es oft. Oft klappt es aber auch gut. Man muss bei solchen Hunden halt auch Glück haben...

    Mir ganz persönlich wären solche reizanfälligen Hunde am Pferd einfach zu heikel, weil man eben viel auf Freilauf angewiesen ist. Und das wäre zB in der Gegend wo ich früher geritten bin mit meinen Aussies so nicht machbar gewesen. Da steht so viel Wild rum, dass ich auch heute noch nichts ausprobieren möchte und meine Hunde dort hauptsächlich gesichert unterwegs sind. Ich bin aber auch ne Schissbux und sichere lieber einmal mehr als zu wenig. Auch im Sinne der Wildtiere.