Hi,
wenn dein Hund schnappt/beißt dann ist das - so lieest es sich für mich - reines Abwehrverhalten.
es bringt gar nichts ihn mit Druck und Anorndung in irgendein Schema zu pressen.
Vermeidet Situationen wenn möglich IMMER , in denen er zuschnappen könnte.
Keine Spaziergänge mit anderen hunden, keine Menschenkontakte usw.
Euer Hund ist einen Monat bei euch und noch nicht mal richtig angekommen.
Helft ihm zu entspannen. stressfreier zu werden indem ihr auf seine Bedürfnisse achtet und auf ihn eingeht.
Ein entspannter, sicherer Hund neigt seltener dazu "anzugreifen" wenn er sich mal ein wenig eingeengt fühlt.
wenn ihr in Situationen kommt wo er sich unwohl fühlt, versucht Abstand zu den Situationen zu gewinnen - achtet genau auf euren Hund, lest seine Körpersprache.
Ab welchem Abstand ist er noch einigermaßen entspannt und ab wann wird es kritisch.
Zeichen können sein: fixieren (länger als 3 Sekunden starren ohne zu blinzeln), Angespannte Körperhaltung, Nackenhaare aufstellen, Schwanz wedeln vor Erregung, angespannte "große" Körperhaltung, ...
Zeitgleich könntet ihr Zuhause die Frustrationstolleranz üben.
Dass der Hund einfach geduldiger wird und nicht sofort "aus der Haut" fährt.
Wir habens ins tägliche "Clickertraining" eingebaut - anstelle von Tricks wie Pfote oder Männchen.
- Futter zeigen - hund darf es nicht nmehmen, muss warten bis ihr es freigebt
- Hund soll stilol liegen und sich überall anfassen lassen (Pfote, Ohren, ...)
Ganz klein anfangen und nur langsam steigern.
Auch nur kurz üben. (wir üben nie länger als 5 Minuten am stück geübt - nie mehr als 2 mal am tag und nicht jeden tag - dabei ist Arek ein sehr geduldiger und gelassener Hund - beobachte deinen Hund, vielleicht kannst du die Übungen nur 2 mal hinter einander ausführen - dann wirds zu viel für ihn.
Am Anfng ist es schon super wenn er 1 Sekunde aushält das Futterstück nicht zu nehmen.
Am Anfang ist es schon super dass die hand in die Nähe der Pfote darf.
Mit der Frustrationstolleranz ist es übrigens wir mit einer schale Murmeln - wenn er frust aushalten muss, wird immer eine Murmel aus der Schale genommen. Irgendwann sind keine Murmeln mehr da und der Hund "explodiert" - weil er es nicht mehr aushält -d afür kann er gar nichts.
Jeder Hund hat unterschiedliche viele "Murmeln in der Schale" - aber ich denke so hoch ist die Frustrationstolleranz bei eurem nicht wenn er schnell zuschnappt - also guckt das sihr ihn auf keinen Fall überfordert.
Es kann auch einfach sein, dass alle vorangegangenen Warnsignale ignoriert wurden und er gelernt hat, nur durchs schnappen "ernst genommen" zu werden.
Viele machen z.B. den Fehler ein knurren zu bestrafen - Knurren ist nur die warnung "Höhr auf" - mehr nicht - Mein Hund darf mir das ruhig sagen, dass er das jetzt nicht möchte. Verbiete ich ihm das Knurren, fühlt er sich nicht verstanden, will aber trotzdem sein Bedürfniss (z.B. nach Ruhe) nicht gefährden - also schnappt er - so lernt er, knurren bringt nichts, aber schnappen schon.
Zeigt eurem hund dass er nicht schnappen braucht damit ihr seine Bedürfnisse versteht und befriedigt.
zeigt ihm, dass er auch durch seine "anderen" Signale wahrgenommen wird. - So sieht er sich irgendwann nicht mehr gezwungen zu schnappen.
Wenn er Geschirr überm Kopf ziehen nicht mag - es gibt Geschirr mit Schnalle am Hals - würde ich kaufen.
Ich würde, gerade in der Anfangszeit, versuchen es dem Hund so angenehm wie möglich zu gestalten - umso schneller wird eine gute Bidnung aufgebaut, umso eher habe ich einen Hund mit dem ich dann bestimmte Scahen trainieren kann - gutes und nachhaltiges Training geht nur, wenn mein Hund mir vertraut, seine Bedürfnisse befriedigt sind eine Bindung zu mir hat.
Ziehe ich ihm 3 mal am Tag das doofe Geschirr an, behage ich ihm 3 mal am Tag Unbehagen - 3 mal am tag vertue ich so eine Chance, bindung auf zu bauen.
Alternativ könnte man auch erst mal das Geschirr einfach anlassen.
maulkorbtraining würde ich auf jeden Fall machen, und ganz neu Aufbauen.
Schau mal hier:
http://maulkorb-drauf.jimdo.com/
Dort wird Schritt für schritt erklärt wie du es positiv aufbauen kannst.
Wird bei dir vermutlich etwas dauern weil er schlechte Erfahrungen hat (ohne schechte Erfahrungen kann es auch mal eben 4 Wochen dauern bis der Hund den Maulkorb akzeptiert).
Vermeide aber auf jeden Frall schlechte erfahrungen mit dem Maulkorb.
Zum Schluss noch eine Buchempfehlung:
Leben mit Hund - gewusst wie
Ich mag es sehr gerne und wenn ihr das Problem nicht in den Griff bekommt/es noch gefährlicher wird - rate ich dringend zu einem Hundetrainer.
Dieses Buch gibt auch einige Hinweise, nach welchen Kriterien man einen Hundetrainer/Hundeschule aussuchen sollte.
Viel erfolg euch Dreien!