Beiträge von Juliaundbalou

    @Wasser weil er sich bei ihm unangenehmen Dingen immer so nähert.
    Bei Mülltonnen, bei Menschen.
    Und nein, bei Menschen toleriere ich das nicht. Und der nächste Schritt nach dem Staksigen Laufen ist stets in die Leine springen und pöbeln. Ich weiß ja nicht, mir gefällt das nicht.
    Mein Hund darf durchaus knurren und bellen, wenn es einen Grund dafür gibt. Möchte z.B. ein Mensch mit ihm Kontakt aufnehmen, darf er natürlich Knurren und bellen. Aber nicht, wenn wir einfach durch die Gegend schlendern und die Mülltonne ihn gar nicht "beachtet" oder auch ein Mensch auf einer Bank sitzt und ihn nicht beachtet. :ka:

    Aber ich scheine ja alles falsch zu machen.
    Das war es für mich. Ich werde hier nur noch schweigend mitlesen. So macht das keinen Spaß.

    Bei uns ist das auf jeden Fall so wie @wiejetztich es beschreibt.
    Balou ist unsicher und pöbelte auch gerne Gegenstände an, wenn diese seiner Meinung nach irgendwo nicht hingehörten. Mülltonnen auf Feldwegen waren z.B. schlimm.
    Anfangs wusste ich nicht, was ich machen soll. Er pöbelte, ich ging mit ihm weiter, zeigte ihm, dass die Mülltonnen keine Monster sind - null Effekt. Bei der nächsten Mülltonne einen Tag später das gleiche Theater.
    Nächster Versuch. Er pöbelte, ich lobte ihn, sobald er ruhig war, wir näherten uns der Mülltonne und untersuchten diese. Ebenfalls kein Effekt.
    Also folgende Lösung wie bei Menschenbegegnungen (beides außer in seltenen Überraschungsmomenten mittlerweile schon länger gegessen):
    Balou sieht den gruseligen Gegenstand und richtet die Ohren nach vorn. Das toleriere ich natürlich. Sobald er sich versteift:
    Ruhiges Nein und Stehenbleiben.
    Er starrt weiter den Gegenstand an.
    Irgendwann dreht er sich zu mir um.
    Genauuu, dabei langsam nach hinten gehen, er kommt mit.
    Wir nähern uns wieder gemeinsam dem Gegenstand und so lange er am Boden schnüffelt, in die Gegend guckt oder den Ggenstand entspannt anguckt - priiiima.
    Stakst er wieder - Spiel von vorn.

    Dadurch nähern wir uns auf langen Strecken, die für ihn immer viel Potenzial zum Reinsteigern hatten, wunderbar gruseligen Dingen und auch Menschen. Er hat es verstanden, weil er weiß, dass er sich auch anders verhalten kann.

    Ich hoffe bei uns ja darauf, dass die Aufregung mit steigendem Alter weniger wird. In manchen Bereichen ist es auch schon besser geworden und wenn er denn entspannt ist, ist Balou ein toller Hund.
    Leider ändert sich bei uns die Aufregung nicht, was andere Hunde angeht. Wir müssen sie nicht mal sehen. Riechen reicht. Wenn seine Hundefreundin denselben Weg zwei Stunden vor uns entlang gegangen ist, ist es aus. Ich mache dann immer wieder Stopps, wo er zur Ruhe kommen soll und beharre ansonsten nur auf eine anständige Leinenführigkeit. Aber das bringt alles nix.
    Er kommt nicht zur Ruhe. Auch nach einer halben Stunde an der selben Stelle wird gefiept. :ka:

    @Brizo ich denke, du sprichst mich an.
    Tut mir leid, ich liege mit Fieber seit zwei Tagen rum und kann gerade nichts Konstruktives beitragen.
    Falls also irgendwelche Beiträge von mir verworren und ungenau sind - sorry.

    Nur ganz am Rande: viele meiner Strafen sind aus der Not heraus passiert.
    Beispiel:
    Ich brülle Balou nie an. Nie.
    Er hat mir im März zusammen mit einem anderen Hund das Bein gebrochen. Erst jetzt gehst der Schmerz langsam weg (der Bruch wurde erst bemerkt, als es schon wieder zusammengewachsen war).
    Läuft Lou plötzlich wie angestochen los, es gibt keine Ablenkung, also konnte ich nicht vorausschauend handeln, er reagiert nicht auf "ruuuhig", dann kriegt er ein Nein an den Kopf geschmettert. Und zwar so laut, dass der ganze Ort davon aufwacht. Manchmal ist einem vielleicht auch die eigene körperliche Unversehrtheit wichtiger - und man hat gerade keine Zeit (Hund rennt ohne Vorwarnung auf glatter Straße plötzlich mit Speed los) - ich denke, dass mein Hund es da besser verkraftet und auch versteht, was ich da von ihm will, wenn ich ihn einmal anbrülle, als wenn ich mich lang lege und mir mein Bein wieder zerstöre.

    Genau das ist Anfang Dezember passiert. Und er ist nie wieder so los geschossen.