Beiträge von Juliaundbalou

    @Lucy_Lou da hast du wohl recht. Hinterhertrauern ist es gar nicht, aber wir haben leider öfter uneinsichtige Leute hier, die ihre Hunde einfach überall hinrennen lassen. Und da war es praktisch, dass Balou eher nett bis neutral war.

    Sonst habe ich ja auch so gar keine Lust auf Fremdhunde. Ist immer stressig. Zum Glück begegnen wir kaum jemandem und haben auch viele andere komplett unverträgliche Hunde hier.

    Wie alt war Grisu, als es bei ihm losging? Und wie genau hat es sich bei ihm geäußert?

    Ich finde ja, dass Hunde so lange Junghunde sind, wie sie noch merkwürdige neue Dinge erfinden. So lange sie halt nicht gefestigt sind. Balou ist jetzt 2 Jahre und vier Monate alt und wird immer erwachsener. Ich denke, dass er mit drei Jahren fertig ist. Und damit meine ich nicht perfekt erzogen. Das wird er wohl nie sein :ugly:

    Balou wird z.B. immer unverträglicher. Prinzipiell ist er ja neutral gegenüber Hunden, möchte aus sexuellen Gründen aber gerne jeden Hund einmal kurz abchecken. Mit Rüden hat es ja in den zwei Jahren mehr als einmal ordentlich gekracht, aber nie so, dass Balou den Streit gesucht hätte.
    Nun ja. Er hat eine Hündin "angefallen". Er kennt sie, die Besitzerin leint ihre ängstliche Leonbergerin immer einfach ab, sodass Lou auch kurz hallo sagen darf (sonst haben wir echt nur so drei Hunde plus unsere zwei Spaziergehhündinnen, wo er hin darf und nie nur zum hallosagen). Tjoah. Sie bellte, er lief etwas steif hin, aber im Bogen, einmal schnüffeln; dann im Bogen an der Besitzerin vorbei. Dreht um und springt die Leonbergerin aus dem nichts an und beißt ihr mehrfach in den Nacken. Er ließ sich sofort abbrechen. Aber ab jetzt leine ich ihn bei der Hündin nicht mehr ab, kurzes Schnüffeln gibt es nur, wenn ich die Hündin nicht geblockt kriegen sollte.
    Das hat mich echt schockiert. Ich dachte immer, Lou würde verträglich bleiben. Zumindest beim anderen Geschlecht. Vielleicht hat er zu viele schlechte Erfahrungen gemacht...

    @Donnerunddoria die Frühlingsgefühle erwachen hier auch. Tun sie ja sowieso das ganze Jahr über, aber jetzt halt auch wieder.

    Auf unserem Spaziergang vorhin war Balou von Anfang an ausgeklinkt. Hechelnd und mit leerem Blick. Ich hasse das. Er tut mir dann echt leid, aber er kann auch nicht wie offene Hose herumlaufen. Also muss ich manches einfordern. Und wir sind hier ja so ruhig, dass uns im Idealfall niemand begegnet. Gesichert ist er sowieso.
    Da hatten wir auf der anderen Straßenseite einen Hund mit zwei Menschen, später im weit entfernten Garten einen pöbelnden Hund und danach gingen vor uns drei Hunde mit Besitzern entlang.
    Als dann noch einer dazu kam, pöbelte Lou einmal, konnte danach aber mit etwas Abstand "überholen" - anscheinend war es den neu Dazugekommenen zu anstrengend, sodass sie uns Platz gemacht haben. VIEL Platz.

    Na ja. Ich weiß echt nicht, wie ich zu ihm durchdringen soll.

    Also nach der Beschreibung des Hundes scheint er mit der Ungebung einen Riesenstress zu haben. Wenn wirklich keine Reize da waren (keine Menschen, keine Hunde, etc.) und er dennoch draußen sofort hochspult, würde ich da ansetzen.
    Etwas Erregung ist ja in Ordnung (für mich zumindest), aber Scheuklappen auf und Ohren zu muss auch nicht sein.
    Mein Ansatz wäre:
    Die Ruhe nicht nur im Auto üben. Um seinen Frust nicht zu vergrößern, würde ich nach einer Runde (wenn er sich ein bisschen zu Hause entspannen durfte), mit ihm vor die Tür gehen, dort Ruhe üben. Nix einfordern, einfach mal gucken und nix machen. Sobald er ruhig ist, würde ich eine Belohnung anbieten und dann wieder reingehen. Wäre interessant, wie er sich nach ein paar Wiederholungen (an verschiedenen Tagen) verhält.
    Außerdem sollte die Bewegung hochgeschraubt werden, aber nicht extrem. Ruhige gleichmäßige Bewegung und auch ab und zu mal etwas flitzen. Aber das weißt du ja schon.

    Mir kommt einiges von dem Hund bekannt vor. Ich denke, dass du ihn missverstehst, dass er aus lauter Stress pöbelt und eigentlich nicht hin will. Und wenn, dann für einen Scheinangriff. Ein grundsätzlich netter Hund greift natürlich nicht an, wenn der Mensch dann kommt, sondern findet sich mit der erzwungenen Nähe ab.

    Ps: draußen kein Futter zu nehmen... im Garten tut er es schon. Mal drüber nachdenken. Das kann man ausweiten.
    Und habt ihr auch sowas wie Leberwurst probiert? Schlecken ist oft angenehmer für gestresste Hunde als Leckerlis kauen zu müssen.