Beiträge von Juliaundbalou

    @Srinele Balou kommt 2-3 Stunden täglich raus, je nach Lust und Laune und Wetter.
    Dreimal pro Woche morgens 1,5h mit meinem Mann, nachmittags 45 Minuten bis 1 Stunde mit mir, abends nur lösen.
    Zweimal pro Woche morgens 45 Minuten bis 1 Stunde mit mir, 1-1,5 h mit mir nachmittags, abends lösen.
    Am Wochenende unterschiedlich.

    Mit weniger hätte ich einen echt muffeligen Hund :ka: Die meiste Zeit schnüffelt er vor sich hin und muss nicht viel machen. Also alles entspannt.
    Außer wenn wir unser Dummytraining machen etc.

    @oregano
    Bei uns ist nie jemand unterwegs, wir treffen, wenn es hoch kommt in 1 Stunde ein paar Menschen ins sehr großer Entfernung und vielleicht mal an vollen Tagen drei Hunde, die alle angeleint an uns vorbei gehen.

    Abends können wir leider nicht raus, weil er dann in den Morgenstunden bricht. Bis wir das raus hatten, hat es echt gedauert. Er kann dann den Stress anscheinend nicht lang genug abbauen. Deswegen geht es abends maximal 10-20 Minuten an der Leine zum Lösen raus.

    Er ist auch echt unzufrieden im Sommer, wenn wir zwangsläufig nur morgens und abends lange spazieren gehen. Da fahre ich dann extra nach der Arbeit in den schattigen Wald, damit wir da auch bei 35 Grad etwas laufen können.

    Ich kann mir das nur so erklären, dass Lou morgens noch müde und ausgeruht ist und deswegen träge ist (immer relativ gesehen :ugly: ). Tagsüber ist er dann wach und auf der Höhe. Hätte ich ein großes Grundstück, würde ich nur morgens lange und abends kurz rausgehen und tagsüber im Garten für Bewegung sorgen. Aber das ist leider keine Option auf 20 qm Rasenfläche.

    Balou konnte heute am Anfang der Nachmittagsrunde mal wieder nicht anständig an der Leine laufen, mich nicht ansehen, kein Futter nehmen.
    Nachdem die Leinenführigkeit durchgesetzt war und er einen gehörigen Anschiss kassiert hatte, weil er in seinem Wahn einfach als mein kreiselndes Pony auf die Straße gelaufen ist, wurde es besser. Später war er sogar "normal". Ich verstehe das nicht. Das Training ist so mühsam, wenn dem Hund alles am Arsch vorbei geht (Spielzeug, Futter, Ansprache), weil er zu aufgeregt ist.
    Ich weiß, dass er dann nicht anders kann. An schlimmen Tagen wird es im Laufe des Spaziergangs ja auch gar nicht besser. Aber ich hätte so gerne ein Wunderrezept, damit wir entspannt rausgehen können.

    @granatapfelk vielen Danke für die vielen Infos :)

    Vielleicht weiß ja noch jemand anderes was zu den Aminosäuren?
    Wir kommen glücklicherweise mit dem TroFu wunderbar zurecht, obwohl er zur Zeit schlecht frisst wegen seiner Frühlingsgefühle.
    Wir haben letztes Jahr mit einer Ausschlussdiät begonnen. Erst da wurde es katastrophal mit ihm. Auf Pferd reagiert er sehr stark. Bei Interesse kannst du ja in den alten Thread "Immer wieder Magen Darm Symptome" reinschauen.

    Lavendel zu konditionieren klingt super. Mag ich auch total gerne und mein Garten ist auch voll davon.

    Leider lernen solche Hunde, die Konflikte über Gehibbel kompensieren, aus solchen Situationen oft auch nichts.
    Balou wurde mit einem Jahr am Ende einer langen Wanderung von dem Hund unseres damaligen Trainers angefallen. Balou war ihm vermutlich zu hektisch. Keine Ahnung, er war eigentlich entspannt für seine Verhältnisse. Wie auch immer. Der Rüde brachte Lou zu Boden und tackerte ihn fest. Balou hat sich unterworfen (das einzige Mal in seinem Leben) und wurde weiter gebissen. Sein Bein war offen und Prellungen hatte er auch. Innerlich war er aber dennoch nicht ganz ruhig.

    Mit Abstand betrachtet kann ich heute sagen, dass der Rüde wohl nicht aus dem nichts angegriffen hat. Damals habe ich es so empfunden. Lou hat nichts daraus gelernt.

    @granatapfelk
    Danke für deine vielen Anregungen.
    Impulskontrolle steht hier natürlich hoch im Kurs. Wir machen keine Spiele, sondern was halt so gefordert ist. Aber das Leckerchen Spiel klingt ganz gut. Es wird ihm zwar nicht schwer fallen (das ist ja das Lustige), aber vielleicht kann ich ihn dann langfristig über das Zählen zu mir zurückholen. Mal sehen.

    Nahrungsergänzungsmittel sind hier schwierig. Wir haben gesundheitlich einiges durch und sind vorsichtig mit seinem Fressen. Er bekommt das RC Hypoallergenic, Ente und Pute, jegliches Geflügel als Leckerlis.
    Weiter sind wir noch nicht, weil ich das uuuuultraaaa langsam angehe :hust:

    Entspannungssignal könnte ich tatsächlich noch mal aufbauen.
    Hat das bei dir gut geklappt? Hast du eine gute Anleitung?

    @Hummel ja, da hast du wohl recht. Ich werde den Chip auch auf jeden Fall ausprobieren. Es passt nur irgendwie nie. Im Sommer bin ich voraussichtlich einige Wochen zu Hause, da könnte ich auf ihn eingehen, falls er ein paar Wochen völlig am Rad dreht. Aber so neben der Arbeit traue ich mich das nicht. Wenn er plötzlich das Alleinesein verlernt, habe ich nämlich ein Problem. Im Chip Thread gibt es ja die dollsten Geschichten zu dem Rebound Effekt :fear:

    Zu dem anderen:
    Schwierig. Habe ich tatsächlich noch nie probiert. Ist für mich auch eher ungünstig umzusetzen. Aber eine Überlegung wert ist es auf jeden Fall.
    Er geht morgens mit meinem Mann 1,5 h raus vorm Alleinesein. 2-3 Mal pro Woche wird dann auch fleißig apportiert. Dann ist Lou 6 h allein und muss dementsprechend schon relativ "dringend" wieder raus, wenn ich nach Hause komme. Morgens ist er auch meistens (!) ziemlich angenehm. Am Nachmittag haben wir immer deutlich mehr Stress, auch am Wochenende, wenn er nicht allein war.
    Nach der Arbeit warte ich immer fünf Minuten, bis er sich entspannt und gehe dann mit ihm los. Entspanntes schnüffeln, Antijagdbegegnungen, Alltag trainieren, Schnüffelspiele, manchmal treffen wir einen Hund. Abends geht's nur noch ganz kurz raus (hat viel seiner Unruhe rausgenommen! Da hat er sich sonst häufig hochgespult nachts wegen der ganzen Abendgerüche und musste dann brechen).

    Ich muss auch ganz ehrlich sagen:
    Ich habe schon viel probiert. Gar kein Arbeiten mit ihm, viel arbeiten, normales Maß. Viel Freilauf, kein Freilauf (weil er Sichtjäger ist läuft er ja seit Sommer an Flexi und SL). Zwei große Runden, drei kleinere Runden. Draußen gar keine Ansprache, viel Ansprache. Es ändert sich nichts. Er benimmt sich immer gleich.

    Ein normaler Alltag ist mit ihm einfach nicht möglich. Wir leben hier in unserer kleinen Blase, sobald wir etwas anders machen, geht nichts. Andere Orte sind schrecklich.
    Dazu kommt, dass er draußen zu vielem keine Lust hat, oft kein Futter nimmt etc.
    Apport ist echt das einzige, was er geil findet, und selbst das geht manchmal auch nicht.

    Na ja. Ich halte euch alle weiter auf dem Laufenden. Ich denke nicht, dass wir das so einfach in den Griff kriegen werden.