Beiträge von Juliaundbalou

    Aber von fünf Stunden täglich Bewegung und da auch Action war auch vor ein paar Jahren nicht die Rede.

    Da ging es ja eher um die Flexileinenhunde, die einmal am Tag um den Block geführt werden.

    Wenn ein Hund sich frei bewegen darf, Hundekontakte hat, arbeiten darf, bei seinem Menschen sein darf, ist doch alles super.

    Ps: ich finde es super, dass du deine eigenen Bedürfnisse zurück stecken würdest. Musste ich auch. Im Sommer gehe ich total gerne abends noch mal raus. Mein Hund ist von Abendrunden gestresst und erbricht dann nachts. Also gehe ich abends nur ohne ihn raus oder wir fahren an einen Teich und sitzen da bloß ohne spazieren zu gehen.

    Jeder Hund sucht sich ein anderes Ventil ;)

    Meiner ist sehr unsicher und wenn er Stress hatte/hat, ist er so unsicher, dass er schwierig zu handeln ist. Sexuell ist er auch sehr interessiert und bei Stress bedrängt er mehr, sucht noch schneller Streit etc.

    Wenn du gestresst bist, bist du vermutlich auch nicht so belastbar, wie wenn du entspannt bist.

    Langsam runterfahren hatte ich ja auch empfohlen. Aber sofort auf drei Stunden täglich runter und wenig Beschäftigung sollte deine Hunde nicht stören. Wenn doch, siehst du, was du ihnen anerzogen hast :flucht:

    Es haben hier ja schon einige User mit Arbeitsrassen geschrieben, wie viel sie mit ihrem Hund machen. Mein Golden ist aus der Arbeitslinie und der würde am Rad drehen bei deinem Programm.
    Hast du denn Lust, 5 Stunden am Tag draußen zu sein?

    Ich gehe eine lange Runde am Tag 1,5-2 h und eine kürzere 30-45 Minuten. Meistens landen wir bei knapp über zwei Stunden. Als wir noch zwei lange Runden täglich hatten, war es zu viel. Jeden Tag Beschäftigung war zu viel.

    Wenn du deinen Hund richtig arbeitest und nicht nur zwischendurch nebenher, reicht es wirklich 2-3 mal pro Woche. Mache ich auch so und das macht den platt und ist viel anstrengender, weil er am Stück konzentriert arbeiten musste.

    Das Aufreiten kann auch sexuell motiviert sein. Aber: übersteigertes Sexualverhalten tritt auch oft durch Stress auf.

    Ich finde es super, dass du etwas ändern willst! Hundewiese meiden etc ist ein guter Anfang! Aber überleg nochmal, ob du deinen Hund nicht mehr einfach Hund lassen willst (schnüffeln und entspannen) und ob ihr wirklich so lange draußen sein müsst/wollt. Er ist erst zwei Jahre alt und es wird schlimmer werden, vermutlich wird er immer mehr wollen.

    Hi!

    Ich habe einen Golden Retriever, der in manchen Punkten ähnliches Verhalten wie dein Labrador gezeigt hat und manchmal auch zeigt.
    Ich habe bei ihm auch den Fehler gemacht und nicht gemerkt, dass Übungseinheiten, zu viel Ansprache und Dummytraining auf den Spaziergängen schlecht für ihn sind. Wir sind auch täglich 3 Stunden draußen gewesen, im jüngeren alter habe ich wie du auf die 5 Minuten Regel geachtet.

    Mein Hund ist krank geworden durch den Stress. Mit 1,5 Jahren so krank, dass ich meine Augen geöffnet habe und sein und unser Leben geändert habe.

    Er kann uns nicht im Alltag begleiten, da ihn das extrem stresst. Er hat keinen Kontakt zu fremden Hunden, weil diese ebenfalls Stress bedeuten. Wir meiden Wege, wo viele Hunde spazieren und gehen für uns auf ruhigen Wegen spazieren.
    Ich habe die Gassizeiten auf 1,5-2,5 h täglich runtergefahren, je nachdem, wieviel wir auf dem Spaziergang so erleben, ob wir mit jemandem zusammen laufen oder ob nur geschnüffelt wird usw. Spielen tun wir gar nicht mehr, ganz selten zergeln wir mal, das war’s. Dummytraining machen wir 2 mal pro Woche separat für 30-45 Minuten und an dem Tag gibt es nur eine Runde von maximal 1 h. Ab und zu verstreue ich ihm mal Leckerlis.
    Einmal pro Woche sind wir auf dem Hundeplatz - wenn er es verträgt, wir fangen gerade nach 2 Jahren Pause wieder an.

    Mein Hund wäre auch bis ans Ende der Welt mit mir gelaufen. Er hätte nie eine Pause eingefordert. Und im Training war er wie deiner nie auffällig! Der Streber der Hundeschule! Aber ihm ging es nicht gut.
    Hündinnen sagen ihm übrigens auch nie die Meinung ;)

    Seit ich unser Programm runtergefahren habe, ist er ausgelastet und zufrieden und selten in dem „Was machen wir jetzt?“-Modus. Er schläft tiefer und länger und kommt nachts richtig zur Ruhe. Außerdem sind die Magendarmprobleme weg, genauso die anderen gesundheitlichen Wehwehchen. Es wird dauern, deinen Hund an ein neues Programm zu gewöhnen, aber es lohnt sich.

    Versuch es einfach mal. Schalte erst mal runter auf zwei große Runden am Tag, dass ihr insgesamt „nur“ eure 3 Stunden, also die Minimalzeit von sonst, draußen seid. Mach nix mit ihm, einfach spazieren und üb mit ihm separat zweimal pro Woche etwas. Und dann fahr es noch weiter runter, sodass ihr nicht mehr jeden Tag drei Stunden draußen seid, sondern dazwischen auch mal „nur“ 1,5-2 Stunden. Dein Hund wird ruhiger werden. Er braucht nur Zeit, um den Stress erst einmal abzuschütteln.

    Also dass jemand hier sagt, dass kürzere Runden zu wenig sind und die Besitzer Rabenfrauchen sind, lese ich hier nicht.

    Es ist was anderes, wenn man sich selbst von den hohen km-Zahlen der anderen angegriffen fühlt.

    Ich bleibe auch stehen, um zu sehen, ob Balou nur schnüffelt, leckt oder sogar etwas frisst. Um in seiner Nähe zu sein, wenn jemand oder etwas hinter uns auftauchen würde und weil er sonst sehr gestresst wäre. Sind ja immer nur ein paar Sekunden.

    Hier gibt es immer die gleichen Runden (circa fünf Stück, teilweise miteinander kombinierbar) und am Wochenende fahren wir mal raus.

    Ich glaube das anpassen ans Hundetempo wird es sein.Du wartest dann auf ihn wenn er schnüffelt und so?

    Ich geh halt einfach in sehr zügigem Schritt meine Runde. Ich passe mich da dem geschnüffelt und getrödel der Hunde nicht an.

    und das machen deine Hunde entspannt mit?

    Ich glaube, das wird der Unterschied bei vielen hier sein.
    Allein bin ich deutlich schneller als mit Balou. Er darf bei mir an der Leine schnüffeln und im Freilauf warte ich auf ihn, weil es sonst für ihn stressig wird. Wir laufen 6km in 1,5 h.
    Wenn wir trainieren (Dummy), brauchen wir eine Stunde für 2-3 km, da geht es dann ja auch überhaupt nicht um Strecke :smile:

    Finde es echt interessant, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Bei uns ist es total normal, um die 10 km am Tag draußen zu sein, an ruhigen Tagen 6-7.
    Wir laufen aber auch viel direkt zuhause los, wodurch viel Strecke an der Leine stattfindet.