Beiträge von Juliaundbalou

    Genau das ist das Problem. Sie sind in dieser Hinsicht wirklich schizophren. Sie wollen eigentlich Distanz, drängen sich aber auf und können sich selbst nicht davon frei machen. Sie brauchen deswegen dabei viel "Betreuung" in dem Sinne, dass man sie davon entbindet und es ganz klar strukturiert.

    Da hast du recht.
    Ich wundere mich immer, wieso das bei so vielen so lange gut geht - oder auch für immer. Alle, die ich persönlich kenne, können ihren Retriever gar nicht deuten und lassen ihn immer hilflos rumfiddeln. Der freut sich ja so. Und trotzdem passiert da nix. Nicht Fremden gegenüber und auch nicht innerhalb des Hauses. Oder da fällt einfach nicht auf, wenn der Hund einschränkt etc., weil er dabei so freundlich ist :???:

    Sorry, das las sich für mich so als wenn dein Mann schon seit ein paar Monaten beim Durchgestruwwelt werden von Balou angeknurrt wird.

    Und das liest sich für mich so als wenn du ihn nicht weiter bedrängst sondern wegschickst wenn er dich anknurrt oder schnappt und daher ging ich davon aus, dass das bereits mehrmals vorkam.

    Zum ersten: Deswegen habe ich ja die Gesprächigkeit betont. Balou brummt, er knurrt nicht. Das ist mehr so ein Elchgestöhne, genießerisch.
    Und ja, das geht schon länger so, dass er abschnappt - ohne Knurren. Und jedes Mal wird dann abgebrochen und er wird rausgeworfen. Mein Mann hat beim ersten und zweiten Mal nicht so schnell geschaltet, deswegen wissen wir, dass Lou sich wieder an ihn drückt, wenn er mit dem Kraulen aufhört.

    Zum Zweiten: das war an diejenigen gerichtet, die meinen, wir sollten dann nicht abbrechen, sondern der Hund hätte die Situation zu ertragen. ;)

    Ich würde den Spieß einfach rumdrehen, dann kommt man gar nicht in diese Bredouille. Solange ich nicht um Kontaktaufnahme bitte, hat der Hund fern zu bleiben. Grundsätzlich. Körperlich und mental. Nur, wenn ich Bock habe, lade ich den Hund ein zu kommen. ("Zufälligerweise" passiert das nur dann, wenn der Hund so gar keinen Gedanke daran hat, dass er jetzt was wollen könnte.) Er darf entscheiden, ob er dem nachkommt. Gleichzeitig bestimme ich auch, wie lange die Kontaktaufnahme läuft. Geschickterweise ist das so kurz, dass der Hund gar keine blöden Ideen haben kann, dann muss er schon wieder gehen.

    Edit: Und, wenn Du die Befürchtung hast, der hätte es im Kreuz, lass es abchecken, dann weißt Du, ob der Kopf oder Rücken nicht stimmt. :p

    Vielen Dank, das ist doch mal eine Anweisung, die sich logisch anhört :dafuer:
    Werde ich meinem Mann mal so weitergeben.

    Retriever sind für ihn irgendwie schwer zu verstehen. Die biedern sich ja auch oft so an, obwohl sie eigentlich Abstand wollen.

    Der Fin hat in jungen Jahren die Fellpflege nicht besonders gemocht. Fand er so überflüssig, wie mancher Teenie das Duschen.Da hat er mal geknurrt, mal in die Bürste gebissen und auch in den Arm, der die Bürste hält.
    Wenn ich das einfach so respektiert hätte und ihn weggeschickt hätte, wäre der heute ein Hund mit Filzplatten. Und natürlich: sein Ziel hätte er damit erreicht gehabt.
    Der hat dafür Ansagen bekommen a la: Tickst du noch ganz sauber!? Und dann habe ich selbstverständlich weiter gekämmt. Wer sich benimmt, bekommt Lob und Leckerchen. Wer den Zwergenaufstand probt, der bekommt höchstens auf den Deckel.

    Das sind für mich zwei paar Schuhe. Aber vielleicht sehe ich das ja falsch?
    Wenn Balou durch etwas durch muss, muss er da bei uns ebenfalls durch. Da würde er auch nicht knurren dürfen und gut ist.
    Aber wenn er gekrault wird und keine Lust mehr hat, dann schnauzen wir ihn doch nicht an und kraulen dann weiter? :???:

    Wenn mich ein eigener Hund maßregelt indem er mich anknurrt, dann ist das Allerletzte was ich mache, dass ich dieses Verhalten ignoriere. Damit erreiche ich nämlich nur, dass der Hund "Recht" bekommen hat und mit seinem Verhalten durchgekommen ist und dieses Verhalten daher öfter zeigen wird wenn er sich bei irgendwas durchsetzen will. Der bekommt von mir eine Ansage, die sich gewaschen hat und zwar so, dass er mich in dieser Situation definitiv nicht mehr anknurrt.Da ich das aber gleich beim allerersten Mal mache wenn mein Hund sowas zeigt (egal bei was), habe ich das Problem nur 1x und mein Hund weiß wo es lang geht.

    Bei einem Hund wie deinem Balou, der (so wie ich das bisher mitbekommen habe) schon oft seinen Willen durchsetzen durfte und jetzt auch schon mit Abschnappen reagieren darf, kann so eine Maßregelung deinerseits dazu führen, dass Balou dann zupackt wenn du ihn nicht extrem souverän maßregelst und das traue ich ehrlich gesagt weder dir noch deinem Mann zu.

    Balou hat uns noch nie angeknurrt. Und bei mir schnappt er auch nicht ab. Er tut das nach einer gewissen Zeit beim Kraulen bei meinem Mann. Das Kraulen wird beendet und Balou muss den Raum verlassen.

    Ich habe ehrlich gesagt fast eher auf Schmerzen getippt und hätte ihn mal einer Physiotherapeutin vorgestellt.

    Edit: nur in der Kraulsituation. Die anderen werden nicht durch Schmerzen erklärt.

    Nein weiter bedrängen würde ich auch nicht. Wegschicken würde ich auch.
    Nein nicht alle Hunde könne das ab. Hunde mit Trauma z.b nicht bei denen muss man aufpassen aber bei einem normal geprägten Hund?

    Ich habe nur aufgezählt, was mir bisher an Unterschieden aufgefallen ist. Und ich rede nun mal kaum mit Balou. Und mein Mann viel. Ob das Balou stört oder nicht, ist doch da erst einmal irrelevant :ka:

    ich kenne ein paar Leute die viel mit dem Hund reden unterschiedliche Signale nützen und die werden nicht vom Hund gemaßregelt.
    Aber mir fehlt auch der Teil wie ihr auf das ankotzen reagiert.
    Beim Knurren hat er ja seinen Willen bekommen dein Mann hat aufgehört.

    Nur weil viele Hunde das gut abkönnen, heißt das nicht, dass es alle können. Da wäre die Welt ja schön einfach :smile:
    Unsere Lösung für alles innerhalb des Hauses ist: Auf den Platz schicken.

    Und ja. Wenn mein Hund abschnappt oder knurrt, dann bedränge ich ihn doch nicht weiter :ka: Dann wird damit aufgehört und der Hund wird weggeschickt.

    kann es sein dass auf den Hund zu viel Rücksicht genommen wird und es eher nach seinem willen geht?
    Weil ein normaler Hund sollte es schon aushalten wenn jemand etwas mehr mit ihm spricht

    Nein.
    Wir akzeptieren Calming Signals, aber ansonsten geht es ganz bestimmt nicht nach Balous Willen. Sonst hätten wir hier schon ganz andere Probleme gehabt.

    Das liest sich für mich alles etwas danach, dass Balou deinen Mann "kontrolliert" weil er das mit deinem Mann machen kann wie er möchte.
    Du schreibst, er spricht viel mit Balou und er beachtet ihn viel und auch, dass er nicht klar mit ihm kommuniziert indem er ständig neue Kommandowörter benutzt.
    Dadurch kommt ein Hund oftmals auf die Gedanken "Hey, der Mensch hat keinen Plan, das muss ich übernehmen." und fängt an, sich entsprechend zu verhalten und den Menschen in bestimmten Situationen zu maßregeln.
    Dein Hund braucht m.E. mehr klare Regeln.
    Du kannst froh sein, dass es noch beim Abschnappen ist.

    Bin ich auch.
    Vielleicht hilft es ja, wenn ich meinem Mann diesen Thread mal zu lesen gebe. Ihm fällt oft nicht auf, wenn er immer wieder andere Kommandos benutzt u.ä. Und wenn ich ihm das sage, macht er dicht.

    Hast du eine Idee, was mein Mann ändern könnte?
    Was mir auffällt, ist, dass er viel mit Balou spricht (das tu ich auch, aber nur während der Spaziergänge und da handelt es sich um Lob oder Hilfestellungen), dass er generell Balou viel beachtet, ständig neue Kommandowörter benutzt. Auch das Streicheln ist irgendwie ungünstig. Mein Mann hockt dabei auf dem Boden. Balou wird von mir auch mal durchgekrault, aber dabei sitze oder stehe ich meist seitlich zu ihm. Ansonsten liegen wir eher Kontakt (wie jetzt gerade auch).