Beiträge von Juliaundbalou

    Den leichten Unterton habe ich da auch gelesen. Muss natürlich nicht so gemeint gewesen sein.

    Aber den Schuh lasse ich mir nicht anziehen. Wir hatten echt viele heftige Probleme und diese haben wir nacheinander abgearbeitet. Das einzige, was wohl immer bleiben wird, ist Stress bei Hundebegegnungen (also vorbei laufen - da verhält er sich wie der 0815 halbwegs erzogene Hund, was mir nicht reicht und zeigt teilweise Stereotypien) und Stress in selten besuchten Gegenden. Kein Lebewesen ist perfekt, also üben wir da einfach weiter. Und wenn es so bleibt, wie es ist, ist das ok.
    Wobei ich bei den Themen durchaus offen für Trainerstunden bin (geht nur momentan nicht, ich war lange arbeitslos).

    Hm, ich mag meinen Mann auch nicht küssen, wenn er Zwiebeln gegessen hat (isst er gerne mal roh). :flucht:

    Zum Glück habe ich mir um so etwas noch nie Gedanken gemacht, wie jemand riechen könnte wenn er dies oder das gegessen hat um davon eine gemeinsame Zukunft abhängig zu machen. Wäre wohl ziemlich kompliziert. :tropf:

    Wieso Zukunft?
    Ich gebe meinem Mann auch keine leidenschaftlichen Küsse, wenn er gerade eine Banane gegessen hat. Find ich eklig.

    Mein Freund und ich haben uns als Fleischesser kennen gelernt und sind zusammen vegan geworden.
    Ich könnte nicht mit einem Menschen zusammen leben, dem das Thema völlig egal ist und kein Verständnis für die vegane Lebensweise hätte. Wäre er aber offen dem Thema gegenüber und würde er nicht achtlosen tierische Lebensmitteln konsumieren, könnte ich damit schon eher klar kommen. Meine Hoffnung wäre dann natürlich, dass er auch irgendwann vegan wird :D

    Ist hier genauso mit meinem Mann. Wir reden oft über unterschiedliche Themen, die weitestgehend damit zu tun haben. Mich würde eine „Scheißegalhaltung“ extrem stören. Mit einem Omnivor hätte ich zumindest das Problem, selbst wenn er bewusst konsumiert, dass ich seine Ausdünstungen eklig finden würde und ihn nicht küssen wollen würde, wenn er etwas nicht veganes gegessen hat.

    Wir haben übrigens seit kurzem sechs Monate voll :applaus:

    Warum leckt sich ein Hund am Sack? Weil er es kann! ;) Das ist alles ganz normales Verhalten bei aktiven Rüden, hat mal ein erfahrener Tierarzt gesagt.
    Was du hier die ganze Zeit schreibst, kommt mir wie plumpe Argumentationshilfe pro Kastration vor. Das ist ein riesiges Geschäft für manche Tierärzte und es schafft viele neue Dauerpatienten.

    Zitat:
    "Ich werde mich lieber vom Forum abmelden. Es wird ja oft vor Fakes im Internet gewarnt. Vieles kommt mir wie schlecht getarnte Reklame für Tierärzte, Tierfutter usw. vor."

    Balou leckt sich ganz bestimmt nicht, weil er es kann. Es ist schön, dass du meinen Hund besser kennen möchtest als ich.
    Er ist hochgradig gestresst und läuft teilweise mit Erektion draußen herum, die ihn extrem stört. Er ist nicht geil. Er ist maßlos überfordert.

    Mir gefällt der Beitrag.Nicht nur eine medizinische Notwendigkeit kann eine Kastration/Chip notwendig machen.

    PS: Was spricht gegen einen Chip alle...xy Monate?

    Vielleicht mal 2 Jahre...dann kannst du immer noch entscheiden.

    Ich hatte den Chip und weiß, dass Balou dann angenehm ist. Das einzige, was mich zweifeln lässt, ist der Zeitpunkt. Also: ob das jetzt eine Phase ist oder ob er jetzt nun mal so ist. Mit zwei Jahren war er dauerhaft so. Mit 2,75 gab’s den Chip und ich hatte endlich einen normalen Hund.

    Sorry...ich finde das eine unglaubliche Quälerein für Tier und Mensch.Warum tust du dir das an?
    Das bringt nichts! Absolut NICHTS!

    Was genau meinst du mit ARBEIT? Der Retriever muss arbeiten (meine Meinung)...Apportieren, Suchen!Und nicht über Jahre Leinenführigkeitsmachtk(r)ämpfe!

    150 km würde ich LAUFEN...das ist doch um die Ecke....

    Ich tu mir das an, weil mein Hund vor der Arbeit im Dunkeln eine halbe Stunde rauskommt. Da erledigt er manchmal sein großes Geschäft und manchmal auch nicht. Ich halte meinen temperamentvollen Hund nicht im Schuhkarton. Also gibt’s nachmittags die große Runde, wo er dann alle Geschäfte erledigt. Ich kann doch nicht seit fünf Wochen nachmittags nicht spazieren gehen? Das Auto habe ich nicht jeden Tag, also müssen wir hier am Dorfrand zehn Minuten gehen, um im Feld oder Wald anzukommen. Und wenn ich dann merke, dass er mit der Welt nicht klar kommt, versuche ich zumindest, ob er auf den paar Metern seine Geschäfte erledigt.

    Was denkst du, was ich seit vier Jahren mit meinem Retriever aus Arbeitslinie tu?
    Wir machen dreimal pro Woche Dummytraining und er ist auch sehr gut, wenn auch unkonzentriert und fahrig, weil er so schnell ist.
    Leinenführig ist Balou übrigens sonst. Und zwar ziemlich gut. Mit dem Chip lief er meistens sehr gut an der Leine. Und jetzt gerade gehen vielleicht zwei Meter. So viel dazu.

    Ich hatte eine super Trainerin hier. Die hat uns angesehen, hat sich alles angehört. War mit uns spazieren. Hat ihn mit ihrer Hündin gesehen.
    Ihre Worte waren, dass wir gerne an „Verhaltensketten“ arbeiten können, die uns fehlen (Lou sieht einen Hund und STEHT und guckt zu mir, anstatt kopflos loszurennen). Er steht sehr gut im Gehorsam (heute habe ich ihn im vollen Lauf abgerufen, als er auf eine Hündin zuraste). Ansonsten mache ich es super mit ihm und wir haben kaum noch nennenswerte Probleme. Außer jetzt halt gerade, weil er so dermaßen gestresst ist.

    Na ja. Ich möchte mich auch nicht rechtfertigen. Ich wollte von euch wissen, wann ihr kastrieren würdet. Und mir nicht anhören, ich würde meinen Retriever nicht arbeiten und keine Lust haben, ihn zu erziehen.

    Arren war ja Einhoder und nach langem Überlegen kamen bei der Kastra beide Hoden raus.
    Dem Hund hat die Kastra null geschadet, im Gegenteil. Obwohl er nie wirklich rüdig war stieg seine Aufmerksamkeitsspanne kurz nach der OP richtig heftig an. Er ist ja eh nicht der hellste und hat die Konzentrationsfähigkeit einer Amöbe, aber es war echt merkbar besser nach der Kastra.

    Er hatte ja auch furchtbaren Wutzisabber. Den ganzen Tag hab ich ihn abgewischt, 15, 20, 25mal am Tag. Es hat ihn nie gestört, aber es kann auch einfach nicht gesund sein wenn ein Körperteil permanent eitert!
    Seit der Kastra hat er das nie wieder gehabt und ich kanns nicht beweisen, aber während er vorher immer mal Tage hatte an denen er wirklich schlapp war, wie erkältet nur ohne Erkältungssymptome, hat er die seit der Kastra fast garnicht mehr.


    Hami ist intakt, wird auch so bleiben. Aber da gibts halt auch null Veranlassung zu, der war selbst als pubertierender Jungrüde easy.

    Ja, das ist hier ja auch so. Lou hat seit der Geschlechtsreife durchgehend den Katarrh. Der geht nie weg. Er leckt sich da ständig und mein ganzes Leben ist hellgrün gesprenkelt. Mit dem Chip bis vor kurzem war der Katarrh weg und das war so schön!
    Für mich ist es nicht normal, dass mein Hund ständig mitten im Laufen stehen bleibt, um sich am Glied zu lecken oder an den Analdrüsen. Oder dass er sich ständig draußen schüttelt, kratzt, gähnt usw. Er schmeißt sich draußen wirklich hin, um dann an sich rumzulecken (was teilweise gefährlich ist an Straßen ohne Bürgersteig).

    Ich wollte die medizinische Indikation ja nie sehen. Aber Katarrh, Analdrüsen, die IMMER voll sind, Übelkeit, teilweise kein Kotabsetzen sind für mich schon deutliche Anzeichen :fear:
    Ich habe jetzt meinen Frieden damit gefunden, dass er kastriert wird.

    Ich werfe mal kurz eine Frage rein,
    Habe mir gerade zum ersten Mal mit meiner Bambuszahnbürste (Hydro Phil) die Zähne geputzt und mir denke ich mit dem Rücken die Mundwinkel aufgescheuert.
    Mit der Hand hatte sie sich ganz glatt angefühlt, aber da bin ich auch eher unempfindlich :ugly:
    Habe ich ein Montagsmodell erwischt? :hilfe:

    Ich nutze die Zahnbürsten auch und habe einen sehr kleinen Mund. Bisher ist da noch nie etwas passiert.
    Aber genauso wie eine Plastikzahnbürste würde ich damit auch nicht bürsten. Da kann es schon sein, dass du unglücklich mit zu viel Druck mit dem Holz an deine Mundwinkel gekommen bist.

    Habe noch nicht alles nachgelesen, kann sein Verhalten auch damit zusammen hängen, dass Du wieder arbeiten gehst seit kurzem :???:
    War er mal in Fremdbetreuung, um zu schauen, ob er da auch so ist?

    Schwierig.
    Es trat beides zeitgleich auf, ja. Ich arbeite nun seit fünf Wochen und es wird schlimmer anstatt besser. Als ich meine letzte Stelle antrat, war er nicht so, obwohl ich davor auch länger zuhause war.
    Da frage ich mich, dennoch, wieso er den Vorhautkatarrh hat und sich nur auf die Hormonsachen stürzt. Er pöbelt nun auch wieder und fiept, wenn er Hunde sieht und hat generell nur wegen der Hunde und Hundegerüche Stress. Bei allen anderen Dingen ist er wie immer.
    Hier sind gerade wohl einige Hündinnen läufig. Ich habe da nicht so den Überblick.

    Er ist niemals in Fremdbetreuung, da ich leider niemanden kenne, dem ich Balou anvertrauen kann. Aber bei meinem Mann verhält er sich sogar noch schlimmer, falls das was aussagt.

    @Juliaundbalou, es gibt auch Medikamente, die das Testosteron innerhalb weniger Tage runter fahren und etwa 4 - 6 Wochen anhalten. Nein, das ist nicht der Kastrations-Chip.

    Vlt wäre das was, um die Zeit bis du für die OP Urlaub hast zu überbrücken?

    Ist halt die Frage, ob das für zwei Wochen nun noch nötig ist. Wir haben unseren Weg gefunden, um das Verhalten zu managen. Ich meide nun einige Wege am Anfang des Spaziergangs und er bekommt nur kontrollierten Freilauf, wo er irgendeine Aufgabe erledigt. An der Leine läuft er meist neben mir, weil er sich sonst sofort verliert. Alle zwei Tage wird der Nachmittagsspaziergang durch Dummytraining ersetzt, weil er nachmittags 100 mal schlimmer als morgens ist (sonst trainieren wir am Wochenende immer morgens und auch eher zweimal pro Woche).

    Aber danke für das Mutmachen. Ich denke auch, dass die Kastration gut verlaufen wird.

    Balou ist sehr penetrant mit seinen Wunden. Der rupft alles ab und leckt dann ununterbrochen. Wir hatten ja schon mehrere. Ich muss ihn also beaufsichtigen und nachts sichern. Mit dem Trichter steht er zitternd und sabbern und hechelnd auch stundenlang rum oder legt sich erschöpft nach zwei Stunden hin, um da weiter Stress zu haben. Der ist also keine Option.
    Ich muss mir im November sowieso frei nehmen, weil wir zuhause eine Baustelle haben. Danach haben mein Mann und ich keinen Urlaub mehr. Da würde es halt gut passen, Balou kurz vorher kastrieren zu lassen, weil ich dann ja sowieso zuhause bin. Ich frage mal Montag nochmal nach, wann genau denn nun die Baustelle starten soll (wir warten auf Material) und mache dann einen Termin bei der Tierärztin.

    Heute hat er sogar im Apport abgebrochen, um Pipi lecken zu gehen und zu markieren. Das hat er zwei oder dreimal versucht. Wir haben das ausdiskutiert und dann ging es gut. Die 3 mal pro Woche, wo wir apportieren, sind die einzigen Draußenmomente, die uns Spaß machen. Alle anderen Spaziergänge sind die Hölle. Ich bin echt froh, wenn das ein Ende hat.