Beiträge von Juliaundbalou

    und wenn du die Schlepp als Erinnerung dran machst sie aber schleppen lässt und nach und nach "kürzt"?
    Meine hat auch immer eine Schleppleine dran, einfach "zu Erinnerung" :tropf: (auch wenn die ja auf 25m Distanz nix mehr bringt... eigentlich :pfeif: )

    Ich habe ein Schlepp-Trauma nach einem bösen Sturz mit Rippenprellung.
    Balou läuft außerdem immer auf Zug an langen Leinen, weshalb ich lieber die Flexi nehme. Ist leichter zu halten |)

    Ich habe die Erfahrung gemacht (ok, meine ist kein Hibbelhund), nach einer sehr langen Zeit an der Leine (fast 1.5 Jahre durchgängig) und viel "langweiligen" Spaziergängen ;) , können wir jetzt langsam wieder mit dem Freilauf (dosiert und eben Wildarm) anfangen.Der Hund knallt sich weder wegen Jagden noch wegen Stress das Hirn raus.

    Ich hoffe für euch, dass das auch bei euch so wird und irgendwann dann auch Freilauf wieder drin ist. :bindafür:

    Hoffentlich. Ich wollte an sich einen Hund, der freilaufen kann.

    Wildarm gibt’s bei uns leider gar nicht, mal sehen. Abrufbar ist er ja immer. Aber er täuscht Jagen an, um gepfiffen (und belohnt) zu werden und zeigt alle 3 m Wild an, wird kribbelig und das ist ja alles andere als entspannt. An der Leine, egal welche, weiß er, dass Ruhe herrscht und reagiert auch kaum auf Wild - was das Trainieren schwierig macht. Egal. Ich kann damit zur Not leben.

    Bei meinem Hund hat die Wirkung auch recht fix eingesetzt. So ab der dritten Woche habe ich Veränderungen festgestellt.Eine Erstverschlimmerung mag es gegeben haben, aber die ging wohl auch im bekannten Theater unter. Noch mehr Fiepsen, Nerven und meine Geduldsfäden strapazieren, hätte er gar nicht können |)

    Ich hatte einen ein-Jahres-Chip setzen lassen und ich würde sagen, so wie er nach 4 Wochen war, war er dann auch das ganze restliche Jahr.

    Balou ist mit Chip ganz anders gewesen als nach der Kastration. Er wurde irgendwann regelrecht träge, was aber super zum Trainieren war.
    Jetzt ist er schon circa seit einem halben Jahr kastriert und es ist perfekt. Er ist er selbst geblieben, minus das Hormongestresse. Genauso stur wie immer, bewegungsfreudig und opportunistisch. Leichtführiger ist er auf keinen Fall.
    Klar, der Jagdtrieb ist widerlich und wird auch immer schlimmer. Aus dem Grund ist er in letzter Zeit nur beim Apport und auf unserer kurzen Wohlfühlrunde frei. Ansonsten hängt er an der Flexi...
    Dennoch geht nichts über einen entspannten Hund. Auch wenn er kaum Freilauf haben kann.

    Ich bin mir recht sicher dass das so ist.Es ist immer einfacher seinen eigenen, grösseren/kräftigeren "Tut-wahrscheinlich-Nix" zu einem kleineren Hund zu lassen als zu einem, körperlich ebenbürtigen oder überlegenen, Hund der dem eigenen Hund womöglich die Leviten liest.

    Lustig, dass bei uns der Großteil von nicht-ernsthaften Angriffen von Hunden unter 10 kg kam.
    Mein Rüde wiegt 32 kg.

    Die Besitzer stehen dann untätig daneben, bis meiner sich nach zweimal schütteln und weggehen doch wehrt. Dann werden die Hunde schnell eingesammelt. Alles ohne ein Wort zu sprechen.

    Das war vor ein paar Jahren öfter mal so. Seitdem vertreibe ich alles und brülle anstürmende Hunde schon auf große Distanz weg.

    Okay.
    Einmal mit unter einem Jahr ernsthaft bei einem Gruppenspaziergang. Das Bein musste genäht werden.
    Einmal mit 1,5 Jahren im Urlaub am Strand, da war die Nase dann zerbissen. Es passierte nix Schlimmeres, weil wir den Jack Russell schnell wegscheuchten.
    Mit zwei Jahren düste Balou ab, mein Mann war zu treudoof bei der Dummyarbeit. Kehle zerfetzt, knapp an der Hauptschlagader vorbei. Der Airedale hatte ein gequetschtes Auge. Die Hunde mussten mit Luftabrücken auseinander gezogen werden.

    Das sind die Vorfälle, wo es körperliche Schäden gab.

    Dazu kommen mehrere Angriffe, wo Balou attackiert wurde, wegen seines Fells und unseres schnellen Eingreifens aber nichts weiter, außer weitere psychische Schäden abbekommen hat.

    Unzählige Hunde haben wir vertrieben. Unzähliges Geprolle mit Scheinattacken gab es ebenfalls.

    Wir leben am Stadtrand, man könnte es auch Dorf nennen. Viele Hunde sind unverträglich, viele Hunde einfach nur gestresst und nicht sonderlich nett. Interessieren tut es die wenigsten.
    Dazu habe ich einen sehr unsicheren Hund, der anscheinend auch im Nebel über 100 m Entfernung eine Verlockung zum Vermöbeln darstellt, der Hunde nicht widerstehen können.

    Lou ist nun 4,5 Jahre alt. Seit 2,5 Jahren gab es keine richtig schlimmen Begegnungen mehr. Psychisch schlimme schon so 1-2 mal, aber körperlich hatte er wenigstens seine Ruhe.

    Okay, damit kann ich viiiel besser leben, danke fürs Erklären!Die erste Aussage hatte so den typischen SL-Bashing-Beigeschmack, wo die Showie-Mäuselchen gern als grenzdebile, faule Volltrottel hingestellt werden, die im Grunde für nicht mehr als blonde Deko auf der Couch zu gebrauchen sind. Und das macht mich traurig und wütend, deswegen hab ich gleich nachgefragt. :sweet: Weil machen kann man mit denen ganz viel. :rollsmile:
    Aber wie gesagt, die Erklärung ist nachvollziehbar und genehmigt! :lol:

    Nee, Bashing! ICH?!
    Wenn überhaupt bashe ich mich selbst, weil ich mich nicht ausreichend informiert habe, obwohl ich das dachte :fear:
    Ich hätte die Dummyarbeit nämlich echt gerne „professioneller“ betrieben.

    Auf mein Herzchen kommt demnächst einiges zu und ich weiß noch nicht, wie wir das meistern sollen. Das wäre mit einem stressresistenteren Showie vermutlich leichter gewesen...

    Eine kleine Frage aus echtem Interesse: Was wolltest du mit Balou richtig MACHEN bzw. MACHST mit ihm richtig, was mit einer Showlinie nicht ginge? Der Satz irritiert mich bissl, wie man merkt. :DDass man aus Gründen wie Optik (hell vs. dunkel, schmal vs. breiter) oder Charakter (mit ordentlich Pfeffer, triebiger, schneller vs. weniger triebig, nicht so zackig) sich gegen die SL entscheidet, kann ich gut nachvollziehen. Aber weil man mit dem Hund was MACHEN will? :denker:
    Gibt doch schon einige wunderbare Showies, die Dummytraining machen, Mantrailer sind, als Rettungs- oder gar Blindenhunde arbeiten usw. :denker:

    Genau das zählt auch dazu. Ich wollte einen Hund, der mehr Pfeffer hat.
    Dass er so viel Pfeffer und Konfetti im Hirn haben würde, konnte ich nicht ahnen - aber es wird im Alter ja tatsächlich besser.

    Und na ja. Ich wollte die Garantie, dass er mit Feuereifer beim Dummytraining dabei ist. Nicht nur zum Spaß, alle paar Wochen mal auf dem Spaziergang.
    Wir können zwar nicht starten wegen seiner Stressanfälligkeit und weil wir eh nur auf freien Tests laufen dürften, weil er ja keine VDH-Papiere hat... Das wusste ich leider nicht besser.
    Genau diesen Arbeitseifer habe ich aber auch so bekommen. Wer ihn mal bei der Arbeit gesehen hat, fragt auch immer nach dem Züchter - und guckt dann ganz erstaunt, dass er aus der Dissidenz ist.

    Ich mochte meinen Show-Gassi-Golden aus Jugendtagen echt gerne. Aber es sind zwei sehr verschiedene Typen Hund und ich bereue es nicht, mir so einen Wahnsinnigen geholt zu haben.

    Ich wollte einen Golden Retriever, weil mein Gassihund aus Teenagertagen einer war. Gleichzeitig wollte ich aber richtig was mit meinem Golden MACHEN, also habe ich abseits der Showlinien geschaut.
    Gelandet bin ich bei einer Züchterin in der Dissidenz, weil ich es nicht besser wusste und der Verein auch in der Literatur, die ich gewälzt habe, als positiv hervorgehoben wurde.

    Gekriegt habe ich den schönsten Hund der Welt. Wie oft ich Komplimente für ihn erhalten habe - unzählbar.
    Und den ungoldigsten Hund dazu. Er ist ganz anders, als ich mir meinen Hund vorgestellt habe. Und dennoch ist er genauso, dass es passt. Wir machen es uns passend.
    Er hat mir viel über mich selbst beigebracht und ich kann durch ihn an mir selbst arbeiten. An meiner eigenen Unsicherheit, da ich ihm Sicherheit geben muss. An meiner eigenen Stressanfälligkeit, da ich ihm viele Pausen gönnen muss - und dadurch mir selbst auch.
    An meiner Sprunghaftigkeit. Für ihn muss ich in gewisser Hinsicht beständig sein. An meiner zurückhaltenden sozialen Merkwürdigkeit. Ich muss für ihn sagen können, was ok ist und was nicht. Was wir wollen und zur Not sogar handeln und ihn beschützen.
    An meiner Körpersprache und meiner Fitness. Denn ich muss ihm etwas entgegen zu setzen haben. Und dabei klar sein.

    Für mich muss es keine besondere Rasse sein. Es reicht, dass der Hund selbst besonders ist.

    Fettnäpfchen:

    - den Hund in unübersichtlichem Gelände freilaufen lassen, obwohl der Hund nicht 1a im Gehorsam steht und jedes Lebewesen ignoriert
    (Z. B. an T-Kreuzungen und sehr kurvigen Wegen, Wegen mit vielen Abzweigungen)
    - den Hund über frisch gedüngte, bearbeitete oder bepflanzte Felder laufen lassen
    - in der Brut- und Setzzeit durch höheres Gras, über Wiesen usw. gehen
    - davon ausgehen, dass niemand vor dem Hund Angst hat o. Ä. und dadurch unangenehme Situationen für andere schaffen
    - den Hund unbeaufsichtigt irgendwo anbinden
    - Jagdverhalten nicht ernst nehmen (a la „Der kommt ja nach einer Minute wieder und würde das Reh eh niemals kriegen“)
    - den Hund nicht auf die abgewandte Seite nehmen, wenn man an anderen vorbei muss, erst recht, wenn der eigene Hund nicht entspannt ist

    Und es gibt bestimmt noch viel mehr. Versucht einfach, euer Ding zu machen, belästigt niemanden und lasst euren Welpen niemanden belästigen. Wenn doch mal was Doofes passiert, entschuldigt euch und lernt draus :winken:

    Ich habe meine Bekanntschaften ebenfalls hier im Forum und über eBay Kleinanzeigen kennen gelernt.
    Daraus haben sich tatsächlich mehr oder weniger richtige Freundschaften entwickelt - sowohl für Herrn Hund als auch für mich. Da laufen wir auch sehr regelmäßig zusammen und ich hoffe, dass meine zukünftigen Hunde davon auch mal profitieren können.

    Wir kennen noch zwei sehr nette Hündinnen hier im Ort, wo aber die Besitzerinnen deutlich älter als ich sind, sodass es nicht so ganz gepasst hat. Mittlerweile geht man sich aus dem Weg, weil Balou ja „bissig“ sei (er hat nie jemanden gebissen. Wir weichen nur unbekannten Hunden aus und ich will mit bekannten Hunden keinen Leinenkontakt) :roll: