Es gibt aber auch einheimische, sehr viel geeignetere Sträucher für unsere Insekten und genauso schön sind sie auch.
An Flieder gehen dann vielleicht drei Bienen- und Hummelarten und an einen einheimischen Strauch 20 - mal überspitzt gesagt. Kenne mich mit den genauen Zahlen nicht gut aus, aber für unsere Natur ist es immer besser, einheimische Pflanzen zu pflanzen.
Ich hab neben meinem Flieder direkt einen Weißdorn gepflanzt. Der wächst sowas von kümmerlich. Wenn der so weiter wächst wie bisher, dann wird er die nächsten 10 Jahre nicht blühen.
Der Flieder hingegen zieht die Insekten hier förmlich an. Bei dem Flieder geht es ja auch eher darum, dass Schmetterlingsraupen ihn nicht verzehren können und er somit nur den ausgewachsenen Insekten etwas bringt. Somit steht ebenfalls neben meinem Flieder auch 5x Frauenmantel, eine beliebte Mahlzeit der Raupen. Ich denke die Mischung macht es. Ich kenn Naturwiesen, da wächst keine einzige Blume. Da wäre man froh, wenn wenigstens Flieder vorhanden wäre. 
Edit: An meinen heimischen Wildrosenblüten sehe ich auch nie Insekten. Dafür interessiert sich hier kein Tier. 
Vielleicht ist es einfach nicht der richtige Standort für den Weißdorn.
Und nein, es geht nicht nur um das Futter für die Raupen. Jede Insektenart hat sich auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Und da gehören nun einmal die Pflanzen aus anderen Ländern nicht dazu. Da gehen auch Insekten ran, aber eben deutlich weniger. In meinem Garten kann ich das auch gut beobachten. Am Flieder sind eigentlich nur ein paar Schmetterlinge und Honigbienen, 2-3 Hummelarten und eine Wildbienenart. Aber eigene Erfahrungen wiegen da nicht so schwer, da kann man Studien zu lesen, Dokus schauen usw. Meine Wildrosenhecke wird total viel angeflogen - deine nicht. Wer weiß, vielleicht ist das Nahrungsangebot zu der Blühzeit zu hoch, sodass sie nicht interessant ist. Vielleicht gibt es bei dir keine Wildbienenarten im Garten und die Honigbienen bevorzugen andere Pflanzen, oder oder.
Aber um die Honigbienen (an die ja meist nur gedacht wird) muss man gar nicht denken. Es gibt so viele Imker, Honigbienen sind nicht wählerisch.
Es geht darum, den Wildbienenarten Nistplätze und Nahrungsangebote zu bieten. Und zwar so vielfältig wie möglich.