Ich mag auch kein Tofu. Dafür könnte ich mich in selbst mariniertes Tempeh reinlegen ![]()
Beiträge von Juliaundbalou
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Oh ja, der Alkohol

Ich trinke schon Alkohol. Aber nur sehr unregelmäßig (ein paar wenige Male im Jahr), dann auch nicht viel und glutenfrei muss er auch noch sein.
Was muss ich da immer für Diskussionen führen...
Nie trinkst du mit mir! (Schwiegeroma)
Ein Glas Sekt ist doch nicht schlimm!
Bist du schwanger?
Man kann es auch übertreiben mit der Gesundheit!
Also ICH kasteie mich ja nicht!
Hach... Dass Alkohol bei mir gerne Hashimoto-Schübe auslöst und es mir das einfach nicht wert ist, interessiert niemanden. Dass ich Sekt noch nie mochte, ist auch egal... Ich empfinde das auch gar nicht als Verzicht. Ich möchte einfach nicht ständig trinken.
Das Gleiche mit dem Thema Gluten... Eine Zöliakie konnte bei mir leider nicht eindeutig nachgewiesen werden. Ich hatte schon länger sehr wenig Gluten gegessen und die Belastungsphase vor den Untersuchungen hätte ich niemals noch länger geschafft. Die drei Monate waren schon schlimm genug

Ich esse aber seitdem kein Gluten mehr. Und ständig kann ich mir anhören, dass das doch Quatsch ist und kleine Mengen gehen ja vielleicht und ich würde ja die Unverträglichkeit erst recht provozieren, wenn ich nie Gluten esse

Ein Krümel Couscous an meinem Essen und der Tage und die darauffolgenden ist gelaufen. Im Restaurant einmal nicht nachgefragt und in den Falafeln war doch was drin und ich habe die Quittung.
Das Thema hatte ich vor Jahren auch mit Fisch. Eine Allergie habe ich nicht, aber sobald ich etwas Fisch gegessen habe, habe ich tagelang heftiges Sodbrennen bekommen und dazu Bauchkrämpfe. Da gab’s dann auch Diskussionen, ich würde mir das einbilden...
Im Endeffekt ist es doch eigentlich egal, was der andere isst. Zwei Freundinnen von mir sind histaminintolerant. Da wird auch diskutiert, wieso denn die Tomatensoße nicht geht und die Limo mit Sprudel...
Leben und leben lassen. Das wäre mal was.
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Ich kaufe ab und zu veganen Käse und Tempeh, wo aber nicht viel bzw. gar kein Müll drin ist.
Im Sommer ab und zu Bratwürste für den Grill.
Den Rest machen wir selbst. Ich bin kein Fan von Ersatzprodukten.
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Wird denn über Feminismus auch gesagt, dass dieser religiöse Züge hat? Wäre ja mal interessant...
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Ich habe mehrere chronische Erkrankungen.
Seit ich Veganerin bin (circa 1,5 Jahre), ist meine Endometriose ein Klacks. Davor war ich mindestens einen Tag im Monat richtig krank, sodass ich am liebsten ins Krankenhaus gegangen wäre. Es war echt die Hölle.
Mein Gewicht halte ich seitdem trotz meines Hashimotos ebenfalls - endlich. Davor waren Schwankungen bis zu 10 kg Plus drin, wenn meine Schilddrüse sich mal wieder selbst zerstört...
Ich habe nicht mehr ganz so trockene Haut im Winter. Brauche viel weniger Cremes. Ist auch ganz nett.
Als Vegetarierin hatte ich diese Auswirkungen im kleinen Maße ebenfalls.
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Ich wusste gar nicht, dass man als Veganer gemeinsam an etwas glaubt.
Ich esse nichts Tierisches, weil ich es für gesund, umweltfreundlich, menschen- und tierfreundlich halte.
Was daran religiös sein soll, frage ich mich wirklich...
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Ich finde, dass solche Analysen versuchen, aus Veganismus etwas zu machen, was er nicht ist.
Ob ich aus ethischen Gründen (als Beispiel) vegan lebe oder keinen Zucker, kein Öl und kein Gluten esse, weil ich meine, dass das alles krebserregend und sehr ungesund ist - wo ist da der Unterschied?
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Ich glaube, dass es wichtig ist, zu sich ehrlich zu sein.
Ich habe für mich schon nach kurzer Zeit mit Balou gesagt: nie wieder ein Retriever (hatte zwar einen als täglichen Gassihund, kannte sonst aber eher Terriermixe, auch von zuhause und war dann doch...desillusioniert) und nie wieder so ein außenfokussierter Hund.
Wenn Balou mal nicht mehr ist, werde ich wohl sehr lange brauchen, um darüber hinwegzukommen. Allerdings wird es auch ein befreiendes Gefühl sein.
Er schränkt uns stark ein. Das brauche ich nicht beschönigen. Ich kann unter der Woche nur weg, wenn mein Mann von der Arbeit nach Hause gekommen ist - schließlich war Balou bereits 6 Stunden alleine, als ich auch arbeiten war. Das ist aber immer erst abends, sodass ich dann auch oft nicht mehr will.
Ihn mitnehmen ist keine Option und im Auto will ich ihn auch nicht noch einmal allein lassen, außerdem passt das Wetter dafür häufig nicht.
Wenn ich ihn zu meinen Eltern ab und zu mitnehme und schönes Wetter ist, können wir nicht zusammen eine Runde gehen. Selbst wenn die Runde komplett frei von anderen Spaziergängern wäre, wäre er so im Universum mit seinem Hirn, dass es für uns die reinste Hölle wäre.
Das schränkt ein. Sehr.
Unser Leben ist um ihn herumgesponnen. Das ist ok. Aber ich hoffe sehr, dass es uns der nächste Hund leichter machen wird.
Und wenn Balou nicht durch die Kastration ruhiger und entspannter geworden wäre, hätte ich ihm gewünscht, dass er einen frühen und schmerzlosen Tod sterben wird. Es ging ihm echt nicht gut, es war kein Alltag möglich. Aber das hat sich ja zum Glück erledigt :)
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Zuhause:
Erst Höllenhund. Nach einer Weile hat Balou sich auf seinem Platz beruhigt und darf schnüffeln gehen. Niemand darf ihn anfassen. Manchmal präsentiert er dann seine Spielsachen. Zergeln darf aber auch niemand mit ihm.
Wieso? Er ist extrem unsicher im Kontakt mit Menschen. Wenn er berührt wird, bellt er danach draußen wieder wie im Junghundealter jeden an und meidet auf weite Entfernungen. Beim Zergeln würde er zwar mitmachen, wäre aber ebenfalls extrem im Konflikt - dazu ist er sehr trampelig und ich möchte nicht, dass unsere Gäste mit Veilchen und ausgeschlagenen Zähnen gehen.
Unterwegs ignoriert er, wenn er angeleint ist, alle Menschen. Manche findet er gruselig oder aber der Weg ist eng (Feldweg beispielsweise), da ist er angespannt und brauch Bestätigung von mir, dass ihm niemand was tut.
Im Freilauf stellt er leider Menschen, vermutlich aus Unsicherheit, weil wir hier sehr ruhig leben und selten jemanden treffen. Deswegen ist die Leine dran.
Wird Balou angeschnalzt oder angesprochen, ignoriert er das oder braucht meine Hilfe. Er würde fiddeln oder bellen, wenn ich nicht helfe, aber ehrlich gesagt wurden wir seit Jahren nicht mehr angesprochen. Das liegt vermutlich daran, dass ich alle Menschen ignoriere und erst grüße, wenn wir auf einer Höhe sind. So fällt es Balou leichter...
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Bei uns wachsen dann alle Produkte eingeschweißt im Kühlregal. Auch Fleisch. Das landet nicht ohne Müll an der Fleischtheke.
Und nein, es sind nicht nur Ersatzprodukte vegan. In meinem heutigen Einkauf war Folgendes verpackt: Tortilla Chips, tiefgefrorene Heidelbeeren. Alles andere an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Mehlen usw. war lose oder selten in Papier und Glas.
Wusste nicht, dass nur Veganer so etwas essen.