Beiträge von Juliaundbalou

    Ich habe mich vorher ebenfalls sehr ausgewogen und gesund ernährt, da hat sich nicht viel geändert.

    Es kommt vermutlicher eher auf die Art der Beschwerden an. Bei Endometriose und auch Autoimmunerkrankungen beispielsweise gibt es Untersuchungen, was zu einer Linderung der Symptome beitragen kann.

    Bei dem einen ist es vegane Ernährung, beim anderen zuckerfrei, beim anderen glutenfrei oder laktosefrei. Ich mache das alles kombiniert, außer dass ich Zucker esse - nur sehr bewusst und extrem reduziert. Das würde ich nicht als Placebo abtun. Ich hatte ja auch mal erzählt, dass ich letztes Jahr zwei Monate lang Eier gegessen habe, weil mein Arzt die Vermutung hatte, mein kribbelnder Arm könnte eventuell darauf hindeuten, ich solle lieber vegetarisch leben - und er ist überhaupt nicht anti vegan. Also habe ich es versucht und sehr gehofft, es würde helfen! Das Kribbeln blieb unverändert, dafür wurden meine Endometriosebeschwerden unerträglich. Und die zurückkehrenden schmerzen waren auf keinen Fall psychosomatisch. Für mich wäre es nämlich wirklich in Ordnung gewesen, wenn ich nur zu 95% vegan gelebt hätte und halt meine paar Eier pro Woche gegessen hätte.

    Wegen der Kopfschmerzen und der Schmerzen einmal im Monat lohnt es sich eventuell, mal für 8 Wochen strikt vegan auszuprobieren.

    Ich habe das ja schon öfter hier erzählt: als Vegetarierin würde das bei mir etwas besser, aber echt kaum merklich.

    Als Veganerin war ich nach einem Monat schon total baff und nach zwei Monaten wurden die Schmerzen nochmal weniger. Mittlerweile bin ich fast schmerzfrei. Das ist leider nicht bei jedem so, aber einen Versuch ist es vielleicht wert?

    Meine Endometriose wird auf jeden Fall extrem von tierischen Produkten getriggert. Würde total gerne interessehalber mal in mich reinschauen lassen, was die so treibt :-D

    Kopfschmerzen können übrigens auch noch mit anderen Sachen zusammenhängen:

    Schläfst du am Wochenende besonders viel?

    Isst du am Wochenende vermehrt Süßigkeiten oder Kuchen etc./trinkst Alkohol usw?

    Da könntest du mal überlegen, ob irgendetwas anders ist als unter der Woche. Ich kriege Kopfschmerzen, wenn ich zu lange schlafe.

    Ich dachte immer, das wäre normal :-D

    Balou ist auch beispielsweise an der kurzen Leine richtig grantig zu anderen Hunden. An der Flexi ist er deutlich netter.

    Vermutlich weil er an der kurzen Leine alles und jeden ignorieren soll und leinenführig sein muss :-D

    Im Freilauf ist er irgendwie überfordert. Als bräuchte er mich als Scherheitsanker am Ende der Flexi...

    Nein, das klingt nur nach großer Unsicherheit. Die kurze Leine nimmt ihm jede Möglichkeit, sich in seiner Geschwindigkeit und seiner Distanz zu nähern. Und wenn man nicht weg kann, geht man nach vorn. Ganz ohne Leine hat er nicht gelernt, sich sicher zu unterhalten - also siehst du da die Überforderung auf andere Art und Weise. Die Flexi verbindet das bisschen Halt von Leine und die Möglichkeit bzw das Wissen um die Möglichkeit, mehr Raum zu haben.

    Balou ist wahnsinnig unsicher, klar. War er leider schon immer. Er ist mit Hunden nie einfach, ohne Eingreifen würde er jeden über den Haufen rennen und rumstänkern. Ist aber alles kein Ding, weil er außer vielleicht einmal im Jahr mit einem Tutnixhörtnix keinen Kontakt zu unbekannten Hunden hat und wir da unseren Weg gefunden haben, wie es mit bekannten Hunden gut klappt.

    Beim zweiten Teil hätte ich vielleicht einen Absatz machen sollen. Das bezog sich nicht auf Hundebegegnungen, sondern auf sein Verhalten allgemein im Freilauf oder an der Flexi. Er kommt total runter, wenn er an der Flexi läuft und ist total reizoffen, wenn er freiläuft. Manchmal glaube ich, dass er einfach nicht für Freilauf gemacht ist. Da nimmt er sich keine Zeit zum Schnüffeln und wartet regelrecht darauf, einen Menschen oder Hund am Horizont zu erblicken...

    Das im Kommando vorbeilaufen ist bei uns kein Thema mehr. Aber der Ablauf davor:

    Balou sieht einen Menschen oder Hund - spannt sich sofort an und rennt los, um diesen zu stellen :dead:

    Wir leben hier recht abgeschieden und sehen/treffen selten Lebewesen, in 98% der Fälle ließ er sich im Lauf trotzdem abpfeifen. Da er aber letztes Jahr im Sommer einmal nicht reagiert hat und fast einen plötzlich auftauchenden Radfahrer vom Rad geholt hat, hat er seitdem Leinenknast...

    An der Flexi klappt das so toll! Er sieht einen Menschen oder Hund - spannt sich an und dreht sich zu mir um, um sich eine Leckerei zu holen und anschließend weichen wir aus oder gehen vorbei. Der ist aber auch nicht blöd und weiß auch ganz genau, dass er angeleint ist:ugly:

    Das ist noch so ein Restding, das ich zur Hibbelei zähle, genauso wie die extreme Aufregung in anderer Umgebung. Da kriege ich immer erstaunte und mitleidige Blicke, weil er ansonsten echt ein Traum ist.

    Du musst nicht erklären, woher die Eier kommen, die du isst WeisseSchwalbe - aber schön, dass du so eine gute Bezugsquelle hast =)

    Bei uns ist es im Moment so langweilig, was das Essen angeht. Ich kaufe ja saisonal und regional ein und gönne uns nur selten mal ein paar Bananen oder mal eine Avocado aus Spanien. Tja und irgendwie sind wir schon so lange beim Wintergemüse, dass ich den Frühling kaum erwarten kann!

    Habe sogar letztlich TK-Paprika gekauft, weil ich mal wieder Chili machen wollte - und dieses Mal nicht mit Rote Beete und Möhren :-D

    Nicht mehr lange, dann startet die Beerensaison!:applaus:

    Mal abgesehen von unseren Fehlern, als Balous Jagdtrieb erwachte und er ab und mal für wenige Minuten weg war, ist er einmal abhanden gekommen.

    Balou war ein sehr unsicherer, aber auch sehr selbstständiger Welpe. Er hatte keinen Folgetrieb und zuckelte für sich durchs Leben.

    Als er gerade mal ein paar Tage bei uns gelebt hat, kam mein Mann nachts zu mir ans Bett: Balou ist weg. Ich war mit ihm zum pinkeln draußen und jetzt ist er weg.

    Ich bin rausgerannt und habe gerufen, keine Reaktion, kein Welpe. Es war Ende Dezember und sehr kalt, Balou war acht Wochen alt, der Vorgarten ist an sich eingezäunt gewesen, aber an der einen Seite war nur eine stachelige Hecke. Also rannte ich die Straße auf und ab, um das Haus herum und war nur am heulen. Balou war 45 Minuten weg. Dann kam er, dreckig, stinkend und irgendwas ekliges hat er auch noch gefressen. Mir ist noch nie so ein Stein vom Herzen gefallen.

    Was wir geändert haben? Balou war nun immer angeleint, außer wir waren für uns spazieren und konnten üben.

    Leider zieht sich das bis heute. Balou kann so gut wie nie freilaufen. Sobald ein Reiz da ist (irgendein Lebewesen, manchmal auch Autos in großer Distanz), ist er weg. Von Wild ist er abrufbar, von allem anderen nicht zu 100% und 99% reichen mir nicht.

    Ansonsten kann er uns nicht verloren gehen. Ich weiß immer, wo er ist, der Garten ist eingezäunt, im Zweifelsfall ist immer eine Leine dran. Wenn er mal betreut werden muss, geht er nur in den eingezäunten Garten zum Pinkeln. Da gehe ich keine Risiken ein (liegt aber nur teilweise an der Angst, er könnte abhauen. Eher habe ich Angst, dass er Unfug treibt und sich oder andere verletzt).

    Tja, das ist immer ein Abwägen.

    Ich habe meinen Balou geholt, als ich mein Studium abgebrochen habe und auf meine Ausbildung gewartet habe (habe nur ein bisschen gejobbt in der Zeit). Plan war, dass er dann mit 10 Monaten 5-6 Stunden alleine bleibt und dann eine Sitterin ihn für 2-3 Stunden holt.

    Realität: er hat das Alleinebleiben verlernt und die Wohnung auseinander genommen, bei der Sitterin war er dauergestresst (was nicht unbedingt an ihr lag), Familie etc. ebenfalls keine Option. Das war die Hölle!

    Nach der Ausbildung habe ich ewig nach einem Teilzeitjob gesucht. Mein Mann hat einen typischen 9-17 Job (in Realität abends eher sehr viel länger), sodass er da nicht viel Zeit der Hundebetreuung abdecken kann. Die richtig spannenden Jobs gab es nicht in Teilzeit, da habe ich schon sehr zurück gesteckt.

    Als ich den Job verlor, habe ich wieder ein halbes Jahr lang nach einem Teilzeit-Job gesucht. Da arbeite ich nun seit 1,5 Jahren und es ist immer noch nicht so easy. Hund mitnehmen und Home Office gibt es theoretisch - ich habe aber eine Allergikerin im Büro und Home Office wird nicht gerne regelmäßig gesehen. Pech für mich, also arbeite ich nur 30 h/Woche

    Man plant alles um den Hund herum. Nach der Arbeit noch einen Kaffee trinken gehen oder eine längere Mittagspause machen? Geht nicht! Man muss ja nach Hause zum Hund. Ist der Hund dann nicht kompatibel für solche Aktionen, kann man auch nach der Arbeit erst was richtig unternehmen, wenn der Partner wieder zuhause ist.

    Wenn dir das alles bewusst ist, mach es (sobald Corona Geschichte ist).

    Ich bereue es nicht, Balou in meinem Leben zu haben. Aber ich habe auf vieles verzichtet und tue es auch immer noch.