Wir schauen uns auch die gruseligen Sachen zusammen an und ich lobe die mutige (und ruhige) Annäherung.
Mache ich noch heute so mit meinem unsicheren Sechsjährigen, wenn er dann plötzlich wieder etwas gruselig findet.
Wir schauen uns auch die gruseligen Sachen zusammen an und ich lobe die mutige (und ruhige) Annäherung.
Mache ich noch heute so mit meinem unsicheren Sechsjährigen, wenn er dann plötzlich wieder etwas gruselig findet.
Meine Hunde sollen sich zurückhalten. Beide werden am Anfang auf den Platz, in eine Ecke geschickt und müssen da runter fahren.
Danach darf Balou mal schnuppern gehen (der mag keine Menschen außer uns) und Nell darf auch Hallo sagen und die darf auch angefasst werden. Besuch anlecken dürfen beide nicht, nicht anspringen, nicht rumnerven - egal mit welcher Intention.
Ich belohne jedes Abwenden und Ruhigsein und fordere das auch ein.
Nell ist auch acht Monate alt und wir gehen immer eine kürzere und eine größere Runde.
Das können 20 und 45 Minuten sein. Zweimal 30 Minuten. Oder auch 1 Stunde und nochmal 30 Minuten.
Wenn wir einen Ausflug machen (selten), kann der auch 1,5 h dauern, dann passiert an dem Tag aber gar nix anderes mehr.
Man muss halt immer schauen, wie viel der jeweilige Hund so braucht und abkann. Balou läuft die Runden mit und bekommt keine separaten Spaziergänge mehr, das schaffe ich aktuell einfach nicht. Mir ist es wichtig, dass die Hunde nach Möglichkeit zu einem großen Anteil freilaufen und wenig Kommandos ausführen müssen.
Ich habe einige Äpfel eingelagert im Keller. Und Apfelmus gekocht.
Aber Distanzlosigkeit ist ja auch Erziehungssache.
Ich habe auch immer gesagt: Hier zieht nie wieder ein Retriever ein.
Na ja, hat nicht so gut geklappt ![]()
Balou ist mit Hunden auch sehr distanzlos gewesen, das hat sich mit dem Alter aber gelegt. Er ist auch überhaupt nicht Everybody‘s Darling.
Nell lässt sich erstaunlich gut umlenken, wenn wir Hunde sehen. Sie hat sehr großes Interesse, ist aber irgendwie besser führbar als Balou damals.
Bei Menschen ist sie freundlich neutral, nimmt aber nicht unbedingt selbst Kontakt auf.
Ich glaube, dass man da ganz viel selbst in der Hand hat, inwiefern sich diese Distanzlosigkeit bzw. Überforderung zeigt. Ich leite an und bestätige jedes Abwenden und Runterfahren und habe dadurch zwei recht desinteressierte Retriever.
Einfach geduldig sein.
Stubenreinheit dauert ein paar Wochen.
Mit Balou allein:
Als er jünger war, wollten ihn ALLE anfassen. Und mir einreden, dass ich mich über den Tisch habe ziehen lassen, das sei ein Hovawart und kein Golden Retriever.
Damals wollten auch alle ihre Hunde
herlassen.
Das ist mittlerweile besser. Manchmal höre ich, dass er doch so hübsch ist oder so lieb guckt. Im Dunkeln wechseln alle die Straßenseite.
Manche Hundehalter würden ihre Hunde herlassen, aber ich drehe halt echt auf dem Absatz um und gehe weg, wenn der andere seinen Hund nicht frühzeitig rannimmt, sodass das nur eine Mutmaßung ist. Evtl. würde der andere seinen Hund ja doch 5 m vorher anleinen (die Hoffnung stirbt zuletzt).
Mit Nell allein sehen die Leute, dass wir üben und lassen ihre Hunde nicht her. Sie ist noch sehr fixiert, wenn ein anderer Hund auftaucht.
Menschen ignorieren sie eigentlich.
Mit beiden:
Manche weichen aus oder kehren um ![]()
Anscheinend wirken zwei Golden sehr einschüchternd, die reißenden Bestien.
Aber wie gesagt: da ich immer ausweiche und umdrehe usw. kann ich gar nicht genau sagen, wie die anderen sich verhalten würden, wenn ich nur anleinen und weiter drauf zu gehen würde.
Ich würde auch eher einen ruhigen Hund dazu suchen. Dieser muss ja gar nicht älter sein, aber geerdet sein.
Es ist schon schöner, wenn die Hunde gut harmonieren.
Hier gibt es das genauso.
Wenn wir rausgehen wollen, egal ob zum Spaziergang oder in den Garten, ist Balou sehr aufgeregt. Wenn ich nach Hause komme, macht er ebenfalls ein Riesentheater. Gehe ich in die Küche, laufen beide meistens hinterher.
Nell steht bei alldem einfach ruhig in der Gegend rum, der Unterschied ist total krass.
Ich mache es so, dass ich Hinterherlaufen zumindest durch Schließen von Türen unterbinde. Gehen wir in den Garten, müssen beide auf mein Ok warten, um in den Garten zu laufen. Die Erregung bleibt hoch, aber an sich dürfen beide ja auch zu 99% mit raus. Wenn nicht, mache ich halt einfach die Terrassentür zu, Ende.
Gehen wir raus, hat Balou gelernt, sich abzulegen und seine Erregung runterzufahren, bis wir wirklich losgehen. Das war harte Arbeit vor Jahren. Ich habe jede meiner Bewegungen sofort eingefroren, sobald er sich hochspulen wollte und erst weiter gemacht, wenn er entspannt saß oder lag. Das habe ich ganz leise und ruhig verbal bestätigt.
Wir helfen uns eher über Rituale, die ihm Sicherheit geben:
Sich ablegen, während ich mich anziehe usw. bis ich ihn anleine.
Aus der Haustür raus muss er sitzen, während ich die Tür abschließe. Vorm Auto muss er warten, bis er einsteigen darf. Aus dem Auto raus muss er auf meine Freigabe warten usw usw.