Beiträge von Juliaundbalou

    Ich finde auch, dass die Hunde sich schon in vielen Bereichen anpassen müssen und wenn man die Zeit hat, sollten Hunde mit so unterschiedlichen Bedürfnissen vielleicht einmal am Tag getrennte Runden bekommen. Und die andere dann vielleicht an der Leine, sodass beide sich auf einem mittleren Tempo angleichen.

    Balou möchte gerne trödelnd schnüffelnd Strecke machen, ist dabei aber relativ zügig. Mit dem kann man ein bis zwei Stunden gehen und dann ist er happy, wenn es in seinem Tempo gewesen ist. Für‘s Süßaussehen ein paar Leckerlis, bisschen Wild anzeigen. Bloß nicht viele Kommandos oder viel Warterei. Im Garten in der Sonne liegen und Bienen beobachten, ein bisschen die Nachbarn melden. Alle paar Tage mal mit den Dummys los und er ist der zufriedenste Hund auf der Welt.

    Nell wäre mit spielenspielenspielen und 20 Minuten Freilauf happy. Am besten dürfte sie noch Mäuse jagen und ganz viel durch Pfützen laufen. Mit ihr kann ich zu einer Wiese gehen und sie beschäftigt sich.

    Die zwei passen da nicht wirklich zusammen. Leider kann ich nicht getrennt gehen, zumindest aktuell nicht und das wird die nächste Zeit auch erst mal nicht besser. Die ersten zwei Monate mit zwei Hunden bin ich viel getrennt gegangen und das war super. Lieber mit jedem etwas kürzer, aber dafür kann er alles in seinem Tempo erledigen.

    Also steckt oft einer zurück. Balou muss langsam machen und ist dann z.B. häufiger mal angeleint, damit ich nicht ständig irgendwas zu ihm sagen muss.

    Nell stresst das Streckemachen und sie fängt dann an, Stöcker zu fressen und Unrat zu suchen, Balou als Blitzableiter zu missbrauchen und wird immer schneller und hektischer. Also kriegt sie genauso Leinenauszeit und im Endeffekt gehen wir oft mit einem an der Flexi und einem an der kurzen Leine, obwohl beide theoretisch freilaufen dürften.

    Wenn Balou Dummytraining macht, kommt Nell mit und geht danach vielleicht nochmal ne halbe Stunde allein spazieren. Oder sie darf während des Trainings Leckerlis suchen.

    Wenn ich aktuell die Zeit und Kraft und körperliche Verfassung hätte, würde ich wieder täglich eine kleine Runde gemeinsam gehen, wo ich nicht viel von den Hunden erwarte und mit jedem eine mittlere bis große Runde separat.

    Wenn Balou mit Nell mehr spielen würde, wäre es wohl halb so wild. Aber so driften die Interessen sehr stark auseinander und ich hoffe, dass Nell mit dem Älterwerden auch gerne spazieren geht und nicht nur spielen möchte.

    Sehe ich auch so. Weiterüben.

    Mir ist heute Nell abgezischt. Quer übers Feld zwei Minipupsvögeln hinterher, die ich null gesehen habe und mein Mann quatschte mich gerade voll, sodass ich ihr Anzeigen vermutlich nicht gesehen habe.

    Sie kam dann auf Pfiff, aber toll fand ich es trotzdem nicht, weil ich ungern aus dem Hetzen abpfeife. Da hat Balou damals nämlich die tolle Verhaltenskette gebildet: Wild sehen - Wild hetzen - gepfiffen werden und Superbelohnung kassieren und hat dann ständig so getan, als wäre da was und hat in Wirklichkeit Geister gejagt, um gepfiffen zu werden.

    Bin nachmittags mit ihr dann an der Flexi allein (also ohne Balou) spazieren gewesen und konnte ein bisschen Krähensichtung trainieren. Gerade beim Jagdtrieb geht es ja um Gewöhnung, Einstudieren von Alternativverhalten. Da hilft nur üben. Rückruf allein finde ich da nicht wirklich sinnvoll.

    Wo geht ihr denn spazieren? Freilauf oder Leine? Hat sie Hundekontakt?

    3x45 Minuten sind übrigens viel zu viel in dem Alter... Versuch es mal mit 2x30 Minuten...

    Gerade beim Golden könnte es, wenn du so körperlich wirst, auch schon zu viel gewesen sein, sodass er ins Fiddeln kommt.

    Dann sieht es so aus, als hätte er deine Ansage nicht begriffen und versucht es noch wilder und beißt noch mehr.

    Erst recht, falls dein Timing nicht 1A ist.

    Wie ist denn euer Tagesablauf mit dem Hund so? Also wann passiert was, wie lange usw?

    Nebula Wie schön, mal wieder was von dir zu lesen :winken:

    Das Problem mit den Kommandos habe ich hier auch. Balou fühlt sich IMMER angesprochen. Wüsste auch nicht, wie man das noch spezieller üben kann...

    Habe auch schon das versucht zu üben, indem bspw. beide Hunde rumstehen und ich z.B. nur Balou rufe. Checken beide nicht :ka:

    Einzelrunden finde ich bei so unterschiedlichen Bedürfnissen zumindest ab und an aber auch schön. Meine zwei passen auch nur teilweise zusammen und genießen es sehr, wenn sie vielleicht zweimal pro Woche getrennt gehen.

    Ansonsten teile ich den Freilauf tatsächlich auch manchmal auf und einer bleibt angeleint.

    Ich finde, er Tagesablauf klingt gar nicht so übel. Wobei ich vom Gefühl her die kleine Runde mit Kind und Hund einfach streichen würde und sie nur zum Pipimachen rauslassen würde.

    Was mir bei den anderen Ausführungen auffällt:

    Du musst wahnsinnig viel reagieren. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, den Wohn-Essbereich durch ein Türgitter vom Rest des Hauses abzutrennen?

    Dann läuft sie auch nicht hinterher, wenn ihr hoch geht usw. Ich habe hier auch eine Hündin, die mir hinterherläuft und immer da liegen will, wo ich bin. Ich habe öfter mal ein mobiles Türgitter in der Wohnzimmertür, wenn ich viel durch‘s Haus turne und sie bleibt dann auch auf dem Sofa liegen, wenn ich nach oben gehe usw. Vielleicht wär das ja auch was für euch, um noch etwas mehr Ruhe reinzukriegen?

    Der Nevis hat 300gr. zugelegt. :applaus:


    Wahrscheinlich ist das alles ins Längenwachstum gegangen. Bei den Ohren, den Beinen, oder sonst wo. :denker:

    Er hat jetzt 62cm und 25.3kg

    Selbst innerhalb einer Rasse ist das so krass unterschiedlich. Als Balou krankheitsbedingt in einem ähnlichen Alter wie Nevis 25 kg hatte, war er nur Haut und Knochen und wenn er nass war, sah man durch das ganze Fell die Rippen.

    Ich habe als Zweithund auch eine damals sechs Monate alte Hündin übernommen. Sie hat bei der ersten Familie das Gegenteil zu meinem Leben gehabt:

    Familie mit drei Kindern, mitten in Bremen, wenig Freilauf, Kontakt zu jedem Lebewesen war ok, die freut sich ja so.

    Als Zwischenstation war sie für ein paar Wochen wieder bei der Züchterin, die total ländlich wohnt und drei andere Hunde hat.

    Sie ist wunderbar erziehbar, dass sie nicht zu Menschen und Hunden rennt, die Ruhe hier tut ihr gut und sie steckt neue Situationen toll weg. Sie hat sich sehr schnell daran gewöhnt, dass sie hier meinen Ersthund im Haus in Ruhe zu lassen hat, obwohl sie vorher andere Erfahrungen gemacht hat.

    Ich fand sie als Junghund auch ehrlich gesagt viel leichter zu übernehmen und erziehen als einen Welpen. Sie konnte halt schon alleine bleiben, war stubenrein, konnte an der Leine laufen und kannte die üblichen Hausregeln.

    Vielleicht ist ein Colliemädel ja doch mal was für mich, wenn die so handlich gebaut sind :herzen1:

    Nell ist ein echter Brecher:

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    Sie hat circa 55 cm und wiegt irgendwas um die 27/28 kg:ka:Habe sie schon etwas länger nicht gewogen, sind ja mit ihr nie beim Tierarzt.

    Für 12 Monate finde ich das ganz schön ordentlich. Muss mal, wenn ich wieder fit bin und besser fotografieren kann, ein paar Standbilder von ihr machen.

    Balou hat 60 cm und 30 kg. Mit 12 Monaten hatte er auch um die 27 kg und sein Höchstgewicht waren mal 33 kg, unkastriert und irrsinnig bemuskelt. Seit der Kastration hat er meist im Winter 30 kg und im Sommer 31 kg.