Beiträge von KasuarFriday

    Sie kennt die Leine nicht ( woher auch ) und sieht natürlich den Sinn darin nicht und fühlt sich in ihrem Verhalten dadurch eingeschränkt. Bisher habe ich das komplett akzeptiert. Das heißt, wenn ich sie an die Leine genommen habe und sie weg möchte, hab ich die Leine verlängert und im Zweifel los gelassen.

    Disclaimer: Ich habe keine Erfahrung mit ängstlichen Hunden, ich klugscheiße bloß!

    Du könntest sie aber auch erstmal "trocken" mit der Leine vertraut machen - ohne dass irgendwas passiert.

    Was ich meine: Je nachdem, wie ihr sie später führen wollt, Tessi ihr Halsband oder Geschirr anziehen und mit ihr wie gehabt in den Garten gehen. Nach der Gartenzeit wieder wie immer mit ihr reingehen, aber ihr das Halsband/Geschirr nicht ausziehen.

    Wenn sie zur Ruhe gekommen ist und z. B. auf dem Sofa oder so liegt (an einem Ort, an dem ihr auch mal mit ihr interagiert, nicht ihr Rückzugsort, an dem sie komplett in Ruhe gelassen wird, falls ihr das habt), Leine an Halsband und Geschirr befestigen. Nix machen, bloß die Leine dran sein lassen. Irgendwann wieder abmachen. Dann kennt sie bald/irgendwann das Prinzip Leine und verbindet Leine mit Entspannung, nicht bloß mit Einschränkung.

    Ich würde dann später in geigneter Situation auch erstmal in Ruhe drinnen einüben, dass man sich an der Leine bewegen kann, ohne dass viel passiert.

    Ihr habt ja den Luxus, dass ihr draußen erstmal keine Leine braucht. Dann könnt ihr die Leine in Babysteps aufbauen.

    Eine Bekannte von mir hatte einen panischen Hund, der gar nicht rauskonnte und an dem angsthunderfahrene Menschen schon verzweifelt waren. Sie hat der Hündin (nachdem sie überhaupt die Nähe eines Menschen ertragen konnte etc.) das Geschirr schöngefüttert und sich über längere Zeit bis zum Rausgehen vorgearbeitet. Irgendwann sah ich sie mit zwei Hunden auf der Straße. Ich konnte zuerst gar nicht glauben, dass Nummer 2 der Panikhund war. Sie fand zwar angeguckt werden und größere Nähe anderer Menschen doof, aber hätte ich nichts über sie gewusst, hätte ich nichts bemerkt. Das geht also auch.

    Und Phonhaus danke für deinen bewegenden Bericht. Ich war irgendwie sehr lange nicht im df und kenne zwar deine netten, klugen Beiträge, aber die Geschichte von Lilly kannte ich noch nicht.

    Zum Thema Rasse, weil ich das ja aufgebracht hatte: natürlich ist für die Liebe zum Hund egal, welche Rasse er hat.

    Aber das Thema Rasse auf dem Schirm zu haben, kann helfen, bestimmte Verhaltensweisen langfristig besser einzuordnen.

    Und es kann helfen, später gezielter zu trainieren, zum Beispiel weil man evtl. anhand der Kenntnis der Rasseeigenschaften besser versteht, was dem Hund wichtig ist und das nutzen kann.

    Beispiel: Elvis wird oft für einen Beaglemix gehalten, ist aber ein Vorstehhund. Sein Vorstehen konnte ich bei Mr. Jagdsau dann gezielt verlängern, vor allem weil es bei diesen Hunde selbstbelohnend ist.

    Bei Mixem mit Border Collies macht es vermutlich Sinn, sich für Stereotypien und ihr "Auge" zu sensibilisieren (und immer mal bei anderen BC-Halter*innen wie flying-paws reinzulesen).

    Bei einem Mix mit HSH kann es helfen, z. B. zu verstehen, warum der Hund möglicherweise nicht so für Gassigehen brennt, aber so gerne im Garten liegt und die Welt im Blick behält.

    Hunderassen und ihre Eigenschaften sind einfach so unterschiedlich, dass ich es schon hilfreich finde, wenn man sie im Kopf hat, um den Anlagen des eigenen Hundes sinnvoll entgegenkommen zu können oder auch für sie schwierige Situationen besser zu händeln. Egal, ob Mix mit Border Collie, Jagdhund, HSH, Greyhound, ...

    Das schlechte Gewissen kommt nicht von außen, das ist eher mein Anspruch an mich, meine Vorstellung von Freundschaft, füreinander da zu sein und sich bei Problemen auszuhelfen.

    Ohne die weiteren Umstände und die beteiligten Personen näher zu kennen, muss ich sagen, dass das, was du schreibst, von außen ein bisschen ein Gschmäckle hat.

    Laufende (hohe?) Kredite, ein in den alltäglichen Notwendigkeiten nicht trainierter Hund (wie lange hat sie ihn denn?), der alle Nase lang verfilzt und der Anspruch (?), dass eine Freundin diesen Hund nun drei Monate übernimmt, um das Geldproblem zu lösen.

    Ich kann mir viele Konstellationen vorstellen, in denen unglückliche Umstände zu genau so einer Situation geführt haben. Ich habe aber auch erlebt, dass es Menschen gibt, die sich so durchs Leben hangeln und bei denen man sich ruhig überlegen darf, ob man ihre Probleme wirklich zu den eigenen machen will. Wie es in diesem Fall aussieht, geht uns im Forum nichts an. Aber weil ich deinen Anspruch an dich sehr ehrenhaft finde, wollte ich mein möglicherweise völlig deplatziertes Störgefühl doch ausdrücken.

    Freundin hat auch einen Hund, der am liebsten mitkommen sollte, für die ordnungsgemäße Einhaltung aller Einreisebestimmungen ist es aber zu spät. Die einzige Unterbringungsoption für den Hund in den Augen der Freundin bin ich. Hund war auch schon mehrfach bei mir, allerdings natürlich nie so lange.


    Problem: ich mag Hundi nicht wirklich. :ops: Es ist ein knapp dreijähriger Maltipoo, der gefühlt nichts kann außer ein paar wenig nützlichen Tricks. Ordentlich an der Leine laufen, zuhause Mensch und Hund in Ruhe lassen, gebürstet werden, Stubenreinheit, das sind so die nervigsten vier Dinge, die nicht funktionieren.

    Für mich wäre die fehlende Stubenreinheit ein Dealbreaker.

    Wie viel Zeit würde benötigt für die ordnungsgemäße Einreise? Wenn es sich um ein, zwei Wochen handelt, würde ich das eventuell mitmachen, den Hund so lange zu betreuen, bis die Freundin ihn nachholen kann.

    Alternativ für beide Szenarios - ob für ein paar Wochen oder Monate – würde ich wohl eher eine Hundepension empfehlen.

    Ich weiß, dass ein Hund viel Auslastung braucht, körperlich wie geistig. Aber gibt es auch mal Zeiten am Tag, in denen sich der Hund selber beschäftigen kann oder in seinem Körbchen ruht? Sodass ich nebenher Haushalt machen oder arbeiten (Home Office) kann? Ich habe so ein bisschen Angst, dass mich der Hund völlig einnimmt :dizzy_face:

    Hunde sind da ganz praktisch, die brauchen ja um die 16+ Stunden Schlaf/Ruhe am Tag. Heißt bei uns, Elvis pennt nachts durch und tagsüber immer, wenn ich was anderes mache. Ich arbeite im Home Office, da schläft er unter dem Schreibtisch und abends dann beim Netflixen auf der Couch oder in seinem Hundebett.

    Ich gestehe aber, dass ich ihn als Ausrede benutze - ich kann leider keinen Haushalt machen, Kontaktliegen mit meinem Hund ist mir gerade wichtiger, schadeschade :)

    Am Wochenende bleibe ich gerne länger auf. Passt sich der Hund mir an? Angenommen es ist 2 Uhr nachts und der Hund schläft bereits auf der Couch seit 2 Stunden weil er das von der Arbeitswoche so gewohnt ist. Soll ich ihn dann wecken, um nochmal kurz rauszugehen, bevor ich ins Bett gehe?

    Das kommt einfach auf den Hund an, hast du sicher schon an den andern Antworten gemerkt. Elvis kann total gut und lange einhalten. Er fängt abends ab 20, 21 Uhr an, richtig tief zu schlafen. Da scheuche ich ihn nicht mehr hoch, wir gehen morgens wieder raus, für ihn passt das. Wenn er aber von selbst abends aufsteht und rauswill, gehen wir natürlich.

    Zur "Zeitverschiebung": Bei uns ist die Antwort jein. Das Rausgehen abends ist kein Thema, denn siehe oben. Das etwas spätere Aufstehen auch nicht, Elvis schläft meistens so lange wie ich, bekommt sein Frühstück und geht dann noch ein Stündchen schlafen.

    Aaaaaaber: den Rest des Tages hält er trotzdem an seinen üblichen Gassizeiten fest. Beispiel heute: Wir haben heute morgen länger geschlafen und waren dann auch länger und mit mehr Ruhe unterwegs. Zwei Stunden nachem wir zu Hause waren, war die übliche Zeit für sein 2. Gassi. Ich konnte ihn zwar noch eine halbe Stunden vertrösten, aber dann sind wir auch raus.

    Will sagen: Einerseits passt zumindest Elvis sich an, in anderen Dingen hält er aber an seinem Tagesablauf fest. Wie das genau bei euch aussehen wird, wirst du rausfinden. Aber das Leben mit Hund ist definitiv menschenkompatibel :)

    Ja weil ich irgendwie schon öfter gehört oder gelesen habe dass zu viel Freiheiten den Hunden nicht gut tun würde.

    Das ist natürlich Definitionssache, was "zu viel" ist (und dann auch wieder hundeabhängig usw.). Ich denke, das wäre dann eher sowas wie du klipst Leine ab, dann macht dein Hund ohne weiteren EInfluss von dir komplett sein Ding und zwei Stunden später bekommst du ihn mit etwas Glück sogar wieder mit nach Hause.

    So wie du es schreibst ist euer Freilauf ja ein Dialog, ein Miteinander. Die Freiheit dazu verdient dein Hund sich ja redlich durch seine Ansprechbarkeit und sein erwünschtes Verhalten.

    Beide Extreme des Statements oben - zu viele und zu wenige Freiheiten - tun Hunden sicherlich nicht gut.

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    Wir können das Thema Bachblüten auch gerne in einen anderen Thread auslagern.

    Denn jetzt doch noch mal.

    Wozu sollte deine Meinung da jetzt genau so wichtig sein? Könntest du bitte nicht eine Meinung als bewiesene Tatsache schreiben?

    Es ist wichtig, zwischen Meinung und Tatsachen zu unterscheiden.

    Dass bewiesen wurde, dass Bachblüten nicht über den Placeboeffekt hinaus wirken, ist eine Tatsache.

    Dazu kann man dann eine Meinung haben.

    Zum Beispiel, dass das Quatsch ist mit diesen ganzen Studien, dass das wichtig zu wissen ist, ... whatever.

    Warum also etwas sofort als "unplausibel" schlecht reden, wenn jemand anderes damit gute Erfahrungen gemacht hat. Warum es nicht einfach stehen lassen als das, was es ist: eine persönliche Erfahrung.

    Falls das auf mich bezogen war, bitte noch einmal nachlesen. Ich habe nicht bestritten, dass es gute Erfahrungen mit Bachblüten & Co. gibt und ich habe auch nichts schlecht geredet. "Unplausibel" ist laut Studien nur, dass Bachblüten über den Placeboeffekt hinaus wirksam ist. Das ist ja nichts per se Schlechtes.

    Die Information über Wirksamkeit oder Nichtwirksamkeit ist m. E. (-> Meinung!) jedoch relevant, damit jeder für sich entscheiden kann, wann und wie man sie einsetzt.

    Zum Beispiel: Ich habe Bachblüten-Recue-Tropfen durchaus in bestimmten Situationen genutzt, die ich nicht ändern konnte, die aber auch echt nicht nach Medikamenten schrieen. Zum Beispiel wenn Elvis eine OP bevorsteht. Da habe ich mehrfach Bachblüten genommen, denn der Placeboeffekt wirkt auch, wenn man um ihn weiß. Das ist, finde ich (<-Meinung), u.a. das Schöne daran.