Sie wäre dann halt 6.5 Stunden in der Box, das ist schon echt lang. Die Box ist allerdings recht groß bemessen.
Es ist ja eine Ausnahmesituation, nichts was man ständig macht. Elvis war damals auch von morgens bis abends in der Box, aber so gestresst, dass es irgendwie auch egal schien.
Wir haben ihn damals auch in Frankfurt abgeholt. Verabredet war, das wir die Box mit Hund ins Auto packen. Aber die TS-Dame hat die Hunde dann doch vor Ort mitten in der Ankunfthalle aus den Boxen geholt und die Sicherheitsgeschirre angezogen. Ich war damals so durch den Wind, dass ich gar nix sagen konnte, dachte auch, das wird dann zumindest auf der Flughafentoilette gemacht.
Anyway, weshalb ich das erzähle: wir mussten noch 5 oder 6 Stunden fahren, es war also wirklich lange. Ich glaube zu 9 Uhr ging sein Flieger in Sardinien, wir waren dann kurz nach Mitternacht zu Hause. Elvis war aber so gestresst, er konnte weder auf einem Grünstreifen am Flughafen, noch auf einer Raststätte abseits der Autobahn pullern oder mehr (ich hatte das auch schon so erwartet, das DF hatte mich gut beraten).
Für ein bisschen mehr Bewegung ist es sicher nett, den Hund aus der Box zu haben, aber wie gesagt, es ist ja eine einmalige Sache, da würde ich auf diese bewegung eher verzichten. Elvis war damals bloß total neugierig, null ängstlich oder eingeschüchtert, darum ist das alles gutgegangen. Ich persönlich würde die Box ins Auto packen und den Hund im neuen Zuhause rauslassen.
Je nach Hund kann es z. B. auch sein, dass er Treppen nicht kennt oder sich nicht traut, durch eine Tür in ein Haus zu gehen. Umschifft man dann erstmal.
Nochmal zum Pipi-Kacka-Thema: Elvis hat damals komplett eingehalten, nix ging in die Box. Erst als wir bei uns zu hause angekommen waren und der Trubel sich gelegt hat, hat er sich den ersten ruhigen Ort gesucht (das Schlafzimmer, wir waren in Flur & Wohnzimmer) und sich erleichtert. Bin dann direkt mit ihm raus und er hat dann draußen weitergemacht.
Erzähle ich, damit ihr ggf. die Chance hat, es besser zu machen, v.a. wenn ihr einen Garten habt. Hund aus der Box holen, dann recht bald in den Garten gehen und dort eine Weile bleiben. Nehmt was warmes zu Trinken für euch mit, belasst Ylvi an einer etwas längeren Leine.
Die ersten Tage hat Elvis sein Sicherheitsgeschirr einfach die ganze Zeit angehabt, dann hätten wir auch auf die Schnelle mal raus gekommen. Er war aber dann direkt stubenrein und hatte auch mit Geschirranziehen nie ein Thema.
Last not least meine ewige Empfehlung: Ich fand das Buch "Der Tierschutzhund" von Pia Gröning extrem hilfreich. Schmales, kleines Buch voller Wissen, Tipps und konkreter Hinweise. Ich wünschte, ich hätte noch mehr davon umgesetzt.
Und: Ein schönes Kennenlernen wünsche ich euch!