Beiträge von KasuarFriday

    Sorry, dazu noch mal:

    weil es oft um Pflege, Krankheit und leider auch den Tod geht. Aber ich denke, dass es vielen hilft hier in diesem Thread zu schreiben wenn es dem Hund nicht gut geht.

    Das gehört hier einfach dazu. Und neben dem geteilten Leid ist hier einfach auch wahnsinnig viel an Wissen und Erfahrung versammelt. Als Elvis vor 2 Jahren seinen BSV hatte, war das Forum eine meiner wichtigsten Infoquellen, was ich tun kann.

    Meine erste Trainerin hatte einen oder zwei (hab die Hunde leider nie live gesehen), ansonsten habe ich hier in Berlin bewusst noch keine gesehen, erst recht keinen Bobtail.

    Ich glaube, es ist hier einfach eine "vergessene" Rasse. Die Fellpflege alleine wird es denke ich nicht sein, hier tauchen gerade mehr und mehr Pudel in allen Größen auf. Und bezgl. der Ängstlichkeit - ich würde denken, viele recherchieren sowas gar nicht so genau; denke ich aber auch, weil es hier so wahnsinnig viele Frenchies und Möpse gibt.

    Ich finde beides total wichtig und hatte es für mich so definiert, dass dieser Thread ein Ort des Austausches über das Leben mit alten und sehr alten Hunden ist.

    Dazu gehört unbedingt das Teilen von Sorgen und der schwierigen Moment. Ich brauche das auch.

    Dennoch fand ich die Anregung gut und möchte sie gerne auch umsetzen, hier auch mehr von positiven Momenten festzuhalten. Mir hat es zum Beispiel gestern Abend sehr gut getan, nach dem schönen Gassi hier kurz schreiben zu können. Genauso wie es mir in Zukunft gut tun wird, Schwieriges zu teilen und damit eben nicht alleine zu sein.

    Ich habe selbst kein Kind. Aber alle jungen Eltern, die ich bisher miterlebt habe, waren in den ersten Monaten mit Baby enorm gefordert, überfordert und unterschlafen.

    Ich würde einen neuen Hund eher aufnehmen, wenn sich das Leben mit Kond eingegroovt hat.

    Ich verstehe deine Trauer, auch um die nicht erlebte Zeit mit Hund in der Schwangerschaft. Aber dein beziehungsweise euer Leben, wird sich in drei Monaten kräftig ändern. In einer Situation, in der das derartig absehbar ist, würde ich mit einem eigenen Hund warten, bis ihr für ihn absehbar und längerfristig Kapazitäten habt.

    Vielleicht kannst du die Spaziergänge mit einem Hund aber mit einem Tier von Freunden oder Bekannten realisieren.

    Ich sag immer, der Wagen ist wie ein Rollstuhl oder Rollator bei menschlichen Senioren.

    Empfinde ich auch so und viele Menschen mit Rolli oder Rollator auch. (So viele nette Gespräche!)

    Für mich ist ein schöner Nebeneffekt von Senior-Elvis, dass ich mich älteren Menschen und Menschen, die gerade nicht so gut gehen können, viel verbundener fühle als vorher. Zumindest ein paar der Herausforderungen, mit denen sie leben, kenne ich jetzt auch und kann dadurch besser Rücksicht nehmen.

    KasuarFriday : oh ja, diese Hundewagen sind wirklich Gold wert. Ich freue mich mit euch!

    Die sind wirklich Gold wert.

    Ich hatte unseren direkt nach d´seinem BSV angeschafft, vor gut 2 Jahren. Angefangen zu trainieren, aber die Nutzung war in der alten Wohnung unpraktikabel und mir war der Wagen auch peinlich.

    Als es diesen Sommer heiß wurde, brauchten wir den Wagen aber, denn die Gassis wurden imme rkürzer und Elvis' Ausruhpasuen immer länger und er natürlich auch immer unglücklicher mit den kurzen Runden, die natürlich wenig abwechslungsreich waren.

    Wagen fix zuende trainiert (ich hatte total Glück, dass ich gerade viel Ruhetraining gemacht hatte, das war die ideale Voraussetzung) und – Gamechanger. Wir waren wochenlang echt ekstatisch. Plötzlich gehört die Welt wieder uns. Auch im Wagen hat Elvis die Nase immer im Wind und man kann richtig sehen, wie der Kopf die ganze Zeit Input bekommt. Auf unbekannten Wegen ist er viel aktiver und läuft auch wieder mehr. Und mir selbst hatten die langen Strecken auch gefehlt.

    Peinlich war mir der Wagen dann auch nicht mehr. Und was mich verwundert, aber sehr freut: es gab auch noch keine einzige blöde Bemerkung von Passanten. Im Gegenteil, Elvis wird bei jedem Gassi mit wirklich vielen freundlichen Blicken und nettem Lächeln von Passanten bestrichen. (Er sieht aber auch echt niedlich und eben sehr zufrieden aus in seinem Wagen.)

    Ich bin dankbar, daß es inzwischen all diese Möglichkeiten gibt, seinem alten, kranken oder schwachen Hund das Leben zu erleichtern.

    Total! Theoretisch hätte ich mir dann einen Bollerwagen umbauen müssen, aber mach das erstmal.

    Plus unser Wagen jetzt ist echt luxuriös, mit Regenverdeck, verstellbarem Griff und großen Reifen. Und für Elvis ist es so wichtig, unterwegs zu sein, auch wenn er nicht alles laufen kann.

    ... weiterhin gute Besserung für Toffi!

    Also die Klassiker für stressigen Situationen oder Zeiten, die ich kenne sind Zylkene und Adaptil. Die wirken wohl nicht bei allen Hund, bei Elvis aber m. E. schon.

    Zylkene ist ein NEM, Adaptil ein Pheromon, haben wir meistens als Spray oder auch mal als Verdampfer. Ich nutze beide Mittel gerne in turbulenten Zeiten, z. B. auf Reisen, zu Silvester, kurz vor und dann nach OPs.

    Wenn dein Hund ein so spezfisches Problem hat, macht es aber sicherlich zusätzlich Sinn, zu schauen, was ihn an der Kundensituation so stresst und wie man diese Situationen dann für ihn entstessen kann (Ok, darauf bist du vermutlich auch schon gekommen).

    Meine Mama meinte 20 Euro Steppmantel von Kik tuts auch 🙈

    Wenn nicht mehr möglich ist, klar. Aber gute Jacken machen wirklich einen Unterschied. Wer nicht länger draußen unterwegs ist, merkt das vielleicht einfach nicht so und dann ist vielleicht auch nicht so nachvollziehbar, dass man die Ausgabe dann auch ok findet.

    Fiel mir letztens wieder auf, als ich ohne Hund unterwegs war: Gassibedingt habe ich inzwischen voll die Jacken-/Mantelkollektion. Ohne Hund brauche ich eigentlich nur einen Mantel und einen Regenschirm; da ist dann egal, ob eine Jacke eine tolle Wassersäule hat oder warm genug ist, ich bin ja eh gleich wieder im Bus, in der Bahn, im Geschäft, im Büro ...

    Ich mach weiter mit positiv. Wir hatten eben ein schönes Abendgassi. Hier ist es nasskalt, Schnee-Regen krisselt die ganze Zeit durch die Luft, die Straßen sind nass, wenige Menschen unterwegs. Eigentlich wollte ich auch möglichst schnell zurück.

    Aber dann sind wir einfach einen anderen Weg gegangen, den wir sonst nur tagsüber gehen und auch schon einige Zeit nicht enlang waren. Da Elvis nicht mehr viel am Stück laufen kann, ist der Hundewagen immer dabei, darin sitzt Elvis auch trocken. Und es hat plötzlich einfach Spaß gemacht, unterwegs zu sein, irgendwie waren wir in den letzten Wochen abends doch immer die gleiche Strecke unterwegs, heute also mal nicht.

    Elvis war kräftig am Schnüffeln und markieren und ich mich am Freuen. Zwischendurch Pause für ihn im Wagen und wir sind einen Umweg gegangen, damit wir durch einige seiner Lieblingsstraßen kamen. Ein gutes Stündchen waren wir so unterwegs und jetzt schnarcht hier ein zufriedener, kleiner alter Herr im warmen Infrarotlicht während meine Jacke und sein Mantel langsam trocknen.