Hallo,
ich kenne dieses Verhalten von Newton auch. Ich glaube nicht, dass es in diesem Fall daran liegt, dass der Rückruf nicht gut genug beherrscht wird. Ich glaube, es liegt einfach daran, dass in dem Moment in dem du Henry rufst, schon das Hirn komplett aus ist und er dich gar nicht mehr wahrnimmt. Und dann kann er eben auch nicht auf den Rückruf hören. Du bist komplett ausgeblendet. Interessant ist nur noch der andere Hund.
Da ich ja mit Newton das gleiche Problem habe, berichte ich dir mal kurz von meinen Strategien.
Vielleicht erstmal die ohne Schleppleine: Wenn ein anderer Hund in Sicht kommt, rufe ich Newton ab solange er noch ansprechbar und nicht fixiert ist. Ich habe da recht schnell herausgefunden, bis zu welcher Distanz er noch ansprechbar ist. Wenn er nicht zu dem Hund hin soll, behalte ich ihn dann bei mir. Ansonsten gebe ich ihn wieder frei und lasse ihn dann auch in Ruhe bis die Hundebegegnung stattgefunden hat. Diese Strategie löst natürlich nicht das Problem der Unansprechbarkeit. Dafür gibt es Strategie 2.
Natürlich möchte ich, dass Newton über kurz oder lang ansprechbar bleibt, auch wenn da ein anderer Hund in Sicht kommt. Ich mache das im Moment so, dass ich ihm die Schleppleine dran mache und wenn ich merke, er ist fixiert, drehe ich einfach 180 Grad und gehe in die andere Richtung. Kurz bevor die Leine auf Spannung kommt, rufe ich seinen Namen. Durch den Ruck wird er dann aufmerksam und sieht, dass ich in die andere Richtung laufe. Sobald er sich in Bewegung setzt um nachzulaufen, sage ich seinen Rückruf. Wenn er angekommen ist, wird natürlich belohnt.
Bisher klappt das bei mir ganz gut und hat auch schon in sofern Wirkung gezeigt, dass die Distanz bei der er noch ansprechbar ist, immer kleiner wird.
Lg,
Rafaela