Beiträge von RafiLe1985

    Naja, bei nem Retriever wundert mich es nicht, wenn man alles, was die anschleppen lobend ihnen abnimmt, denn die Anlage haben sie ja sowieso in sich und wenn man später was in die Richtung machen will (oder auch nur Hilfe beim Einkäufe ins Haus tragen :D ) kann man das ja einfangen als Verhalten.

    Ja, Retriever machen das von selbst und dann nimmt man das eben so beiläufig mit. Aber in der Welpengruppe damals war keiner der Welpen groß daran interessiert. Der einzige Retriever (Golden) der dabei war, hatte den Spaß daran bereits verloren. Weil es wurde erst aufgehört, wenn es mindestens einmal perfekt geklappt hat. Bei 9 Wochen alten Welpen... Habe der Dame dann auch gesagt, dass das nicht meins ist und ich mich anderweitig umsehen werde...

    ich bin ehrlich, ich finde das jetzt nicht besonders aktiv. Ok mag sein, dass ich da ne falsche Vorstellung habe, besonders aktiv finde ich es zb, wenn meine Hündin ne Stunde am Rad mitläuft (zusätzlich zu normalen Spaziergängen) oder wenn wir 2 h ausreiten gehen. Das sind für mich dann aktive Tage, an denen es meist auch etwas mehr Futter gibt.

    20 Minuten rumblödeln, toben, raufen, Ballspielen passiert hier mal eben so nebenbei. Sei es beim Training oder einfach nur so, weils Spaß macht. Ich finde das für nen jungen Hund ein völliges normales Pensum an Bewegung. :ka:

    Und nur weil ihn etwas müde macht, heißt das ja noch lange nicht, dass ihn das körperlich gefordert hat (darum gehts ja, wenn Kalorien verbrannt werden sollen). Ich habe zb grade 20 Minuten mit meiner Hündin Obi trainiert. Hauptsächlich Ablage, korrekte Winkel und Wendungen (auf der Stelle, keine große Strecke im Fuß), Apportel sauber halten, stehen und betasten. Und die ist jetzt richtig ko und pennt. Klar, das war geistig anstrengend. Aber viele Kalorien hat sie dabei nicht verbrannt und körperlich besonders aktiv war sie auch nicht.

    Also ich finde mehr als 2h Bewegung täglich mehr als angemessen für einen Hund einer großen Rasse, der noch nicht ausgewachsen ist. Zudem wird von allen Seiten inklusive LCD und DRC gewarnt, die Hunde in der Wachstumsphase körperlich zu überfordern.
    Es gab da schon mal eine Diskussion in einem anderen Thread, daher möchte ich sie hier nicht nochmals anstoßen. Ich finde aber viele Hunde werden überfordert. Ich habe letztens einen Mann mit einem neun Monate alten "Nervenbündel" (ich kann es nicht anders nennen) getroffen. Jeden Tag drei Stunden und mehr Gassi, dreimal die Woche Dummy-Training, zweimal die Woche Hundeschule, dazu noch ausgedehnte Wanderungen an WE. Der Hund war ein Häufchen Elend... Dazu war er schon kastriert, da er "verhaltensauffällig" geworden war. Kein Wunder, bei dem Programm...

    Es kommt aber auch sehr drauf an, wo man wohnt... Ich zahle 84€ Steuer. In Freiburg sind es über 100€... Dir Hundeschule kostet 15€/Stunde und das ist günstig. Anderswo zahlt man 20€ und aufwärts... Klar kommt es auch auf die Größe des Hundes an. Und klar, man kann auch für 6€/Woche das Aldi-Futter füttern und auf Hundeschule und Haftpflicht verzichten. Aber die Frage ist, ob man dann nicht doch lieber noch ein paar Jahre wartet mit dem Traum vom Hund.

    Okay, für mich ist Alltag wirklich Alltag. Also Abläufe kennen lernen, die Geräusche etc. Ich habe mich schon gewundert ;)

    Ach so. Ok. Ne, also zur Alltagstauglichkeit gehören für mich neben einem funktionierenden Rückruf auch noch ein funktionierendes Abbruchsignal sowie ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz, Impulskontrolle, Orientierung am Halter und Leinenführigkeit. Stubenreinheit zähle ich auch zu Alltag. Was ich meinte ist, dass ein Hund im ersten Jahr jetzt nicht allen möglichen Käse wie Pfote geben und so unnötiges Zeug lernen muss.

    Bevor Newton da war, habe ich mir mehrere Welpenschulen angesehen, und in einer wurde doch tatsächlich schon das Apportieren des Futterbeutels geübt. Mit 9 Wochen alten Welpen... Unfassbar für mich...

    Und du leinst deinen Hund dann das erste Jahr nicht ab, weil er keinen Rückruf lernt :???: ?

    Wo habe ich das geschrieben? Newton läuft seit er 9 Wochen alt ist 80% ohne Leine. Rückruf gehört für mich zum Alltag... Ein alltagstauglicher Hund beherrscht meiner Auffassung nach den Rückruf...

    Edit: Wobei ich mich jetzt gerade frage, wieso man bei einem 10 Woche alten Welpen schon einen Rückruf trainieren sollte. Die laufen einem doch eh überall hinterher.

    @Rafile, findest du das in der Schule echt sehr aktiv? Wie genau spielt er denn mit Kollegen und Schülern? Den Rest (Klassenzimmer wechseln, Treppen steigen) würde ich bei meiner Hündin zb eher als normales Alltagsgeschehen einordnen. Also nur weil sie mir im Haus hinter her dippelt finde ich sie noch nicht sehr aktiv.

    Ja, also ich finde schon, dass er da sehr aktiv ist. Zumindest reichen die Pausen, dass er während den Unterrichtsstunden total ko in der Ecke liegt. Meist läuft es so, dass ich mit ihm auf den Sportplatz gehe, wo meist schon einige Schüler auf ihn warten. Dann wird getobt, gerannt, gerauft, was die Schüler ihm halt so anbieten. Da wir das Doppelstunden-System haben, haben wir zwei große Pausen, also zweimal 20 Minuten. Dann geht es ins Klassenzimmer, wo er erstmal alle Schüler begrüßt und sich dann erstmal Schlafen legt, weil er ko ist. Wobei die Begrüßung im Klassenzimmer jetzt im Gegensatz zu draußen eher ruhig abläuft. Das Mobiliar dankt es uns.

    Manchmal dürfen während der Stunde Schüler, die gut gearbeitet haben mit ihm kurz rausgehen, bis die anderen fertig sind. Dann hat er da auch nochmal Bewegung.

    Was man auch nicht unterschätzen darf: Die vielen Reize, die es in der Schule gibt und die auch erstmal verarbeitet werden müssen. Als Welpe war er zum Beispiel von einer Doppelstunde in der Schule schon total erschlagen. Heute ist er natürlich dran gewöhnt, aber ich denke trotzdem, dass es da jeden Tag noch genug Neues zum Verarbeiten gibt.

    Hallo,

    mir käme ein kastrierter Rüde nur ins Haus, wenn es absolut nicht anders ginge. Viele Rüden, die so früh kastriert wurden, sind das Mobbing-Opfer schlechthin für andere Hunde. Ich unterbinde es bei Newton sehr energisch, wenn er meint, er müsse kastrierte Rüden bedrängen.

    Sein bester Kumpel ist ein Frühkastrat und es ist einfach nur mega nervig wenn man bei jedem Spaziergang gefühlt 10 intakte Rüden von ihm runterholen muss, weil sich deren Besitzer nicht drum scheren.

    Freiwillig würde ich nie einen Rüden kastrieren lassen. Wenn es irgendwann mal nicht anders geht, aus medizinischen Gründen, dann sei es so.

    Aber es gibt da sicher für euch brauchbarere Meinungen. ;) Für mich käme schon ein Hund aus dem Tierschutz nie in Frage. Daher würde ich vor dieser Frage nie stehen.

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    mit Welpen und Junghunden bis zum ersten Lebensjahr übt man meiner Meinung nach genau sechs Dinge: Ruhe, Ruhe, Ruhe, Alltag, Alltag, Alltag. Das war's. Wenn er nebenbei noch Sitz und Platz lernt, meinentwegen, aber das war's.

    Den Clicker kannste erstmal wegpacken und in einem Jahr wieder rausholen.

    Zeig deinem Kleinen das Leben und erfreu dich an ihm. Such dir eine GUTE Welpenschule zur Unterstützung und das war's.

    Grüße,
    Rafaela

    Wann wird denn geröngt? Sorry, kenne mich da nicht so aus, da Jackys ja so gut wie gar nicht betroffen sind.

    Im Juni wird geröngt. Wobei ich mir überlege, den Termin nochmal nach hinten zu schieben. Das sind nur noch zwei Monate und er ist noch weit entfernt von ausgewachsen.
    Kleine Rassen sind eher nicht von HD und ED betroffen. Daher ist Radfahren mit Jackys sicher kein Problem.

    Aber nicht bei ED ... Ich würde auch warten bis der Hund geröngt ist. Man kann bis dahin so viel machen ... Positionswechsel, Haltetrainining mit 1 kg Dummies, Bergauf schicken, rückwärts Treppen hoch usw. Parallel das Futter überdenken und die Energiezufuhr auf das Arbeitspensum anpassen.

    Rückwärts Treppen hoch ist interessant. Wie bringe ich ihm das bei. Finde schwimmen eigentlich auch ideal bisher. Newton rudert da immer ganz schön und schläft danach seelig. Und es schont die Gelenke. :)