Beiträge von RafiLe1985

    Mal davon abgesehen, dass es um einen Flug geht und nicht um eine Zugreise - das, was du sagst, hat irgendeinen Haken. Die DB definiert klar auf ihrer Webseite, dass ein Hund nur zahlen muss, wenn er außerhalb der Box transportiert wird. Und nur dann braucht er auch einen Maulkorb. Selbst wenn der Schaffner da irgendetwas behauptet hätte.. was ich so nicht glauben kann.. dann bittet man ihn eben die Beförderungsbedingungen kurz nachzulesen. ;)
    Ich fahre übrigens um die 3x die Woche mit Hund Zug und ich habe für ihn noch nie ein Ticket kaufen müssen und er fährt so, mit Maulkorb, mit. Ich werde eher gefragt, warum er denn einen MK trägt.. kann mir aber vorstellen, dass die bei Listenhunden, oder Hunde, die nicht süß aussehen, nachfragen. Meiner hat halt den Lieb-aussehen-Bonus.

    Die Beförderungsbedingungen sind uns sehr wohl bekannt... Der Kleinhund (maximal "Katzengröße") meiner Schwester saß in einer Tragetasche. Der Zugbegleiter bemängelte, dass er nicht in einer Transportbox, die man verschließen kann, saß und verlangte, dass der Kinderfahrpreis bezahlt und der Maulkorb aufgesetzt wird. Meine Schwester sagte, sie habe keinen Maulkorb dabei und sie sähe auch nicht ein, den Kinderfahrpreis zu bezahlen. Da wollte sie der Zugbegleiter bei der nächsten Station raussetzen. Nun ja, meine Schwester hat dann völlig empört (weil sie die Strecke jedes WE fährt und das noch nie vorkam) meine Mutter angerufen und diese den Vorgesetzten des Zugbegleiters... Seltsamerweise kam er dann bei der nächsten Station nicht um sie rauszuschmeißen...

    So hört sich das natürlich netter an, als wenn man sagt, man hat dem Hund keine andere Wahl gelassen. Eine freie Entscheidung sieht für mich anders aus, deshalb das Wort "Druck".

    Eigentlich sind wir uns doch einig. :ka:

    Wenn man dem Hund in diesem Fall die freie Entscheidung lässt, wird er sich doch gegen die Treppe entscheiden. Deswegen besteht ja überhaupt das Problem. Natürlich kann man dem Hund hier keine andere Wahl lassen, als die Treppe zu laufen. Aber das hat für mich noch lange nicht mit Druck zu tun...

    Wenn du auf dem Balkon eines brennenden Hauses stehst, empfindest du das als Druck, wenn man dir ein Sprungtuch ausbreitet, in das du sicher springen kannst? Klar, hat man nicht unbedingt Lust da runter zu springen. Aber zurück geht es leider nicht... Vllt doofer Vergleich, aber ich hoffe, man versteht, was ich sagen will.

    Du stellst den Hund doch vor keine andere Wahl, als einen Schritt nach vorn zu setzen, zwingst ihn also hinunter. Wenn das kein "Druck" ist, weiß ich auch nicht..

    Druck hat für mich was mit psychischer Gewalt zu tun. Ich nutze bei diesem Vorgehen die Leine um ihm einen Impuls zum Weitergehen zu geben. Nicht mehr und nicht weniger. Oder glaubst du, der Hund wird das minutenlang stehen und sich widersetzen? Oder habe ich geschrieben, dass ich ihn da mit der Leine hochgezogen habe? Nein. Ich habe gewartet, bis er selbst durch den gegebenen Impuls den Schritt nach vorne macht.

    Auch wenn mich einige gleich steinigen wollen, hast du schonmal ein bisschen Druck auf den Hund ausgeübt?

    Darf ich fragen, was es bringen soll, Druck auszuüben? Die Hündin hat eh schon Angst vor der Treppe und dann soll ihr zusätzlich noch Druck gemacht werden? Befürchte, das würde das Problem nur verschlimmern...