Bei einem Labrador würde ich jetzt einfach mal auf Frust tippen. Kann es sein, dass er als Welpe gelernt hat, dass fremde Menschen und Hunde Spiel, Spaß und Party bedeuten? Nun, da er größer und älter ist, ist es nicht mehr ganz so süß, wenn knappe 30kg voll in Fahrt sind und nun wird er zurückgehalten bzw. es wird ihm verboten?
Ich würde dir dringend empfehlen die nächsten Monate jeglichen Kontakt zu (fremden) Menschen und Hunden strikt zu vermeiden. Und zwar ausnahmslos. Riesige Bögen laufen, wenn es nicht anders möglich ist, auch mal umkehren.
Parallel dazu würde ich den Trainer wechseln. Dominanz ist ein großes No No. Vmtl erzählt er dir auch, wie wichtig die wöchentliche Spielgruppe für das Sozialverhalten deines Hundes ist...
Bitte schaue, dass du das Problem zügig angehst. Dein Rüde ist kurz vor dem Eintritt in die Pubertät; da werden noch ganz andere Sachen auf euch zukommen.
Vergiss Sitz, Platz, Bleib. Wichtig sind Ansprechbarkeit, Frustrationstoleranz, Impulskontrolle, Akzeptieren von Regeln und Grenzen, Orientierung an dir als Halterin, evtl noch der Rückruf, wobei man ihn so ja nicht guten Gewissens von der Leine lassen kann...
Und bitte, bitte lass dir von niemandem einreden, eine Kastration würde irgendwelche Probleme lösen. Wird sie nicht.
Ich habe auch einen Labrador-Rüden und habe ähnliches durch. Es ist zu machen! Viel Erfolg und Geduld!