Beiträge von RafiLe1985

    Wirklich, wieso?Weil alle Schäfis unverträglich sein sollen? Selbst wenn, heisst das ja nicht das die einen gleich anfallen.

    Steht ein unverträglicher Hund gut im Gehorsam, merken fremde Personen gar nicht das der Hund eigentlich ein Problem hat (zumind so lange bis der andere Hund in ihn reinrasselt :pfeif: ) und so gut wie Newton erzogen ist, lässt du ihn doch nicht zu angeleinten Hunden hinlaufen, oder? :???:

    Ein Schäferhund aus meiner Nachbarschaft ist derart leinenaggressiv, dass er mir schon beim Vorbeigehen den Ärmel meiner Winterjacke zerrissen hat. Ist da wohl mit den Zähnen drin hängen geblieben... Der Mann der mit ihm läuft, wiegt vllt so viel wie der Hund...

    Das Spielchen ging immer wie folgt. Der Hund wird am Endloswürger so vorne hochgehoben, dass er mit den Vorderpfoten keinen Kontakt mehr zum Boden hat und dabei drückt ihn der Mann mit seinem ganzen Gewicht gegen den Zaun... Anders kann er ihn nicht unter Kontrolle behalten... Und selbst dann... Wie gesagt, meine Winterjacke ist hinüber...

    Und ja, da drehe ich seither um...

    Newton wird SOFORT angeleint, wenn ich irgendwo einen Schäferhund sehe. SOFORT. Obwohl er sehr gut im Gehorsam steht. Aber da gehe ich nicht das minimalste Risiko ein.

    Was mich ehrlich gesagt ein bisschen wundert: Dass die Schäferhund-Klischees im Wohnort der TE offenbar gar nicht greifen... Ganz ehrlich, wenn mir jemand mit Schäferhund (egal ob klassisch, weiß, schwarz, etc.) entgegen kommt, weiche ich entweder weiträumig aus oder trete gleich den Rückzug an...

    Man macht also eine Träger-Träger-Verpaarung. Ergebnisse können dann sein: m/N - m/m - m/m - N/N, d.h. 50% der Welpen im Wurf würden früher oder später an dieser Erbkrankheit erkranken, 25% würden sie zumindest weitervererben und nur 25% der Welpen wären gesund.

    Hab gerade gemerkt, dass ich mich vertan habe.

    m/N x m/N gibt natürlich m/m, m/N, m/N und N/N.

    Also 25% betroffene Welpen, was bei einem Wurf von 10 Welpen dann zwei bis drei Welpen wären... Unbedingt besser macht es den Umstand aber nun nicht... :-/

    Mir wäre der Eindruck, den die Elterntiere machen, und wie die Welpen aufgezogen werden, wesentlich wichtiger als Papiere.

    Es gibt so viele Erkrankungen die einen Hund treffen können, die niemand voraussehen kann, auch nicht mit irgendwelchen Tests.

    Und andersherum haben auch viele viele Halter Mischlingshunde, nicht selten sogar unbekannter Herkunft (Auslandsvermittlungen sind ja gerade sehr im Trend) die keine gesundheitlichen Probleme haben.

    Ich denke nicht, dass du das Risiko, einen kranken Hund zu kaufen, erhöhst, wenn du einen ohne Papiere nimmst.

    Wie gut kennst du dich denn mit der Zucht aus?

    Ich mache mal ein Beispiel für den Labrador, weil ich mich mit der Rasse auskenne. Nehmen wir mal an, wir haben zwei äußerlich gesunde Elterntiere. Diese können aber beide Träger einer Erbkankheit, sagen wir Hereditäre Nasale Parakeratose (HNPK), sein. Man macht also eine Träger-Träger-Verpaarung. Ergebnisse können dann sein: m/N - m/m - m/m - N/N, d.h. 50% der Welpen im Wurf würden früher oder später an dieser Erbkrankheit erkranken, 25% würden sie zumindest weitervererben und nur 25% der Welpen wären gesund. Gehen wir mal der Einfachheit halber von einem Wurf mit 10 Welpen aus, würden durchschnittlich fünf Welpen früher oder später erkranken, und nur durchschnittlich 2 bis 3 Welpen wären gesund.

    Und ich finde, da darf man sich dann schonmal fragen, ob man sowas unterstützen muss. Dass es da Menschen gibt, die es allen Ernstes wissentlich in Kauf nehmen, kranke Tiere zu "produzieren"...

    Sieh's mal so: Wieso machen diese "Hobbyzüchter" denn nicht ganz offiziell die Zuchtzulassung in einem dem VdH angeschlossenen Verein? Verpaaren sie da etwa Ausschuß, weil die Hunde keine ZZL bekommen hätten? Sind sie nur aufs Geld aus, oder wieso können/wollen sie die Kosten für die Gesundheitsuntersuchungen nicht aufbringen?

    Aus leidvoller Erfahrung mit einem Vermehrer-Hund würde ich das nie niemals empfehlen, bei einem solchen zu kaufen.

    Dass auch ein Hund aus Vereinszucht erkranken kann, keine Frage. Aber zumindest hat man da die genetische Komponente unter Kontrolle...

    Was bei Hobbyzüchtern nicht der Fall ist...

    Wenn du möchtest, mach dir doch mal den Spaß und stelle kritische Fragen und gucke, wie sie reagieren. Da wird man ganz schnell unfreundlich und legt schließlich auf...

    Ich urteile dabei nicht.

    Nein, natürlich nicht:

    Ich halte dich definitiv nicht für einen Unmenschen.

    :shocked: Soll, das jetzt ein Kompliment sein?!


    Ich weiß nicht, warum man jetzt alle möglichen und unmöglichen Dilemma-Situationen theoretisieren muss. In den meisten Fällen wird einem eh entweder die Entscheidung abgenommen. Oder man hat nicht genügend Zeit nachzudenken, weil es schnell gehen muss. Und dann handelt man halt so wie man handelt.

    Und solange man nicht in so einer Situation war, kann man meines Erachtens überhaupt nicht abschätzen, wie man handeln würde... Mal ein Beispiel weg von Hund, etc.: Ich wüsste nicht, ob ich wirklich auf ein Reh, dass auf der Straße steht, draufhalten könnte/würde... Obwohl einem das immer eingebläut wird. Aber wie man dann spontan reagiert, wird man erst wissen, wenn es geschehen ist...

    Und Kommunikation: bislang wurde JEDES "bitte nicht ran lassen" "bitte den Hund anleinen, wir üben!" knallhart ignoriert. (die anständigen Leute erkennt man ja schon aus der Ferne, die ihren Hund einfach aus Höflichkeit anleinen oder ihren Hund zu sich rufen. )

    Vielleicht hilft es dir zu wissen, dass die meisten Hundehalter das nicht aus bösem Willen machen, sondern aus Machtlosigkeit... Hört sich jetzt komisch an, kommt aber wie folgt zustande:

    Der Hund MUSS natürlich seine Freiheit genießen dürfen (woher diese Vorstellung kommt, weiß ich nicht...) und wird daher ohne Leine laufen gelassen obwohl er nur schlecht bis gar nicht gehorcht. So, nun kommt ein fremder angeleinter Hund entgegen. Man versucht ein leises "Komm!" damit es der andere nicht hört, weil das könnte ja peinlich sein, wenn der Hund dann nicht kommt. Darauf hört der Hund natürlich nicht. Also lässt man's laufen und hofft, dass sich der Halter des angeleinten Hundes dann nicht beschwert. In aller Regel hat man da Glück, denn die meisten Menschen beißen sich lieber auf die Zunge als sich zu beschweren... Auch wenn hier im Forum große Reden von wegen "deutlich die Meinung sagen" usw. geschwungen werden. (In real life habe ich das jetzt in 20 Jahren Hundehaltung vielleicht dreimal mitbekommen, dass jemand seinem Ärger richtig Luft gemacht hat...) Falls sich doch beschwert wird, werden Ausreden gefunden. "Der tut doch nix." / "Es ist doch gar nichts passiert." / "Das ist ein souveräner Rüde." / etc.

    Wie gesagt, ich reagiere da mittlerweile sehr gelassen. Vielleicht probierst du das auch mal. :dafuer:

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    Wir hatten gerade eben beim Gassi gehen wieder so eine Situation. Unsere Hunde angeleint. Auf dem Feld spielen zwei Hunde. Ein schokobrauner Labbi wie meiner und ein anderer. Der Labbi (intakter Rüde) kam dann her, und zwar mit Vollkaracho... Also Newton Leine gegeben damit er Spielraum hat. Der andere Labbi recht aufdringlich. Newton brummelt, macht deutlich, dass der Andere sich (im wahrsten Sinne des Wortes) vom Acker machen soll. Den interessiert das nur leider nicht... Bis die Besitzerin endlich da war, war Newton kurz davor, ihm die Meinung zu geigen. "Huch, welcher von beiden knurrt denn da?!" - "Meiner." - "Oh, tut der was?" - "Im Moment nicht, aber wenn ihr Hund jetzt nicht bald versteht, dass meiner in Ruhe gelassen werden will, knallt's." Plötzlich konnte sie ihn anleinen... Weil ihrem Schätzchen könnte es ja an den Kragen gehen... Und sie hat es dann sogar geschafft, dass er nicht nochmal her kommt... |)

    @Nuggets1507 Das Problem ist halt: Du wirst die anderen Hundehalter nicht ändern können... Wenn einer seinen Hund partout nicht anleinen will, wird er es nicht tun.

    Das Einzige, das du machen kannst, ist selbst Strategien zu entwickeln, wie du damit umgehen kannst. Und Aufregung, Schreien, andere Leute bepöbeln, etc. wird dich da nicht weiterbringen. Im Gegenteil. Du reibst dich auf (was sich auch auf deinen Hund übertragen/auswirken kann) und die Anderen lachen sich im schlimmsten Fall einen.

    Versuche, dich etwas zu entspannen. Wenn du mit einem Puls von 180 durch die Gegend läufst, weil da könnte ja ein freilaufender Hund kommen, merkt das dein Hund und ist selbst gestresst/angespannt, und dann knallt es eben, wenn da unvermittelt so ein bellendes Kleinteil anschießt... ;)

    Hatten wir natürlich auch schon, so eine Situation... Meine einzige Reaktion war, "Was will der denn?" (zu Newton, der verdutzt geguckt hat) und wir sind weiter.

    Ooooohhhhmmmm. ;)

    Edit: @Nebula war schneller. ;)