Was ich ein bisschen komisch finde, ist, dass dieser Gentest nicht vorgeschrieben ist... Wären die Hunde nicht getestet, hätte man es schlicht und ergreifend einfach nicht gewusst. Die Frage ist daher ob man generell alles testen muss, was man theoretisch testen kann. Nur weil es dazu einen Gentest gibt? Theoretisch kann man ja jede genetische Veranlagung, die nicht polygenetisch vererbt wird, testen lassen. Wo fängt man da an und wo hört man da auf?
Ich stand bei Newton auch vor der Entscheidung ob ich zusätzlich zu HNPK und Myopathie noch weitere Gene testen lasse. (EIC ist er frei durch Eltern.) Ich habe dann einfach geschaut, was die anderen Züchter noch so testen lassen und habe mich dann noch für Narkolepsie entschieden. SD2 (Zwergwuchs) habe ich dann aber auch weggelassen...
Allerdings ist es in diesem Fall schon etwas absurd. Die Hunde sind getestet und TROTZDEM wird eine Träger/Träger-Verpaarung gemacht. D.h. man nimmt in Kauf, dass 25% der Nachkommen affected sind...
Wenn das kein Versehen war, kann ich mir überhaupt nicht erklären, wie man sowas als vernünftiger Mensch machen kann...
Wie dem auch sei, auch ich würde aus diesem Wurf keinen Welpen nehmen. Prinzipiell nicht. Auch wenn er getestet würde und gesund wäre. In diesem Wurf gehört mMn jeder Welpe getestet und zwar auf Kosten der Züchterin, damit die zukünftigen Besitzer wissen, was auf sie zukommt!
Eine Züchterin in der Nähe hat mal versehentlich eine Träger-/Träger-Verpaarung gemacht. Das Labor hatte einen Fehler gemacht beim Testen der Mutterhündin. Sie hatten sie HNPK-N/N getestet, einer ihrer Nachkommen erkrankte jedoch. Beim erneuten Test der Mutterhündin kam dann HNPK-N/m raus... Die Züchterin hat dann allen Käufern angeboten, die Kosten für die Tests zu übernehmen sofern sie ihre Hunde testen lassen möchten. Obwohl es ja eigentlich nicht ihr Fehler war...