Schön, dass du dich nochmal zu Wort meldest, @DanDan87 Ich dachte schon, man hätte nun den nächsten Neu-User vergrault... 
aber noch nicht groß mit Haltern oder Züchtern gesprochen haben
Genau das würde ich dir auch empfehlen. Ruhig auch jetzt schon, selbst wenn ihr erst in ein bis zwei Jahren einen Hund möchtet. (Mein Zweithund zieht Ende Juli ein; mein Zweithund-Thread mit den Vorüberlegungen dazu datiert von Oktober 2015
). Vorfreude ist halt die schönste Freude.
In der "realen" Welt, abseits des DF, haben viele Leute einfach noch etwas pragmatischere Vorstellungen von Hundehaltung. Ich denke nicht, dass du da so auf Ablehnung stoßen wirst, wie hier im DF.
Ich war ja wie gesagt auch auf Züchtersuche in letzter Zeit und weil ich anfangs echt extremes Pech hatte, habe ich mit mehreren Züchtern telefoniert. Zu einem dieser Züchter meinte ich, als es um den Einzugstermin ging, dass ich halt erst ab dann und dann den Welpen aufnehmen kann, weil ich davor halt noch regelmäßig vier Stunden außer Haus müsste, zur Arbeit... Da meinte er zu mir, ob ich meinen würde, dass sie nicht arbeiten...
D.h. der Züchter hätte jetzt kein Problem gehabt, mir seinen 9-Wochen-alten Welpen anzuvertrauen obwohl ich regelmäßig mehrere Stunden außer Haus gewesen wäre... Nun ja, und hier wird es, typisch DF halt, von Einigen als ein Unding dargestellt, einen Welpen direkt vier Stunden alleine zu lassen... 
Drei Dinge wollte ich noch loswerden:
Zum Ratschlag der Tierärztin: Damit wäre ich vorsichtig. Zum Einen würdest du mit einem Labbi-Mix-Welpen vom "Hobbyzüchter" in der Regel ein ganz perfides Geschäftsmodell unterstützen. Zum Anderen kann ich dem von der Tierärztin genannten Gesundheitsaspekt so nicht zustimmen. Natürlich kann jeder Hund (und sei er noch so sorgsam gezüchtet und aufgezogen) krank werden und natürlich gibt es rassetypische Krankheiten. ABER: Je nachdem welche zwei Rassen man da verpaart, kann das echt sowohl was das Wesen als auch die Gesundheit betrifft "explosive" Mischungen geben. Wenn du einen Welpen willst, bitte nur von einem seriösen VdH-Züchter. Da wird durch eine Reihe von gesundheitlichen Untersuchungen (je nach Rasse Röntgen, Gentest, Augenbefund, etc.) sichergestellt, dass diese rassetypischen Krankheiten zumindest aus genetischer Sicht kein Thema sein werden. Oder halt einen Welpen aus dem TH. Das würde ich bei euren "Umständen" eher nicht empfehlen.
Bezüglich Fremdbetreuung dürfte es eigentlich kein Problem sein, da eine Möglichkeit zu finden. Meiner Meinung nach braucht man da auch nicht Plan B-Z. Ich habe eine Privatperson (Nachbarin), die Newton nehmen kann und wenn sie mal keine Zeit hat, habe ich noch eine professionelle Hundepension in der Hinterhand. Das muss reichen.
Bezüglich Ruhebedürfnis: Also ich finde es schon extrem anmaßend, einen Hund als krank zu bezeichnen, nur weil er tatsächlich seine 20 Stunden ruht! Wenn ich nochmal von unserem Alltag schreiben darf... Wenn ich mich mit anderen Hundehaltern vergleiche, muss ich schon sagen, dass ich sehr viel mit Newton mache. Insgesamt komme ich mit ihm in einer normalen Arbeitswoche auf eine Aktivitätszeit von um die 28 Stunden (7x2h Gassi, 2x4h Arbeitseinsatz, 5h Ausflug am Wochenende, 1h Hundesport). Macht im Schnitt 4h Aktivität pro Tag, also ca. 20 Stunden Ruhe. Und ganz ehrlich, bei dem Programm kann ich es durchaus verstehen, dass Newton auch dann echt seine Ruhe will! Andere Hunde gehen zwei Stunden Gassi pro Tag (wenn überhaupt) und scheinen mir auch nicht unglücklich zu sein!
Natürlich gibt es Hunderassen, die deutlich mehr Beschäftigung benötigen! Ich denke da zum Beispiel an einen quirligen Jack-Russel-Terrier oder auch an einen Mali, oder Border Collie. Aber deswegen habe ich halt einen Labrador aus einer Standardzucht. Man kann sich ja Gott sei Dank aussuchen, was für einen Hund man möchte, gibt ja genug Rassen.