Für den Anfang würde ich versuchen, einen festen Tagesablauf zu etablieren. Das half allen unseren Welpen, sich sehr rasch einzugewöhnen, stubenrein zu werden und von sich aus wieder Ruhe zu finden.
Futter gibt es um 6, 10, 14 und 18 Uhr. Um 21.30 Uhr gab es nochmal ein kleines Betthupferl. Unmittelbar davor und ca. 30-45 Min. danach geht es jeweils raus zum Lösen. Sonst nur nach Bedarf.
In den ersten 10 bis 14 Tagen gibt es (außer Hausregeln natürlich) kein anderes Programm. Auch keine sonstigen Gassigänge. (Es sei denn ihr habt einen Garten, aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus.)
Ab 10 Wochen gibt es dann einmal am Morgen eine kleine (!) Gassirunde, max. 10-15 Min., an der kurzen Leine und nachmittags auf eine kleine Erkundungstour in der unmittelbaren Umgebung. Da finde ich es wichtig, dass der Welpe sich frei bewegen darf, d.h. ohne Leine oder an der Schleppleine.
Ab 10 Wochen kann man auch einmal die Woche in eine gut geführte Welpengruppe gehen. An diesem Tag entfällt dann natürlich die Erkundungstour.
Und je nachdem wie euer Alltag so beschaffen ist, kann man dann allmählich auch weiträumiger erkunden. Wichtig finde ich, dass ihr alles, was zu eurem normalen Alltag gehört bei Zeiten einfließen lasst. Wenn ihr später z. B. täglich ÖPNV fahren müsst, würde ich das spätestens ab der 12. Woche anfangen.
Alles Andere, das nicht zu eurem Alltag gehört, hat meines Erachtens Zeit oder kann auch weggelassen werden. Warum Welpen zum Beispiel in Tierparks oder samstags in die überfüllte Innenstadt geschleppt werden, ist mir ein Rätsel. Wie oft kommt das im Leben des später erwachsenen Hundes vor? Und wenn es dann mal vorkommt, hat der Hund hoffentlich genug Vertrauen in den Halter gefasst, dass er das „einfach so“ mitmacht.
Was ihr an Kommandos anfangs trainieren könnt, ist der Rückruf und Sitz. Alles andere hat Zeit. (Wenn der Welpe was Verbotenes macht, muss man halt entsprechend deutlich werden. Dann versteht er das. Ohne, dass „Nein!“ explizit trainiert wird.)