Beiträge von RafiLe1985

    Das Futter:

    Gefüttert wird das, was vertragen wird. :) Bei Barf kenne ich mich leider nicht aus, würde es mir daher auch nicht zutrauen, einen Welpen zu barfen. Ich empfehle ein gutes Welpenfutter im mittleren Preissegment. Da kann man eigentlich kaum was falsch machen, mMn. Hauptsache, wie gesagt, es wird vertragen.

    Der Transport:

    Ich würde dringend (!!!) empfehlen, den Welpen auch bei der ersten Fahrt gut zu sichern. Brustgeschirr und Anschnallgurt im Auto. Für die Pinkelpause auch eine Leine.

    Weiterhin würde ich einpacken: Zewa, Geruchsvernichter, waschbare Molton-Tücher, eine Decke und Müllsäcke.

    Zu Hause:

    Ich bin auf jeden Fall dafür, den Welpen zunächst auf sehr begrenztem Raum zu halten. Das kann man natürlich durch einen Laufstall erreichen. Eine Box braucht es da meines Erachtens nicht. Wenn ihr so die Möglichkeit habt, den Welpen anfangs nur in einem Raum der Wohnung zu halten, braucht es ggf. auch nicht einmal den Laufstall.

    Aber komplett alleine ist dort ein Welpe auch nicht wie es aber im neuen Zuhause i.d.R. der Fall ist wenn kein Zweithund vorhanden ist. ;)

    Klar. Zumeist ist ja die Mutter da und die Geschwister. Dennoch geht es um die menschliche Aufmerksamkeit/Zuwendung. Und da sind es die Welpen in der Regel schon lange gewöhnt, dass eben nicht immer ein Mensch verfügbar ist.

    Ich halte es für ganz wichtig, dass ein Welpe lernt, dass ICH es bestimme, wann was geschieht.

    Vielleicht haben das Einige von euch schonmal beobachtet: Auch Welpen, die Zuhause Probleme haben, alleine zu sein, haben mit dem alleine bleiben im Auto überhaupt kein Problem. Warum? Weil es da einfach nicht anders geht, als dass der Mensch bestimmt, wann er auf den Welpen zu geht. (Man kann ja nicht mal eben auf dem Seitenstreifen der A5 anhalten um nach dem Welpen in der Box zu sehen!)

    Auch zuhause sollte man das so handhaben: Begrenzter Raum. Wenn der Zwerg winselt, geht es ausschließlich auf "Toilette". Während diesem Toilettengang geschieht NICHTS Anderes. Kein Spiel, nichts. Dann kommt er wieder zurück ins "Kinderzimmer" (das selbstverständlich in dem Raum steht, in dem ich mich am meisten aufhalte!). Bei allen anderen Aktivitäten (Gabe von Futter, Gassigänge, Kuschelphasen (sofern der Welpe das möchte), etc.) ist es genauso. ICH gehe auf den Welpen zu. Nicht anders herum.

    Wenn der Hund DAS verstanden hat, wird man im Alltag keinerlei Probleme mit ihm haben.

    Edit: Später, wenn er dem Kinderzimmer entwachsen ist, darf man natürlich auch auf Kontaktaufnahme seitens des Hundes eingehen. Genauso wenig muss man ihn wegstoßen, wenn er von sich aus Kontakt aufnehmen möchte. Aber dennoch sollte jederzeit klar sein, dass grundsätzlich ICH bestimme.

    das wenn kleine Welpen die zu jung sind auf das alleine sein trainiert werden, das diese "TODESÄNGSTE" bekommen

    Das wäre mir neu!

    Kein Züchter ist 24/7 bei den Welpen. Die Welpen sind es also in der Regel schon von "Zuhause" gewöhnt, dass nicht immer ein Mensch verfügbar ist.

    Wenn der Welpe dann im neuen Zuhause ankommt, versauen es sich die Besitzer oft leider selbst, was dazu führt, dass der Welpe plötzlich nicht mehr ohne menschliche Aufmerksamkeit/Zuwendung sein kann.

    Ich handhabe es so, dass ich dem Welpen von Anfang an nur sehr begrenzten Raum in meiner Wohnung zur Verfügung stelle. Das ist sein Reich. Da hält er sich auf. Hier sieht das so aus:

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    (Der Welpe ist noch nicht da. Habe es nur schonmal aufgestellt, damit sich mein Ersthund daran gewöhnt.)

    So lernt der Welpe von Anfang an, dass ICH bestimme, wann was passiert. Das Einzige, das geschieht, wenn er anfängt zu winseln, ist, dass ich ihn runter auf die Wiese zum Lösen trage. Das verstehen die Zwerge relativ schnell. Klar, anfangs läufst du halt 10-20 Mal am Tag runter auf die Wiese, aber bald wird er sich wirklich nur noch dann melden, wenn er muss. Weil er weiß, es geschieht da eh nichts anderes.

    Explizit haben wir alleine bleiben nie trainiert. Bei Keinem unserer Welpen. Alle können/konnten ohne Probleme alleine bleiben.

    Arbeitest du mit dem Hund denn konkret was? Also in Richtung Hundesport? Meiner Erfahrung nach trägt es sehr zur Alltagstauglichkeit bei, wenn mit dem Hund gezielt und sinnvoll gearbeitet wird.

    Ich habe hier auch einen Kandidaten sitzen, der gerne die Gültigkeit der (eigentlich seit Langem etablierten) Grenzen und Regeln "überprüft". Er erkennt auch sehr schnell, mit wem man was "machen" kann und merkt sich sehr gut, was wo erlaubt ist! Wenn jemand nicht weiß, wie er zu händeln ist, wird es ganz ganz zäh mit ihm. Und ja, das ist ein Labrador. Der zudem sogar eine Ausbildung durchlaufen hat und regelmäßig dienstlich eingesetzt wird.

    Dein Rüde ist jetzt gerade einmal ein halbes Jahr bei dir. Vielleicht fehlt es dir auch einfach noch an Möglichkeiten und Ideen wie du dich im verständlich machen kannst. Sprich, du musst einfach noch rausfinden, was bei ihm "zieht" und was nicht.

    Die allerwenigsten Hunde sind aus bösem Willen "ungezogen". Hunde sind halt egoistische Nutznießer. Das ist vollkommen normal und von der Natur so gewollt.

    Ich würde jetzt mal durchatmen, nicht alles so eng sehen und gelegentlich mal versuchen kreativ zu sein. Ein Trainer wäre in der Tat aber auch nicht schlecht. Der kann euch sicher einige Kniffe zeigen, die bei ihm auch funktionieren. Gerade wenn er extrem verfressen ist... Das ist definitiv eine Eigenschaft, auf deren Basis man super trainieren kann!

    Die Staffel, der ich mich anschließen werde, trainiert zweimal wöchentlich. Insgesamt ca. 8h/Woche. Einen ganzen Abend und einen ganzen Vormittag.

    Mittwochs auf dem Platz. Da macht jeder Hund zwei Durchgänge Trümmer und zwei Durchgänge Fläche. Zusätzlich eventuell Obedience.

    Samstags geht‘s ins Gelände.

    Dazu kommen weitere Veranstaltungen, die auch mal das ganze WE dauern.

    Ich weiß. Hab selbst hier einen früher als Jagdhund geführten Labrador aus absoluter SL hier sitzen. ;) Er ist allerdings nicht das beste Beispiel dafür. Aber jagdlich geführt wurde er und das auch erfolgreich, also er hat da keinen Mist verzapft oder so. Und eine Labratonne ist er auch nicht. =)
    Mit Familienhund meine ich auch nicht, dass der Hund nichts anderes macht als eben mitzulaufen und zweimal am Tag spazieren zu gehen. Für mich gehört es dazu, mit meinem Hund mehr zu machen als Gassi zu gehen. Trotzdem finde ich, dass es dahingehend einfach einen Unterschied zu SL und AL gibt.

    Ach so meintest du das. Ja, da hast du recht. Der Unterschied zwischen AL und SL ist eklatant! Eine AL kann man eigentlich nur nehmen, wenn man umfangreich und ernsthaft Sport betreiben will. Dummy, Rettungshunde-Arbeit, etc.

    @Trace Auch ein Labrador aus der SL eignet sich hier meiner Meinung nach nicht. Ein Labrador, egal ob aus Standardzucht oder FT-Zucht, ist genauso ein Arbeitshund wie ein Toller.

    Standardzuchten kann man ohne Probleme jagdlich ausbilden und führen! Die Anlagen sind da. Bei der Standardzucht gibt es zudem die Ausprägungen jagdliche Leistungszucht und spezielle jagdliche Leistungszucht. Ich denke, das sagt alles.

    Ich habe hier einen Labrador, der sehr gechillt ist. Er hat einen Job. Im Urlaub merke ich ganz deutlich, wie ihm der Job fehlt. Wenn ich da anderweitig nichts mit ihm arbeite, dreht er nach spätesents drei Wochen Urlaub frei. Und das ist eine „normale“ Standardzucht.

    Klar, er ist halt keine fettgefütterte Labratonne. Aber will man das? Kann man das weiterempfehlen? Also ich nicht.

    Begleithunde wie gesagt: FCI-Gruppe 9