Beiträge von RafiLe1985

    Ich seh nicht was immer weitere Vorwürfe in Bezug auf einen von der Fragestellerin bereits eingeräumten Fehler bringen sollen.

    Sie hat doch gefragt, wie es zu dem Verhalten ihres Hundes kommen kann, oder nicht? Das habe ich versucht in meinem Beitrag zu erklären.


    "Nette" Pensionen hast du da


    Ich merk was für ein sechser im Lotto unsere ist.
    Aber ich hab auch lange gesucht und nicht die erstbeste Möglichkeit genommen.

    Das Problem ist halt, dass man oft gar nicht so genau hinter die Kulissen gucken kann. Zumindest nicht, wenn man angemeldet kommt... Ich bin immer unangemeldet dorthin gefahren und habe mir vor Ort erstmal ein Bild von außen gemacht und auch mal durch die Fenster geschaut, etc.

    Und einmal, das war wie gesagt die Krönung. Da waren zehn Hunde allein in einer kleinen Küche, vollkommen sich selbst überlassen. Ich wurde dann auch recht unfreundlich angesprochen, weil ich beim Blick durch's Fenster "erwischt" wurde. Ich sagte dann, dass ich mir gerne die Pension mal ansehen möchte. Antwort: Das ginge jetzt nicht, weil die Leiterin gerade nicht da ist. Ich solle bitte mit Termin wiederkommen... Sie geht also chillig einkaufen während sie die Hunde, für die sie am Tag 25€ pro Nase bekommt, einfach mal in die Küche sperrt...

    Einige Pensionen kenne ich auch deswegen weil die mit ihren Rudeln die bevorzugten Gassistrecken belagern. Da drehe ich mittlerweile direkt um, wenn ich die Autos da stehen sehe...

    Von daher ist es auch kein Vorwurf. Es ist halt schwer was Adäquates zu finden. Und dann sollte man sich halt zehnmal überlegen, ob man einen Welpen dahin gibt. Ein erwachsener Hund verkraftet so eine schlechte Erfahrung vielleicht eher mal.

    Erst gestern schrieb ich irgendwo, dass ein Welpe nicht in die HuTa gehört. Hier sieht man warum...

    In einer Hundetagesstätte/einem Hundehotel/einer Hundepension werden immer mehrere Hunde gleichzeitig betreut. Rein rechtlich ist es einer Person soweit ich weiß erlaubt bis zu zehn Hunde zu betreuen.

    Solange das zehn unkomplizierte, verträgliche erwachsene Hunde sind und der Betreuer seinen Job einigermaßen ernst nimmt, dürfte das kein Problem sein. Aber da reicht ein Hund um den ganzen Laden aufzumischen und dann gerät alles ganz schnell aus den Fugen....

    Nun braucht ein Welpe sehr sehr viel Ruhe (bis zu 22 Stunden!) und neigt sehr schnell zum Überdrehen... Jetzt stelle man sich vor, er darf mal eine Stunde spielen und toben wie er will. Da ist er voll drüber und mischt dann eben das ganze Rudel auf.

    Und die allermeisten Pensionen, etc. führen die Hunde halt im Rudel und wenn man mit dem Zwerg dann nicht klar kommt, wird er halt isoliert, weil man sich anders nicht zu helfen weiß...

    Als Newton erwachsen war, habe ich mir mehrere Pensionen angesehen, die Rudelhaltung praktizieren. Eine Katastrophe nach der anderen. Hunde, die vollkommen unbeaufsichtigt in einer kleinen Küche sich selbst überlassen wurden; Hunde, die einfach in kleine Boxen gesperrt wurden, weil sie "mal eine Auszeit brauchen"; Spazieren gegangen wird in Großrudeln von 10 Hunden, denen erlaubt wird, andere Hunde zu mobben, etc. pp.

    Ich habe mich schließlich als Plan C für eine Pension mit Doppelhaltung im Zwinger entschieden wo die Hunde kontrolliert und beaufsichtigt mehrmals am Tag in Zweier-Pärchen auf dem großen Außengelände eine begrenzte Zeit toben dürfen. Newton war bisher immer frohen Mutes wenn er von dort zurückkam.

    Unser Plan B ist eine Nachbarin, die keinen eigenen Hund mehr hat und tageweise Hunde privat in Betreuung nimmt gegen eine kleine Aufwandsentschädigung. Aber auch ihr würde ich keinen Welpen zumuten und schon gar nicht meinen erwachsenen Hund PLUS meinen Welpen. Hunter wird deswegen das erste Mal im Februar da einen 24h-Probetag machen. Da ist er neun Monate alt. Und wenn es nicht klappt, aus welchen Gründen auch immer, wird halt für die New-York-Reise im März erstmal Plan C bemüht. Der klappt auf jeden Fall.

    Kennen wir auch zur Genüge das Problem. Hatte gerade heute eine solche Situation. Newton und Hunter freilaufend, plötzlich höre ich von hinten Abrollgeräusche. Hab mich dem Radfahrer einfach kackendreist in den Weg gestellt.

    In der Geschwindigkeit in der er ankam (ohne zu klingeln!) hätte ich nie beide Hunde einsammeln können, schon gar nicht den Welpen. Und wenn er mich überfährt, ist halt er Schuld und muss blechen... Wenn er meine Hunde überfährt, muss ich (bzw. meine Versicherung) blechen.

    Habe das nun schon mehrfach gemacht, wenn Not am Mann war. Wurde immer beschimpft aber zumindest wurde dann keiner verletzt, weil für mich dann doch eher gebremst wird als für meine Hunde...

    Was macht der Welpe, das du in diesen Zustand verfällst ?

    Das frage ich mich auch. Habe in deinem Posting keine Anhaltspunkte gesehen, dass es durch den Welpen kommen könnte.

    Vielleicht liegt bei dir gesundheitlich ganz was Anderes im Argen. Ich würde schleunigst bei einem Arzt vorstellig werden. Vielleicht zunächst mal beim Hausarzt; der wird dich dann entsprechend weiter überweisen.

    Wenn er so klein ist, kann er nicht mit in die Kabine? In den USA kann man seinen Hund relativ simpel als "Assistance Dog" anmelden und dann darf er überall mit hin. Ein Bekannter von mir fliegt so sogar regelmäßig mit seinem American Akita Langstrecke.

    Wenn er tatsächlich in die Box muss, würde ich eine mit Drainage kaufen und ihn halt peu a peu dran gewöhnen bevor ihr fliegt. So klassisch mit drinnen füttern, drinnen Kauknochen anbieten, etc.

    Ich denke, das wird schon passen. Ihr macht das zweimal und davon wird er schon keinen Knacks bekommen. Was muss, das muss halt.

    Schutz und Wachsamkeit? Das wäre für mich ein wichtiger Punkt, benötige einen Hund der mich auch in Dunkelheit begleitet und zur Not auch etwas ausrichten kann!

    Verstehe ich das richtig, dass du möchtest, dass der Hund einen potenziellen Angreifer angeht und dabei auch (schwerwiegend) verletzt?

    Cane Corso sind sehr große, schwere Hunde. Mit Joggen und Radfahren wäre ich da vorsichtig. Wandern sollte gehen.

    Ich selbst habe keinen Cane Corso, kenne aber einige Halter, die welche haben. Sind großartige Hunde, allerdings in der Regel nicht artgenossenverträglich, was im Alltag oft zu Problemen führt. (Einer der fünf Cane Corso die ich kenne ist massiv leinenaggressiv.)

    Drei der Cane Corso die ich kenne, werden im IPO geführt. Das machen sie toll.

    Zum Alleine bleiben und gesundheitlichen Problemen kenne ich mich leider nicht aus. Wach- und Schutztrieb haben sie aber ordentlich.

    Wie verbietest du das denn deinem Hund?
    Ich denke diese Überdrehtheit kommt davon, dass wir mit ihm im Welpenalter zu viel gemacht haben..
    Jetzt denke ich machen wir seinem Alter entsprechend viel nachdem wir erstmal das Programm für 5 Tage auf 0 reduziert haben und dann langsam weitergemacht.

    Jetzt bringen wir ihn konsequent in der Box zur Ruhe. Aber noch nicht so lange. Ich baue auch die Box jeden Tag positiv auf also ich gebe Kauknochen nur in der Box, ganz viel Leckerli in der Box usw

    Ist doch schonmal gut, wenn ihr wisst woher diese Überdrehtheit kommt und es jetzt besser macht! :dafuer:

    Ich bin immer für authentische Reaktionen. In der Regel versteht der Hund das am besten.

    Und wenn mein Hund mich derart anspringt, dass es weh tut oder sogar Löcher in der Kleidung sind, dann war das heftig und dann gibt es eine entsprechend heftige Reaktion.

    Newton ist mir als Jungspund mal so heftig in den Rücken gesprungen, vollkommen unvermittelt... Da kam dann eine Ansage der gleichen Intensität zurück. Er hat es nie mehr gemacht...

    Wie sowas konkret aussieht kommt auf dich an. Ich rempel einfach zurück. Und zwar mindestens genauso heftig.

    Bei allem Verständnis für die Überdrehrheit... Das kann immer mal wieder vorkommen, auch bei erwachsenen Hunden. Und dann sollten sie gelernt haben, dass man sich NICHT am Menschen abreagieren darf...