Also gerade hatte ich das Problem wieder, vielleicht drei Minuten lang. Tatsächlich denke ich, dass ich mit ihm spielen soll. Ich habe es mit tiefer, etwas drohender Stimme ("Tony, nein!") probiert. Ich habe ihn in seinem Hundebettchen festgehalten und nicht springen lassen (also leicht am Kopf seitlich festgehalten und nicht aufstehen lassen) und wieder "Tony, nein!" gesagt. Dabei war ich in der Hocke und über ihn gebeugt. Hat alles nichts genützt. Ich habe ihm dann ein Spielzeug ins Maul gesteckt und ihn (unter Protest) ins Schlafzimmer getragen. Dort hat er einmal gebellt, dann eine halbe Minute gewinselt, dann habe ich (als er gerade still war) die Tür wieder aufgemacht, etwas streng gesagt "Wieder gut?" gesagt und bin von ihm weggegangen. Da war er wieder normal.
Was hätte ich anders machen sollen? Ich meine, an welcher Stelle ist der Fehler?
1. Überhaupt nicht sprechen. Auf keinen Fall mit dem Namen ansprechen. Allenfalls ein kurzes, deutliches Nein.
2. Nicht mit den Händen agieren.
3. Ihm nicht derart viel Aufmerksamkeit schenken. Wenn der Zirkus drei Minuten lang dauert, hat er genau das erreicht, was er wollte. Er hat deine Aufmerksamkeit erlangt. Ob die nun positiver oder negativer Natur ist, ist dabei vollkommem egal.
Wenn du ihn wegsperrst, erreichst du genau das, was du erreichen musst um das Problem in den Griff zu bekommen. Du entziehst ihm plötzlich jede Platform für sein Verhalten. Und genau dann beruhigt er sich.
Ziel wäre, dies hinzubekommen, ohne ihn wegsperren zu müssen.
Wenn so eine Attacke das nächste Mal kommt: Knie hochziehen und zwar gleich wenn er ansetzt und möglichst derart, dass er was merkt davon. Dabei ein deutliches, ernst gemeintes Nein und anschließend vollkommen ignorieren.