Beiträge von RafiLe1985

    @Chatterbox Ich habe nirgends geschrieben, dass die TE Gewalt anwenden soll.

    Auf der einen Seite wendet sie Gewalt „freiwillig“ an (ins Körbchen drücken), auf der anderen Seite scheut sie sich aber, eine deutliche Korrektur zu setzen. Das passt für mich nicht zusammen.

    Ihr Hund ist sehr grob zu ihr. Klar, er weiß es im Moment nicht besser. Wie auch? Man spricht hier nicht seine Sprache und schafft es auch nicht, sich ihm körpersprachlich verständlich zu machen.

    Ich möchte nochmals einen kompetenten Trainer empfehlen. Er soll sich den gesamten Umgang mit dem Hund zuhause anschauen. Das überdrehte Anspringen ist ein Symptom, dessen Ursache ganz wo anders liegt.

    Nein, ich finde wenn Katrin nicht der Typ für diese Art von Massregelung ist, dann soll sie es auch nicht machen! Der Hund merkt doch ob man authentisch ist oder nicht.
    Ganz davon abgesehen kann ich sehr gut verstehen dass man dem Hund nicht wehtun will!

    Deswegen habe ich ja oben gesagt, wenn sie das nicht kann, soll sie sich besser entziehen. Das ist immerhin noch besser als den Hund in dem Verhalten zu bestätigen weil man "falsch" kommuniziert.

    Ich will meinen Hunden auch nicht weh tun. Aber ganz ehrlich, wenn ich derart angegangen werde, dann ist bei mir Schluss mit lustig.

    Und ich würde der TE auch empfehlen, sich da eine etwas dickere Haut zuzulegen. Der Bub ist noch nicht einmal in der Pubertät und benimmt sich auf gut Deutsch gesagt wie ne offene Hose. Bis in nem halben Jahr wird er noch ganz andere Verhaltensweisen auspacken. Und irgendwann kommt man mit dieser Vermeidungstaktik, wie sie im Moment gefahren wird, nicht mehr weiter. Ich würde an der Stelle der TE versuchen, jetzt die Kurve zu bekommen um zu einem angemessenen Umgang mit dem Hund zu kommen.

    Newton wog mit sechs Monaten über 20kg. Der Jungspund der TE wird von diesem Gewicht auch nicht mehr weit entfernt sein... Und spätestens dann ist es nicht mehr lustig.

    In was für einer Hundeschule seid ihr denn, @TE? Was wird da gemacht? Wird dort Einzeltraining angeboten? Kann man da auch mal einen Hausbesuch vereinbaren?

    Nicht ansprechen mit Namen werd ich machen. Aber nicht mit den Händen agieren? Wie soll ich ihn denn dann von meinen empfindlicheren Körperteilen abhalten? Und dann würde ich gern nochmal konkret nachfragen: Ich soll dem Kerlchen das Knie in die Brust rammen? Ich weiß nicht, ob ich das kann... :???:

    Da haben wir doch schon die Wurzel deines Problems. Dem Jungspund ist es im Moment vollkommen wurst, ob er dich kratzt, ob er dir nen blauen Fleck verpasst, ob er dir sonst irgendwie weh tut und DU machst dir Gedanken, dass ihm deine Korrektur „unangenehm“ sein könnte. (Mal überspitzt gesagt.)

    Solange du mit dieser Einstellung dran gehst, wird er dich nicht ernst nehmen.

    Ich würde das Knie derart hochziehen, dass er es körperlich deutlich merkt. Es darf auch weh tun. Er tut dir doch auch weh! Du brauchst mindestens die gleiche Intensität wie er oder noch etwas mehr.

    Mit den Händen deswegen nicht, weil für ihn das Spiel bedeutet. Wenn du mit ihm spielst, benutzt du auch deine Hände oder nicht?

    Newton ist mir als Junghund (6 Monate) mal plötzlich derart in den Rücken gesprungen, dass ich einen riesigen blauen Fleck davon hatte. Dafür hat er ganz spontan und authentisch den „Anschiss“ seines Lebens bekommen und hat es seither
    nie mehr wieder probiert. Es hat mir einfach so weh getan, dass ich derart heftig reagiert habe und es hat Wirkung gehabt.

    Also gerade hatte ich das Problem wieder, vielleicht drei Minuten lang. Tatsächlich denke ich, dass ich mit ihm spielen soll. Ich habe es mit tiefer, etwas drohender Stimme ("Tony, nein!") probiert. Ich habe ihn in seinem Hundebettchen festgehalten und nicht springen lassen (also leicht am Kopf seitlich festgehalten und nicht aufstehen lassen) und wieder "Tony, nein!" gesagt. Dabei war ich in der Hocke und über ihn gebeugt. Hat alles nichts genützt. Ich habe ihm dann ein Spielzeug ins Maul gesteckt und ihn (unter Protest) ins Schlafzimmer getragen. Dort hat er einmal gebellt, dann eine halbe Minute gewinselt, dann habe ich (als er gerade still war) die Tür wieder aufgemacht, etwas streng gesagt "Wieder gut?" gesagt und bin von ihm weggegangen. Da war er wieder normal.
    Was hätte ich anders machen sollen? Ich meine, an welcher Stelle ist der Fehler?

    1. Überhaupt nicht sprechen. Auf keinen Fall mit dem Namen ansprechen. Allenfalls ein kurzes, deutliches Nein.

    2. Nicht mit den Händen agieren.

    3. Ihm nicht derart viel Aufmerksamkeit schenken. Wenn der Zirkus drei Minuten lang dauert, hat er genau das erreicht, was er wollte. Er hat deine Aufmerksamkeit erlangt. Ob die nun positiver oder negativer Natur ist, ist dabei vollkommem egal.

    Wenn du ihn wegsperrst, erreichst du genau das, was du erreichen musst um das Problem in den Griff zu bekommen. Du entziehst ihm plötzlich jede Platform für sein Verhalten. Und genau dann beruhigt er sich.

    Ziel wäre, dies hinzubekommen, ohne ihn wegsperren zu müssen.

    Wenn so eine Attacke das nächste Mal kommt: Knie hochziehen und zwar gleich wenn er ansetzt und möglichst derart, dass er was merkt davon. Dabei ein deutliches, ernst gemeintes Nein und anschließend vollkommen ignorieren.

    Ich meine damit, dass ich bei ersten Ansatz des Hundes, mich so zu attackieren, wie du beschrieben hast, ich richtig sauer werde, dass körpersprachlich auch ausdrücke, den Hund grob wegschubse, auf ihn zugehe und mit drohend tiefer Stimme ihn regelrecht von mir wegtreibe.

    Wo ist da jetzt der Unterschied zu meinem Vorgehen?

    Hab's nochmal zitiert und die relevante Stelle hervorgehoben.

    Entziehen finde ich persönlich nicht so gut ich finde es besser dem Hund klar zu machen das du das nicht willst.

    Ja, du hast vollkommen recht, dass das nicht das Mittel der Wahl ist. Es ist immer besser den Hund vom Reiz wegzunehmen als den Reiz vom Hund. Aber in diesem Fall wird es wohl erstmal nicht anders gehen. Zumindest nicht, bis der Trainer mal gezeigt hat, wie man einen Hund richtig korrigiert.

    Ich meine damit, dass ich bei ersten Ansatz des Hundes, mich so zu attackieren, wie du beschrieben hast, ich richtig sauer werde, dass körpersprachlich auch ausdrücke, den Hund grob wegschubse, auf ihn zugehe und mit drohend tiefer Stimme ihn regelrecht von mir wegtreibe.

    Je nachdem was man mit dem Hund noch vorhat, kann das aber auch ganz schön nach hinten losgehen.

    Ich würde wenn dann eine kurze, knackige, für den Hund verständliche Korrektur setzen, so dass er das Verhalten unterlässt oder, wenn ich das nicht kann, mich eben entziehen bis er sich von selbst beruhigt hat.

    Dabei kommt es natürlich sehr auf die Körperhaltung und die eigene Ausstrahlung an ob der Welpe einen dann ernst nimmt oder nicht.

    Genau das wird das Problem bei der TE sein... Ihre Reaktion auf das Verhalten des Welpen wird von selbigem nicht verstanden. Er denkt, sie will spielen und dreht dann nur noch mehr hoch.

    @KatrinQ Ist Tony euer erster Hund? Seid ihr bereits mit ihm in einer Hundeschule bzw. habt ihr einen Trainer?

    Ich würde dir raten, dich in Zukunft sofort wenn er mit diesem Verhalten beginnt zu entziehen (aufs Klo gehen, etc.) und erst wenn er sich beruhigt hat wiederkommen. Parallel würde ich schnellstmöglich schauen, wie ihr an einen kompetenten Trainer kommt, der euch zeigt, wie ihr mit dem Hund kommunizieren könnt, damit es für ihn verständlich ist.

    Ihr habt später einen großrahmigen, schweren (40kg+) Hund, der nach Möglichkeit den gängigen Etikette beherrschen sollte...