Beiträge von RafiLe1985

    Also einem derart jungen Hund zu unterstellen, er würde das absichtlich machen... Naja...

    Ich würde darauf achten, dass er das letzte Futter nicht allzu spät bekommt, so dass er es noch "loswerden" kann vor der Nachtruhe. Hat er nachts einen festen Schlafplatz? Wie kommt er überhaupt ins Bett der Kinder?

    Es kann durchaus sein, dass er noch gar nicht stubenrein war. Und nun eben mit Beginn der Pubertät einen "Rückfall" hat. Was verstehst du denn unter stubenrein?

    Wenn er Angstpippi macht, würde ich davon ausgehen, dass er hochgradig unsicher ist. Dann sollte man daran arbeiten bzw. zunächst Ursachenforschung betreiben. Woher kommt diese Unsicherheit?

    "Absichtlich" macht er das sicher nicht...

    Dass man einen Schäferhund-Welpen mit diesem Gewicht überhaupt abgeben darf, wundert mich. Im LCD müssen die Welpen mindesten vier Kilo wiegen bevor sie abgegeben werden dürfen. Könnte mir vorstellen, dass es bei anderen Zuchtvereinen auch so eine Regelung gibt?

    Ich würde schnellstmöglich in eine gute Tierklinik.

    Ich wurde gerufen. Danke, @BieBoss

    Ich führe seit 2014 einen Schulhund und habe ziemlich genau das gemacht, was dir vorschwebt. Ich habe bereits im August 2015 ein Konzept dazu ausgearbeitet. Wo du das findest, schreibe ich dir nachher per PN.

    Prinzipiell würde ich einen Labrador-Welpen ausschließlich aus dem LCD oder dem DRC (Deutscher Retriever Club; NICHT: DRC Soltau!) nehmen. Warum? Du brauchst für diese Arbeit einen absolut wesensfesten Hund! Zur Zuchtzulassung ist in diesen Vereinen ein Wesenstest nötig, in dem jeder Hund, der in die Zucht soll, "beweisen" muss, dass er auch dem Wesen eines Labradors entspricht.

    Der Super-GAU wäre, wenn du dir einen silbernen Labrador anschaffst, der sich dann im Erwachsenenalter als mannscharf herausstellt, weil er eigentlich gar kein Labrador ist, sondern ein Labrador-Weimaraner-Mix...

    Also: Bitte nur LCD oder DRC!

    Zur Auswahl des Welpen: Solche Späße wie einen Auswahltest für Welpen, etc. würde ich lassen. Jeder vernünftige Züchter kennt seine Welpen am besten! Er hat sie den ganzen Tag um sich und meiner Meinung nach kann dich keiner so gut beraten wie der Züchter selbst. Ein "Experte" oder auch du selbst... Ihr seht die Welpen vielleicht ein- oder zweimal für ein paar Stunden... Wichtig ist, dass du genau weißt, was du willst und das dem Züchter offen kommunizierst. Dann wirst du auch einen passenden Welpen erhalten. (Ich habe bei meinen beiden Hunden die jeweiligen Züchter entscheiden lassen. Und beide Mal habe ich den idealen Hund erhalten. Ich führe beide Hunde bei der Arbeit. Newton ist wie gesagt Schulhund und Hunter ist Rettungshund in Ausbildung.)

    Zur Ausbildung: Ich habe eine zweiwöchige ESAAT- und ISAAT-zertifizierte Therapiebegleithund-Ausbildung gemacht. So von der Theorie her fand ich es super. Die Praxis ließ eher zu wünschen übrig. Sie verlangten da quasi, dass man bereits mit einem erzogenen Hund hinkommt (funktionierender Grundgehorsam ist Voraussetzung!) und dann wurde geschaut, ob er das auch wirklich kann. Viel mehr war das leider nicht... Zudem herrschten da einige eher komische Ansichten... Der Hund müsste für diese Arbeit prinzipiell kastriert sein, etc. Rückblickend würde ich diese Ausbildung wohl nicht mehr machen. Sie ist wahnsinnig teuer und viel gebracht hat es nicht. Die Theorie hätte ich mir auch anlesen können.

    Was den Weg zum Schulhund betrifft: Unbedingt schon von Welpenbeinen anfangen! Unbedingt! Ich habe bei beiden Hunden mit 9 Wochen mit der Ausbildung für die spätere Aufgabe angefangen und beide Hunde machen ihre Aufgabe perfekt! Würde ich immer wieder so machen. Klar, wird das anfangs viel für den Welpen sein, aber ein gut gezogener, gut sozialisierter Welpe ist auch nicht aus Zucker. Newton war mit neun Wochen das erste Mal in der Schule; Hunter mit 10 Wochen das erste Mal auf dem Platz.

    Zur Einsatzbereitschaft: Klar ist der Hund erst nach zwei bis drei Jahren "fertig" ausgebildet, aber das heißt doch nicht, dass er erst dann seiner Aufgabe nachkommen darf.

    Was ich auch auf keinen Fall machen würde: Den Welpen vor den Sommerferien holen... Ich würde mir zweiwöchige Ferien aussuchen. Das reicht vollkommen. Wenn du ihn zu Beginn er Sommerferien holst, ist er bereits 14 oder 15 Wochen alt, wenn er das erste Mal in die Schule kommt. Finde ich zu spät. Klar, würde ich einen 10-Wochen-alten Welpen dann nicht in jede Stunde mitschleppen. Aber er kann ja auch mal im Auto warten. Der Aufenthalt in der Autobox ist eigentlich für jeden Arbeitshund "Alltag" und kein Problem.

    Ansonsten: Wichtig ist die volle Unterstützung der Schulleitung. Ist diese nur so semi-Überzeugt, würde ich es fürs eigene Wohl eher lassen. Die Schulleitung muss voll hinter dem Vorhaben stehen und es notfalls auch nach außen verteidigen können.

    Falls du weitere Fragen hast, frag gerne nach. Ich denke, erstmal sollte das Lesestoff sein. :)

    Ich sehe da jetzt kein Problem den Hund während der Arbeitszeit im Schrebergarten zu lassen, wenn der Garten hoch und ausbruchsicher eingezäunt ist, der Hund etwas älter ist, die Hühner so untergebracht werden können, dass der Hund nicht ran kommt und das Wetter entsprechend ist. Sind ja nur um die vier Stunden. Meine Jungs sind den ganzen Nachmittag im Garten wenn ich noch am Schreibtisch arbeite.

    Ansonsten könnte man den Hund auch für diese kurze Zeit in der Wohnung lassen.

    Mir ist nicht klar ob es um Hundeplatz oder Hundewiese geht?

    Auf eine klassische Hundewiese würde ich niemals mit irgendwelchen Ressourcen gehen! Da gehen meiner Erfahrung nach nur Leute hin, deren Hunde nicht erzogen sind. Um Ressourcen wird es da nur Streit geben, was aber nicht primär mit der Erziehung der Hunde zu tun hat, sondern damit, dass die Hunde einfach machen gelassen werden.

    Auf dem Hundeplatz hingegen, finde ich schon, dass es die anderen Hunde da abkönnen müssen, wenn andere Hunde dran sind. Aber da geht auch alles viel geordneter ab und so. Bei uns trainieren zum Beispiel maximal drei Teams gleichzeitig in unterschiedlichen Bereichen des Platzes. Und wenn es da mal vorkommt, dass ein Hund zum anderen abspautzt, weil dieser gerade bespielt wird oder so, dann hat man das auch schnell im Griff.

    Richtig gebissen worden ist Newton nur einmal. Von Nachbars Golden Retriever und das war wohl eher ein Versehen. Er wollte ihn eigentlich zurechtweisen und hat blöderweise Newtons Ohr an den Reißzahn bekommen. Er hatte dann einen "schönen" Schlenz im Ohr und musste unter Narkose genäht werden.

    Ein anderes Mal ist er von einem (uns unbekannten) Dobermann angegriffen worden und hatte Glück, dass ihm da nichts passiert ist. Ich hatte dafür aber die Löcher...

    Newton ist bis heute bei der Begegnung mit fremden Hunde unsicher. Deswegen erspare ich ihm sie so gut es geht. Unverträglich ist er dadurch nicht geworden. (Aber er ist vielleicht als Labrador auch nicht der Maßstab... ;)) Mit gut sozialisierten und bekannten Hunden (egal ob Rüde oder Hündin) ist er absolut unproblematisch. Wir hatten vergangenen Sonntag eine Wanderung mit der Staffel, um die 20 Hunde. Er hat sich da in allen Belangen vorbildlich verhalten! :)

    Seit Hunter da ist, hab ich das Gefühl, dass es mit seiner Unsicherheit etwas besser wird. Wobei ich es bei Hunter bisher tatsächlich geschafft habe, ihm unangenehme Begegnungen zu ersparen. So hoffe ich, dass Hunter sich zu einen erwachsenen Hund entwickelt, der auch bei Fremdhundbegegnungen souverän bleibt. Wäre toll, wenn es sich dadurch bei Newton bessern würde mit der Unsicherheit. :)