Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    wenn der Züchter sonst seriös ist, würde ich mir da keine Gedanken machen. Dass ein Ohr steht und das andere schlappt, kommt als mal vor und wird sich in der Regel auch verwachsen. Allein deswegen würde ich jetzt nicht den Welpen nicht nehmen.

    Mein jüngerer Rüde hat zum Beispiel einen Nabelbruch, was ein deutlich größeres gesundheitliches Risiko sein kann als ein Stehohr. Trotzdem habe ich ihn genommen. Weil es einfach der richtige Welpe für mich war und man es hätte relativ unkompliziert beheben können, wenn es nötig gewesen wäre.

    Wie gesagt, wenn der Züchter sonst einen guten Eindruck macht, würde ich den Welpen trotzdem nehmen.

    LG.

    1800 Euro netto find ich zB sauviel, davon kann man mMn sehr gut leben... ich verdien nicht annähernd so gut. Lebe aber trotzdem ganz gut auch mit wenig Kohle :smile:

    Ich meinte die Bitte an Nuggets1507 durchaus ernst. Wenn mir einer von euch beiden eine PN schreiben möchte, wie ich noch wo sparen könnte, nehme ich das gerne an. Unnötig Geld ausgeben für was das man genauso gut günstiger haben kann, muss ja auch nicht sein.

    -Unsere Tiere bekommen hochwertiges und sehr teures Futter. Daran würden wir nie sparen. Wir selbst ernähren und auch gesund und kaufen saisonal und regional.

    - In unserem großen Bus hat Eowyn sich noch nie irgendwie hinter ein Trenngitter quetschen müssen, sondern sie kann sich in ihrer riesigen Transportbox darin genüsslich ausstrecken.

    Damit möchte ich mich nicht rechtfertigen, aber eventuell deine Sichtweise etwas aufbrechen.

    Konsumverzicht heißt nicht in der Qualität Abstriche zu machen, sondern in der Quantität.

    Klar, und das finanziert sich locker mit einem Halbtagsjob. In meinem Berufsfeld verdient man wahrlich nicht schlecht (1.800€ netto als Berufseinsteiger bei 80%-Stelle) aber große Sprünge kann man damit nicht machen.

    Allein durch die Miete einer einigermaßen akzeptablen Wohnung (2 Zi, 50qm, Bestandswohnung) wären schon ca. 900€ (warm, inkl. Strom) weg. Meine absolut notwendigen Versicherungen (Krankenversicherung, private Haftpflichtversicherung, DU-Versicherung) belaufen sich auf ca. 300€/Monat. Meine beiden Hunde kosten mich, wenn man alles umlegt (Anschaffung, Erstausstattung, Futter, Steuer, Versicherung, Tierarzt) ca. 140€ im Monat. Dabei wähle ich in den meisten Fällen (bis auf die Box im Auto) die mittlere Preisklasse. Mein Auto kostet mich ca. 100€ im Monat. Auch hier: Mittelklasse-Wagen, den ich recht günstig versichere und günstig betanke (E10). Weitere monatliche Kosten (Handy, Telefon, Internet, Sport, etc.) belaufen sich auf ca. 60€. Auch hier schaue ich, dass ich günstig wegkomme. Jetzt bin ich bereits bei 1.500€ im Monat. 300€/Monat für alle anderen Bedürfnisse (Lebensmittel, mal ein neues Kleidungsstück, mal abends ins Kino, etc.) ist sehr sportlich. Allein mein wöchentlicher Einkauf beläuft sich auf 70€, wobei ich hier ganz klar auf Qualität achte. Das ginge sicher noch günstiger. Aber selbst wenn ich das auf 50€ drücken könnte, wären dann nur noch 100€ über. Und was beiseite legen sollte man ja eigentlich auch noch. (Ich habe zum Beispiel keine OP-Versicherung für die Hunde. Und auch so können ja auch mal größere Anschaffungen ins Haus stehen, Waschmaschine kaputt, o.Ä.)

    Also Sichtweise aufbrechen, schön und gut, aber die Realität sieht halt nunmal anders aus. Die Kosten oben sind reale Werte, die man nicht wegdiskutieren kann. Und wie gesagt, ich lebe jetzt nicht großspurig und achte darauf, wo ich was einsparen kann.

    Und dann der TE einfach mal kurzer Hand zu empfehlen, einfach mal den Job zu wechseln, damit sie dann Teilzeit arbeiten kann, nun ja... Geht meiner Meinung nach stark an der heutigen Lebensrealität vorbei.

    Ich finde auch, das du richtig entschieden hast.

    Meine Schwester war vor ca. 5 Jahren in einer sehr ähnlichen Situation und hat den Hund behalten... Es ist nicht schön für die Hündin... Sie ist entweder 9 bis 10 Stunden täglich allein oder wird bei meinen Eltern abgestellt. Nicht falsch verstehen, da geht es ihr sehr gut. Meine Eltern sind beide in Rente und haben selbst eine Hündin und umsorgen die Kleine wie ihre eigene Hündin. Trotzdem ist der ständige Wechsel nicht gut und geht ihr auf die Gesundheit weil sie chronisch krank ist.

    Im Endeffekt ist es aber halt so: 40 Std ist jetzt eine ganz normale Arbeitswoche. Wenn du weniger arbeitest, verzichtest du auf Geld und im Endeffekt auch auf Rentenansprüche. In Zeiten von steigenden Miet- und Immobilienpreisen kann man sich das kaum leisten, als Single schon dreimal nicht... Dann soll man noch möglichst flexibel sein, muss vielleicht zur Arbeit pendeln. Mit Hund benötigt man mMn sowieso ein Auto; je nach Größe des Hundes auch ein großes.

    Und ja, natürlich kann ich minimalistisch leben. Eine kleine Absteige in unmittelbarer Nähe meines Arbeitsplatzes suchen; die Hunde passen auch mit Abtrenngitter in einen kleinen Opel Corsa; ALDI-Futter würden sie sicher auch fressen. Aber ehrlich gesagt, das will ich persönlich für mich nicht. Ich will mir auch mal was leisten können und nicht jeden Cent umdrehen müssen. Ich fliege jetzt Anfang März nach New York. Nur Zug, Flug, Hotel und Hundebetreuung schlagen mit einem halben Netto-Monatsgehalt (bei Vollzeitstelle) zu buche. Vor Ort braucht man ja auch nochmal Geld. Und wenn ich schonmal da bin, möchte ich mir ehrlich gesagt nicht überlegen müssen, ob ich mir jetzt das Musical-Ticket für 100 Dollar leisten kann...

    Im Endeffekt, liebe TE, wirst du irgendwann entscheiden müssen, ob du dein Leben mit oder ohne Hunde gestalten magst. Denn: Es kann immer mal was dazwischen kommen, das mit Hundehaltung nicht gut kompatibel ist. Stell dir mal vor, du hättest deinen Hund bereits drei Jahre gehabt. Hättest du ihn dann auch abgegeben? Vermutlich nicht. Dann hätte man versucht, das für die drei Jahre, die du ans Unternehmen gebunden bist, passend zu machen und hätte da auch irgendwann Möglichkeiten gefunden. Keiner kann 15 Jahre detailliert vorhersehen. Es könnte auch sein, dass du morgen feststellst, dass du (ungeplant) schwanger bist. Und dann? U.U. Beschäftigungsverbot, Mutterschutz, drei Jahre Elternzeit, danach Teilzeit und es würde für alle Zeit passen mit einem Hund. (So ging es tatsächlich einer Kollegin von mir am Ende der Ausbildung.)

    Hunde sind in der Regel sehr anpassungsfähig und können sich auch mit einem "einfachen" Leben zufrieden geben. Ich kenne Dutzende Hunde, die einfach nur "Hund" sind und in einem Haushalt leben, in dem Vollzeit zur Arbeit gegangen wird. Wenn sie sonst geliebt, ausreichend beschäftigt und gut versorgt und gepflegt werden, ist doch alles in Ordnung.

    Hallo,

    habt ihr bereits einen Hundetrainer, der euch dabei hilft, dieses Verhalten in den Griff zu bekommen? Wenn nein, ist es höchste Zeit. Das ist eine ausgewachsene Leinenaggression.

    Ich würde da vermutlich erstmal einen Maulkorb draufmachen und mit Halti arbeiten. Den Umgang damit sollte dir aber erstmal ein Trainer zeigen.