Beiträge von RafiLe1985

    Und deine Sicherheit beruht auf der Erfahrung mit wie vielen Hunden? :???:
    Bei welchen Hundetypen hast du diese Methode über welchen Zeitraum und unter welchen Voraussetzungen als zuverlässig erlebt?

    Diese Übung wird mit allen Rettungshunden (die durch Verbellen verweisen, also fast alle) genau so geübt weil sie, wenn sie beim Opfer ankommen, dieses keinesfalls berühren, bedrängen oder gar beschädigen dürfen. Ich denke, das ist eine ausreichend große Stichprobe.

    Hundetypen: Quer durch die Bank. Retriever, Jagdhunde, Hütehunde, Schäferhunde, Mischlinge, etc.

    Erstens verknüpft der Hund dann mit „Bleib!“, dass er gleich los kann und es was Tolles gibt und zweitens sollte nicht das Ziel sein, dass der Hund dann mit mehr Abstand was von den Menschen erwartet (was auch immer), sondern dass der die zu ignorieren lernt.

    Nun, das wirst du bei einem solchen Hund aber nicht hinbekommen.

    Ein Alternativ-Verhalten aufzubauen, halte ich daher für die beste Lösung. Warum er dann mit "Bleib!" verknüpft, dass er gleich los kann, verstehe ich nicht. Mit Hunter habe ich so gearbeitet. Der weiß immer noch, dass "Bleib!", "Bleib!" heißt. :ka:

    Zumindest ist diese Methode sehr sehr zuverlässig. Und zwar gerade bei solchen Hunden. Wenn es beherrscht wird, kann man es auch so abändern, dass der Hund nach dem Absitzen vom eigenen Frauchen/Herrchen bestätigt wird. So braucht die andere Person selbst gar keine Leckerli haben oder geben.

    Ich würde jetzt weniger versuchen die anderen Leute zu erziehen sondern eher versuchen auf meinen Hund einzuwirken. Für solche Hunde eignet sich gut eine Abstandsübung.

    Du nimmst dir ein paar Brocken hochwertiges Futter (Lyoner, Maultaschen, Fleischbällchen, etc.), sagst ihr "Sitz" und "Bleib". Falls sie das noch nicht kann, brauchst du eine Person, die sie festhält. Dann gehst du ein paar Meter weg, gehst in die Hocke, hältst die Hand in der du das Futter hast in voller Armlänge seitlich raus und rufst sie. Bzw. der, der sie festhält, lässt sie los. Sie wird dann natürlich an die Hand gehen, weil da das Futter drinnen ist. Du machst die Hand aber erst auf, wenn sie sich von sich aus hinsetzt. Das kann anfangs ein bisschen dauern und evtl wird sie an der Hand knabbern, etc. Aber das musst du halt dann anfangs aushalten. Bald wird sie verstehen, dass sie sich auf diese Armlänge Abstand hinsetzen muss damit sie das Futter bekommt.

    Wenn es soweit ist, wird der Arm abgebaut. D.h. du hältst den Arm (ohne Futter in der Hand) nur noch solange raus, bis sie angekommen ist (also sich auf Armlänge abgesetzt hat). Dann nimmst du die Hand sofort weg und das Futter bekommt sie dann aus der anderen Hand (die zunächst hinter dem Rücken versteckt ist). Auch das wird sie relativ schnell checken und sobald sie das tut, kannst du den Arm komplett weglassen. Sobald dies wiederum bei dir gut klappt, kannst du sie auf andere Personen umsetzen. Familie, Freunde, Bekannte, etc.

    Man kann das dann auch noch variieren. Personen sind ja nicht immer in der Hocke... Man kann mal stehen, mal liegen, mal sitzen, etc. Das aber erst wenn sie sicher auf Abstand bleibt.

    Kannst das ja mal probieren.

    Bei der rettungshundestaffel muss man denke ich kein Problem mit Blut verletzen und erster Hilfe haben. Und auch damit klarkommen jemanden evtl. tot aufzufinden.
    Wenn man das nicht kann der möchte gibt es aber mittlerweile auch viele private Gruppen die zum Spaß Trailern.
    Das hatte ich früher mal mit Abby gemacht weil die richtigen Rettungshundestafeln mich damals noch ohne Führerschein nicht genommen hatten.

    Tote werden in der Regel nicht angezeigt. Dafür braucht man Leichenspürhunde. Aber Blut und Verletzungen, ja, das kommt häufig vor.

    Bei uns wurde es immer so gehandhabt, dass die Sachen alle aufgehoben und verstaut wurden und dann zu gegebener Zeit für den neuen Hund verwendet wurden.

    Ich habe mir selbst noch keine Gedanken gemacht. Hunter hat sehr viel von Newton aufgetragen; aber Newton ist ja selbst erst knapp 5. Da ist das vielleicht auch was Anderes. Prinzipiell haben wir hier auch kein „besonderes“ Zubehör. Newton hat ein schnödes AniOne-Geschirr; Hunter trägt im Moment das alte Red Dingo Geschirr, das Newton nicht mehr passt. Bei Leinen ist es ähnlich. Die Alltagsleinen sind Modelle von der Stange...

    Newton hat ein selbstgeflochtenes Halsband. Das würde ich vielleicht als Erinnerung an ihn aufheben wollen weil das wirklich nur er jemals getragen hat. Hunter ist das viel zu groß. Hunter bekommt vielleicht auch noch ein solches Halsband in anderen Farben und mit einem anderen Flechtmuster. Das kann dann auch nur er tragen weil Newton das viel zu klein sein wird.

    Ne stimmt. Im Einsatz herrscht ja so gar kein Druck wo es ggfalls um Menschenleben geht, grade wenn man damit nicht eh schon berufsbedingt gelernt hat umzugehen. Wen schon das was bei HundeSPORT dazu gehört stresst wird wohl kaum damit glücklich. Plus das der Zeitwaufwand enorm ist.
    Ich würd hier auch Richtung Spitz , Collie , Beagle oder Cocker tendieren , da gibt es ja heutzutage genug Auswahl an gemäßigteren Exemplaren.

    Du hast gelesen was ich geschrieben habe?!

    Dass diese Aufgabe mit großer Verantwortung verbunden ist, ist doch logisch. Und dass man den vermissten Menschen finden möchte, ist doch klar.

    Was ich meinte ist, dass man nicht den Leistungsdruck a la „Ich muss unbedingt aufs Siegertreppchen.“ hat, wie man ihn von Dummy, Agility und Co kennt. Da geht es echt teilweise sehr verbissen zu und es wird um ein einzelnes Pünktchen herum diskutiert... Das würde mir auch nicht gefallen, und daher mache ich Rettungshundearbeit. Da gibt es einen tieferen Sinn dahinter. Und da geht es keinem drum ob man beim Gehorsam jetzt ne 3 oder ne 2 bekommt...

    Von einem Welsh Springer Spaniel würde ich dir abraten. Das sind sehr aktive Hunde, die eine Aufgabe brauchen. Nur Gassi ist da nicht.

    Ich habe selbst einen English Springer Spaniel und bin mit ihm ehrenamtlich in der Rettungshundestaffel aktiv. Wäre das vielleicht was für dich? Da herrscht nicht so ein Leistungsdruck.