Beiträge von RafiLe1985

    Wegschauen und resignieren als richtige Verhaltensstrategie? Damit könnte ich nicht gut leben. Und der Hund soll es ausbaden, wenn seine Besitzer uneinsichtig sind?

    Aber seien wir doch mal realistisch: Was wird das ändern? Plötzlich findet man dann Zeit zum Gassi gehen? Kommt der Amtsveterinär dann jedes Mal mit zum Gassi gehen? Wie wird das kontrolliert?

    Was man vielleicht erzwingen könnte, ist, dass die Familie den Hund abgibt. Was für den Hund sicher besser wäre. Aber die Frage ist, ob man das will. (Geht wohl danach, wie lange man noch in der Nachbarschaft wohnen bleiben will...)

    Ich finden solchen Einsatz aller Ehren wert. Wirklich. Aber man weiß nie, was vielleicht dahinter steckt. Solange man nicht in den Schuhen des Anderen gelaufen ist, sollte man sich meiner Meinung nach zurückhalten.

    Das ist der Ratschlag den ich geben würde und basiert halt auf meinen Lebenserfahrungen. Aber im Endeffekt kann es der TE ja halten wie er will.

    solange die Hundepension gut geführt ist

    Das wird leider der Knackpunkt sein. Solche Pensionen gibt es nicht wie Sand am Meer. Und wenn, dann kosten sie richtig.

    Ich habe mir hier in der Umgebung vier Pensionen angesehen, mit Rudelhaltung, wo die Hunde Gassi geführt werden. Da war keine einzige dabei, wo ich meinen Hund hingeben würde. Pension 1 geht mit den Hunden im Rudel von 10, 12, 15 Hunden auf die Hundewiese. Die Hunde sind da komplett sich alleine überlassen. Bei Pension 2 waren ca. 8-10 Hund unbeaufsichtigt in einer Küche eingesperrt als ich kam. Die versprochenen Freilauf-Möglichkeiten auf dem Grundstück gab es auch nicht. Pension 3 war so ne CM-Sache, also auch nein. Bei Pension 4 roch es überall nach Urin und Kot. Nein danke.

    Aber bis November ist ja jetzt auch noch Zeit zum Suchen. Eventuell auch an Ebay Kleinanzeigen, Aushänge im Zoofachgeschäft, etc. denken. So habe ich meine Betreuung gefunden.

    Ich denke, du hast bereits alle Mittel ausgeschöpft, die dir zur Verfügung stehen. Du hast die Sache angesprochen; die Besitzer zeigen sich leider uneinsichtig. Das ist sehr schade, aber eben auch nicht zu ändern.

    Weitere Schritte würde ich nicht einleiten. Wenn die Familie den Hund so halten muss, wird sie schon genug Probleme haben. Ob man da dann nochmal eines draufsetzen muss? Muss nicht unbedingt sein... Zumal es Nachbarn sind und ich keinen Nachbarschaftsstreit vom Zaun brechen wöllte...

    Leider läuft im Leben nicht immer alles glatt und es gibt Phasen, da steckt man echt in Schwierigkeiten. Und wenn dann fremde Leute noch meinen, sie müssten einen auf super korrekt machen und einen da irgendwo anschwärzen... Leider kann man das oft erst nachvollziehen, wenn man selbst mal in so einer Lage gesteckt hat...

    Spoiler anzeigen

    Als Hunter gerade vier Monate alt war, hatte ich mir beim Heben einen Hexenschuss geholt. Ich hatte da schon Probleme meinen eigenen Alltag zu meistern, geschweige denn den mit Hund. Aber Bewegung tat gut, also habe ich die Hunde nicht in Betreuung gegeben (wäre auch zu lange gewesen, 6 Wochen), sondern bin regelmäßig Gassi gegangen. Einziges Problem, das ich hatte, war, dass ich die Häufchen nicht aufheben konnte.... Ich bin alleinstehend, also konnte auch nicht bei jedem Gassi jemand mit, der das für mich macht. Was meinst du, wie oft ich doof angemacht wurde, weil ich die Häufchen nicht aufhebe...? Ich musste mich laufend erklären; mir war das richtig peinlich. Und mit der Zeit hat es mich auch geärgert, dass die Leute sich nicht einfach um ihren eigenen Sch**** kümmern können. Als ob sich jeder immer 100% korrekt verhält... Ich bin dann mit der Zeit auch immer unfreundlicher geworden... Weil es wirklich jeden Tag mehrfach vorkam... War nicht schön für mich und für die Leute auch nicht.

    Ich war in den Weihnachtsferien 2015/2016 in Neuseeland für drei Wochen. Newton war zu diesem Zeitpunkt auch ca. 20 Monate alt. Ich hatte ihn solange bei einem Kollegen, der früher auch Hunde hatte. Newton hatte da echt eine tolle Zeit. Er wurde bekocht und war jeden Tag mit beim Joggen. Der war richtig fit als ich ihn wieder bekam. :) Ich hatte da absolut kein schlechtes Gewissen.

    Hundepensionen hatte ich mir mehrere angesehen und hab schließlich eine gefunden, die mir halbwegs zugesagt hat. Wobei ich sagen muss, dass ich unangemeldet vorbei gegangen bin jeweils um einen realistischen Eindruck zu bekommen. Ich habe mich schließlich für eine Pension entschieden, die Zwingerhaltung macht. Rudelhaltung, mit den Hunden Gassi gehen, etc. möchte ich alles nicht.

    Dort kommt Newton allerdings nur notfalls hin. Also Plan C. (Hunter war noch gar nie dort.) Drei Wochen würde ich ihn da niemals hingeben.

    Mein Plan B ist eine Bekannte im Nachbarort, die früher auch einen Hund hatte, es sich finanziell aber nicht mehr leisten kann. Sie passt jetzt halt auf Hunde auf. Da haben die Beiden vollen Familienanschluss, können mit in den Stall, gehen mit ausreiten. Da habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen, wenn ich die beiden dahin gebe.

    Wo wohnst du denn, @Clumberine? Vielleicht kann ich dir den Kontakt vermitteln?

    Wo kein Kläger, da kein Richter sei richtig, sollte es aber Beschwerden und Probleme geben muss der Hund weg...eine offizielle Bestätigung gäbe es nicht, da man sonst jedem eine Hundehaltung erlauben müsse.

    Also ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wie ich diese Aussage des "Ansprechpartners" verstehen soll... Um wen handelt es sich denn bei diesem Ansprechpartner? Bzw. was für eine "Funktion" übt er aus? Ist er überhaupt in der Position diese Entscheidung zu fällen?

    Ich verstehe es im Prinzip so, dass er es nicht toll findet, wenn ihr euch einen Hund holt; er weiß aber auch, dass er es euch nicht verbieten kann. Und im Endeffekt: Mit oder ohne schriftliche Genehmigung... Wenn der Hund Probleme macht (exzessives Bellen, etc.) wird es eh Spannungen geben. Wenn der Hund keine Probleme macht, wird auch keiner was sagen.

    Wie sind denn die Chancen bei euch, dass ihr eine andere hundefreundlichere Bleibe finden könnt?

    Bei mir war es damals ähnlich. Der Vermieter war nicht begeistert, konnte es mir aber nicht verbieten... Meine Eigentumswohnung war damals dann schon im Bau und fünf Monate später bin ich eh umgezogen. Also hab ich's riskiert. Und Newton hat auch wirklich keinerlei Probleme gemacht. Er hat nichts angeknabbert, nichts zerkratzt, nicht gebellt. Hab nach Auszug da nen Reinigungstrupp durch geschickt und gut war's.

    An eurer Stelle würde ich es nur riskieren, wenn ihr relativ schnell umziehen könntet, sofern es Probleme gibt. Ansonsten lebt irgendwie die ganze Zeit mit der Angst, dass man den Hund wieder weggeben muss. Das fände ich nicht schön...

    Das hier...

    Mittlerweile wird kräftig gespielt und ball geworfen vor dem spazieren damit der erste Energieschup weg ist bevor wir spazieren (Radfahren, Skaten ist lebensgefährlich mit ihr, da sie mich einfach überall hin reißen würde).

    ... ist mir aufgefallen.

    Ich vermute, der Hund ist einfach total drüber und nervlich am Ende... Seit wann fahrt ihr so ein Programm mit ihr? Bällchen werfen, etc. ist ganz schlecht.

    Ich würde den Hund erstmal zur Ruhe kommen lassen. D.h. mal ein paar Tage einfach Nichts machen außer Pipi-Runden.

    Und danach würde ich eine sinnvolle Beschäftigung für sie suchen und dieser regelmäßig zwei bis dreimal die Woche nachgehen. Dummy-Training halte ich für besonders geeignet für einen solchen Hund weil das auch viel mit Steadiness zu tun hat. (Die Dummies werden ausgelegt, nicht geworfen, und sie muss solange warten.)

    Und bitte kein Bällchen mehr!

    Entscheide dich für ein Futter das du passend findest und das sie halbwegs mögen, stell beiden zwei Mal am Tag einen vollen Napf hin und nach 15 Minuten kommt er wieder weg. Es wird kein Joghurt, Nassfutter oder sonstwas drunter gemischt, nicjt ständig die Sorte geändert oder aus der Hand gefüttert.
    Wer in den 15 Minuten nicht frisst bekommt erst zur nächsten Fütterung wieder die Gelegenheit!

    Genauso und nicht anders! :bindafür:

    Eine Ergänzung: Nebenbei gibt es natürlich nichts Anderes. Keine Leckerli, kein Happen vom Tisch, nichts, nur das Futter und wer nicht will, hat gehabt.

    Allerdings würde ich mir da schon ein hochwertigeres Futter aussuchen als Happy Dog.

    Hast du den anderen Thread noch nachlesen können? Ich fasse mal zusammen:

    Ein Welpe, der mit 16 Wochen nur 7kg wiegt, wird aller Voraussicht nach die 20kg-Marke nicht knacken. Ein ausgewachsener Rottweiler-Rüde wiegt gut und gerne 50kg. Fazit: Da kann was nicht stimmen! Und zwar mehr als, "der ist halt einfach nur klein". Und am BARF wird das auch nicht liegen! Ihr kennt euch offenbar damit aus und habt mehrere Welpen so gesund groß bekommen.

    Ich würde an deiner Stelle in eine gute Tierklinik gehen und den Welpen auf den Kopf stellen lassen. Es gibt bei Laboklin einen Gentest auf Zwergwuchs. Bisher ist dieser Gendefekt bei Rottis offenbar nicht so bekannt; es gibt ihn aber wohl. (Leistungen - Details - LABOKLIN GMBH & CO.KG LABOR FÜR KLINISCHE DIAGNOSTIK)

    Außerdem könnte man mal das Alter bestimmen lassen. Ist es sicher, dass der Welpe bereits 16 Wochen alt ist?

    Ich würde außerdem den "Züchter" kontaktieren und mal ein paar kritische Fragen stellen. Zum Beispiel wie es sein kann, dass ein Welpe der keine 4kg wiegt überhaupt abgegeben wird. (Jeder seriöse Zuchtverband hat für Rassen dieser Größe eigentlich die Regel, dass die Welpen bei Abgabe die 4kg-Marke geknackt haben müssen.) Wieso gibt er überhaupt einen offenbar kranken Welpen in fremde Hände? Gibt es Vorbelastungen durch die Eltern? (Ausreichend für die Zucht untersucht sind sie nämlich nicht...) Ist der "Züchter" denn generell für euer Problem ansprechbar und unterstützt euch, oder will er nichts mehr wissen?

    Zufrieden geben mit "der ist halt einfach klein" würde ich mich auf keinen Fall. Sollte es z.B. der Gendefekt sein, kann dem Kleinen jetzt noch geholfen werden mit der Gabe von Wachstumshormonen. Später dann eher nicht mehr.

    Ich wünsche euch alles Gute!