Hallo,
für mich hört sich das Verhalten von der Beschreibung der TE her auch nicht für irgendwie übersteigert an. Dass der Junge sich in dem Alter für diese Dinge "interessiert", finde ich normal.
Social walks würde ich erstmal streichen. Braucht kein Mensch!
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Ich bin mit Newton früher auch zu jedem social walk gerannt und frage mich nun rückblickend, was ich mir dabei gedacht habe. Newton war da viel zu jung für. Ich hatte Stress; er hatte Stress. War nix. Hunter war auf einem einzigen social walk und der war mit unserer Staffel. Alles gut sozialisierte Hunde. Rückblickend hätte ich ihn da auch daheim lassen und nur mit Newton gehen sollen. Wäre stressfreier für alle gewesen.
Lieber ein, zwei feste Gassi-Bekanntschaften (am besten Rüden!). Da hat man mehr davon.
Ich würde die Schleppleine auspacken und den Hund einfach mal Hund sein lassen. Er wird sich da schon dran gewöhnen. Solange es ihm nicht auf die Gesundheit geht (Futterverweigerung, Gewichtsabnahme, vergrößerte Prostata, Vorhautkatarrh, etc. pp.), würde ich da weder chippen noch kastrieren.
Wenn er dann mit drei, vier Jahren immer noch so drauf ist, dann kann man sich das neu überlegen.
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Newton wurde mit vier Jahren kastriert weil er eine vergrößerte Prostata hatte. Er hatte zunächst einen Chip für sechs Monate. Unter dem Chip hat er sich kaum verändert. Im Gegenteil. Ich hatte den Eindruck, dass er das erste Mal richtig erholsam geschlafen hat, zum Beispiel... Auch sonst, keine Fellveränderung, nichts. Ich habe ihn dann im August vergangenen Jahres kastrieren lassen bevor der Chip auslief. Für uns war es eine gute Entscheidung. Newton hat immens gewonnen dadurch. Trotzdem bin ich froh, dass er intakt erwachsen werden durfte.
Hunter wird Ende Mai ein Jahr alt. Er interessiert sich altersentsprechend auch für Pipi-Stellen und muss fremde Hunde "genauer untersuchen". Er ist aber durchweg ansprechbar und abrufbar. Falls er auch Probleme bekommen sollte in dieser Richtung, werde ich mir überlegen, was für ihn der richtige Weg ist. Seine Pubertät verläuft bisher aber deutlichst milder als bei Newton, sodass ich guter Hoffnung bin.
Generell halte ich es nicht für richtig, irgendeine Möglichkeit (intakt bleiben, chippen, kastrieren) pauschal abzulehnen oder zu befürworten. Es geht doch um den Hund und sein Wohlergehen. Und da sollte jeder für seinen Hund (in Absprache mit einem kompetenten Tierarzt) entscheiden!