Beiträge von RafiLe1985

    Ich könnte mir vorstellen, dass einem Pudel Flächen- und/oder Trümmersuche besser gefallen würde.

    Warum? Meiner liebt das Mantrailing.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das Flächen- und Trümmersuche dem Bewegungsbedürfnis und der Agilität des Pudels gelegener käme. Beim Mantrailing latscht man einfach kilometerweit geradeaus. Klar, ist das für den Hund auch hochgradig anstrengend. Vielleicht liegt meine Einschätzung auch daran, dass ich es mega langweilig fände, dem angeleinten Hund kilometerweit hinterher zu latschen. ;)

    Mein Kleiner ist ein English Springer Spaniel, 1 Jahr alt, und wird zum Rettungshund ausgebildet. Bis auf das regelmäßige Training unterscheidet sich der Alltag eigentlich nicht groß von einem "normalen" Alltag. Wir haben mittwochs und samstags Training. Mittwoch auf dem Platz; Samstags im Gebiet. Gelegentlich fahren wir zu einem (teilweise auch mehrtägigen) Trümmer-Training. Bestandteile des Trainings auf dem Platz sind offene Anzeige, Geräte (Wackelbrett, Tunnel, Wippe, Leiter, etc.) und Unterordnung. Im Gebiet und in Trümmern natürlich hauptsächlich die Suche. In Einsätze geht Hunter noch nicht, da er noch nicht geprüft ist. Eignungstest ist Ende September; Prüfung strebe ich ca. 2021 an.

    Mein Großer ist ein Labrador Retriever, 5 Jahre alt, und ist ausgebildeter Schulhund. Er hat zwei Schulhund-Klassen, eine 11. Klasse und eine 13. Klasse. Immer wenn ich diese Klassen unterrichte, ist er dabei. Dieses Jahr ist das montags und donnerstags. Im Unterricht ist er hauptsächlich am Schlafen. Gelegentlich darf er eine kleine Aufgabe übernehmen (Vorrechnen, Aufgaben für die Schüler "aussuchen", etc.).

    Ansonsten geht es hier morgens und nachmittags jeweils Gassi, ca. 45-60 Minuten. Wenn Zeit ist, also so gegen Ende des Schuljahres, nachmittags durchaus auch mal länger. Die Gassigänge dienen hauptsächlich zum Abschalten. Trainiert, etc. wird da nicht. Natürlich bleibt es nicht aus, dass ich da mal Gehorsam einfordern muss da die Jungs 80% frei laufen. Wir sind ja nicht allein auf der Welt. Gerade der Jungspund würde alters- und ausbildungsbedingt (noch) zu jedem Menschen hingehen, wenn ich es erlauben würde. Drinnen ist Ruhe angesagt. Die Beiden pennen und ich gehe meinen Tätigkeiten nach. Haushalt, Arbeit, etc. In der Dienstwohnung habe ich einen Garten. Da dürfen sie zwischendurch mal raus. Bei schönem Wetter dürfen sie sich auch mal länger draußen aufhalten, solange sie nix anstellen.

    Aber generell ist der Alltag abseits des Trainings bzw. des Einsatzes relativ ruhig.

    Über was man sich alles Gedanken machen kann... :D

    Nein, das wird kein Problem sein. Die Mama ist doch noch da; eventuell sind noch andere Hunde im Haus. Klar, ist das eine Umstellung, wenn plötzlich alle Geschwister weg sind. Aber wenn du ihn "pünktlich" geholt hättest, wäre es doch genauso...

    Die große Umstellung ist der Umzug zu dir. Aber auch das wird nur zum Problem, wenn der Mensch eines draus macht. Einfach ganz normal sein und den Welpen nicht "bemitleiden". Das wird schon. :applaus:

    Vielleicht fände ich auch Mantrailing spannend

    Ich könnte mir vorstellen, dass einem Pudel Flächen- und/oder Trümmersuche besser gefallen würde.

    Ich kenne Pudel als bewegungsfreudige, temperamentvolle und und agile Begleithunde. Könnte hier durchaus passen.

    Hier

    Ich finde das wichtigste in der Hundeerziehung ist eine gute Portion gesunder Menschenverstand gepaart mit Gefühl für die Bedürfnisse eines Hundes.

    In ziemlich jeder deiner oben genannten "Erziehungsstile" gibt es richtige Ansätze. Und solange nichts von dem fanatisch verfolgt wird, sind sie auch irgendwie ein bisschen brauchbar.
    Wie schon angedeutet stört mich alles, was irgendwie ein Stück weit fanatisch verfolgt wird. Wenn man nur noch nach seinem Schema arbeitet und das auf jeden noch so verschiedenen Hund projizieren will, das funktioniert einfach nicht.
    Des weiteren verteufele ich Erziehungsmethoden, die dem Hund ein Leiden zuführen oder für unbeteiligte Dritte eine Gefahr darstellen.

    wurde eigentlich schon alles geschrieben, was ich dazu hätte schreiben wollen. :bindafür:

    Was mich noch extrem stört, ist wenn jemand meint, sich in meine Erziehungsmethoden einzumischen. Da reagiere ich mittlerweile echt nicht mehr gut darauf. Besonders, wenn es von Haltern kommt, die ihre Hunde nicht "im Griff" haben.

    Ich mische mich auch nicht in anderer Leute Erziehung ein, solange dem Hund dabei kein Schaden zugefügt wird...

    Wichtig ist, dass man sich einen Hund holt, der zum eigenen Lebensstil passt. Rassebeschreibungen (sofern man diese richtig zu lesen weiß) bieten da auf jeden Fall gut Anhaltspunkte. Dass der individuelle Hund dann aber einen eigenen Charakter hat, das ist doch selbstverständlich.

    Wenn ich einen Hund will, der mir die Einbrecher in die Flucht schlägt, dann werd ich mir keinen Labbi holen. Wenn ich auf Artgenossen-Verträglichkeit wert lege, hole ich mir keinen Malinois.

    Oft ist das Problem, dass bei der Wahl der Rasse die Schwerpunkte falsch gesetzt werden. Man geht nach Optik, Größe, Fellbeschaffenheit/Pflegeaufwand, etc. statt nach Wesenszügen. Und dann holt sich der junge Familienvater einen X-Herder weil er dreimal die Woche Joggen geht und wundert sich dann... (So in der Nachbarschaft geschehen...)