Bei uns in der Nähe gab es vor Kurzem einen schlimmen Unfall mit einem Schlauchboot. Da ist eine Familie (alle ohne Schwimmweste) über den Altrhein geschippert und in ein Wehr geraten. Insgesamt vier Tote, darunter zwei Kinder und ein Passant, der helfen wollte... Hier zum Zeitungsartikel.
Ich habe auch zwei Hunde und habe seither meinen lapidaren Umgang mit ihren Bademöglichkeiten gründlich überdacht. In Gewässer, die ich nicht kenne, geht es gar nicht mehr. In Gewässer, die ich kenne, geht es nur unter Bedingungen unter denen ich mich selbst ins Wasser trauen würde um sie rauszuholen. (Ich habe den Rettungsschwimmer.)
Nun zur Schwimmweste: Denke das Szenario doch mal weiter. Dein Hund trägt eine Schwimmweste. Gut, dann kann er zumindest (in der Regel) nicht untergehen. Trotzdem kann es zu Problemen kommen. Erstens: Wer holt ihn raus, wenn er in Not gerät? Logischerweise du. Also kannst du ihn eh nur da ins Wasser lassen, wo du selbst rein gehen würdest. Also ist die Schwimmweste da eigentlich unnötig. Zweites Problem: Die Schwimmweste könnte irgendwo hängen bleiben. Erneut müsstest du ins Wasser. Noch schlimmer: Die Schwimmwester bleibt irgendwo hängen und es gibt Strömung. Dann kann es passieren, dass der Hund unter Wasser gedrückt wird. Auch hier müsstest du wieder ins Wasser um ihn zu holen. Und dann ist Eile geboten.
Ich halte eine Schwimmweste wirklich nur für sinnvoll, wenn ihr wirklich mit dem Boot über einen offenen See fahrt. (Da solltet ihr übrigens auch eine tragen!) Ob und wie oft das vorkommen wird, müsst ihr selbst beurteilen.
Noch ein weiterer Tipp, zugegeben unverlangt, aber better safe than sorry. Geschwommen wird immer nur nackig, d.h. Halsband weg, Geschirr weg, etc. Ich kann eine klassische Retrieverleine empfehlen. Da ist schnell alles ab und man trägt nicht soviel mit sich rum. :)