Beiträge von RafiLe1985

    Mal aus der Praxis: Du kannst dir jetzt tausend Gedanken machen, wie das wohl ist und dir alle möglichen Szenarien ausmalen. Am Ende kommt es, wie es kommt. Aber du bist nicht der einzige Mensch auf der Welt, der einen Welpen zu einem erwachsenen Ersthund dazu holt und warum sollte es bei allen anderen klappen, nur bei dir nicht?

    Mach dir nicht so viele Gedanken. Es wird sich alles fügen.

    (Das mit dem "Welpe wartet während du mit dem Ersthund arbeitest", kannst du aber mit 99,9% Wahrscheinlichkeit vergessen... :D)

    Könnte man eigentlich was mit einem Schlüssel ausrichten? Den irgendwo hinterhaken, reinpieken oder so? Den hat man ja doch meistens dabei....

    Ich glaube, alles Andere als Luft abdrehen, stachelt den Angreifer nur noch mehr an. Was man auch machen kann, was aber hier nicht geholfen hätte wohl: Beide Hunde immobil machen, am Halsband und an der Schwanzwurzel halten und sobald der Angreifer das Maul aufmacht, auseinander ziehen. Hat man uns in der Hundeschule so beigebracht. Ob man das tatsächlich hinbekommt, keine Ahnung.

    Im Falle des Falles steh ich wahrscheinlich im echten Leben nur schlotternd da und hoffe, dass jemand anderes eingreift :emoticons_look:


    Egal wie, ich hoffe ich erlebe sowas niemals nicht.

    Ich habe mir vor Kurzem einen Vortrag eines Polizisten zum Thema Amoklauf in Schulen angehört. Er sagte, es sei die beste Vorbereitung, wenn man so ein Szenario immer wieder durchdenkt.

    Beim Amoklauf ging es hauptsächlich darum, sich für jedes Klassenzimmer zu überlegen, was man jetzt HIER machen würde, wenn es Amokalarm gäbe.

    Genauso kann man es beim Gassi gehen für dieses Szenario machen. Wo könnte der angreifende Hund herkommen? Wo könnten meine Hunde dann sein? Wie komme ich da hin? Was würde ich machen? etc.

    Ich fand das einen guten Tipp und dachte, ich gebe es mal weiter.

    Und auf was soll der Hund denn auf einer Treppe in einem geschlossenen Haus so explosiv reagieren?

    Habt ihr Wild im Haus, das plötzlich vorspringt?

    Die Hündin meiner Mutter ist erschrocken, weil eine Tür zugeknallt ist... Sie wiegt 3,5kg und das hat gereicht um meine Mutter so zu Fall zu bringen, dass es ihr wie gesagt fast das Leben gekostet hätte. Sie hat heute panische Angst vor Treppen und das ist eine massive Einschränkung in ihrem Leben. Wie gesagt, macht was ihr wollt. Ihr seid alle erwachsen. Ich mache es so wie ich meine und ich habe meine Gründe dafür. Das ist das letzte Mal, das ich mich dazu äußere.

    Und sorry wenn ICH zu doof bin um die Treppe zu laufen (ja passiert jedem, ich bin sie letztens mit angeleintem Hund hoch geflogen und das war meine Schuld) dann kann der Hund ja nichts für wenn er ordentlich läuft. Wenn du vor deinem Hund die Stufen runter segelst lässt du vermutlich aus Reflex die Leine eh los. War bei mir zumindest so.

    Ich meinte, dass der Hund sich vertritt weil er abgelenkt ist und wenn er hinter hier läuft, nimmt er dich beim Runtersegeln direkt mit. Und dann wird es nicht bei einer Bänderdehnung bleiben...

    Meine Mutter ist mit unserer kleinen Hündin (3,5kg) die Treppe runtergesegelt, weil sie (die Hündin) erschrocken ist und wäre fast gestorben deswegen. Also sorry, meine Hunde laufen OHNE Leine und zwar jede Treppe innerhalb eines Gebäudes. (Kommt Gott sei Dank nicht so oft vor.)

    Aber macht was ihr wollt, ihr seid alle erwachsen.

    Es ist vollkommen egal, wie manierlich der Hund sonst über die Treppe läuft. Eine Ablenkung, ein falscher Tritt und man segelt samt Hund die Treppe runter.

    Ich war letztens auch kurz abgelenkt, letzte Stufe nicht gesehen, zack, Bänderdehnung, vier bis sechs Wochen Schiene... Einem Hund kann das genauso passieren... Und wenn er dann noch hinter einem läuft... Na Mahlzeit.

    Mich wundert es immer wie, wie sehr manche Leute solche Gefahren unterschätzen. Was ich mir schon den Mund fusselig geredet habe bei solchen Dingen. Egal ob das nun mit Leine Treppen laufen, mit Stöckchen spielen, angezogen (also mit Geschirr/Halsband) spielen oder schwimmen oder mit Kauartikel alleine lassen ist... Manche werden halt leider nur aus Erfahrung klug.

    Meine Hunde laufen weiterhin jedes Treppenhaus ohne Leine und bisher war es noch jedem Nicht-Hundehalter ersichtlich, warum das so ist, wenn ich drauf angesprochen werde. :ka:

    Warum ist Treppe laufen mit Leine gefährlich, anscheinend sogar "lebensgefährlich"? :ka::ka:

    Ich spreche von Treppenhäusern in Gebäuden. Nicht von zwei, drei, vier Stufen. Die kann man an der Leine gehen, keine Frage.

    „Lebensgefährlich“ ist ansonsten keine Übertreibung! Treppe hoch mag noch gehen, wenn der Hund gesittet läuft. Aber auch nur dann!

    Treppe runter würde ich niemals an der Leine laufen. Ich hab zusammen 50kg an den Leinen und die Jungs laufen einfach flotter als ich. Ich hab keine Lust, die Treppe runter zu segeln und mir was zu brechen, etc.

    Wir haben hier ein Glück einen Aufzug und Treppe wird nur gelaufen wenn der ausgefallen ist.

    Musste er Treppen laufen? Treppen werden hier immer ohne Leine gelaufen. Alles andere ist viel zu gefährlich. Für den Hund und für dich!

    Ihr habt genau das gleiche Recht dort zu wohnen wie alle anderen auch. Ihr dürft mit Hund auch in den Gemeinschaftsgarten; das kann euch keiner verbieten! Ihr zahlt da schließlich auch für.

    Ich kann euch nur raten bei sowas nicht weiter zu kuschen. Die Leute werden sonst nur noch dreister und übergriffiger und dann habt ihr sehr schnell ein Spießrutenlaufen.

    Wenn euch jemand auf die Situation anspricht, um Entschuldigung bitten, versichern dass es nicht wieder vorkommt und gut ist.

    Ihr seid nicht Menschen zweiter Klasse nur weil ihr Hundehalter seid!

    Ich arbeite Vollzeit, kann aber ca. 50% meiner Arbeitszeit am heimischen Schreibtisch erledigen. Es kommt vor dass ich beruflich verreisen muss. Für diese Fälle habe ich eine Privatperson an der Hand, die meine Beiden betreut. Newton geht sporadisch mit zur Arbeit.

    Meine Freizeitbeschäftigungen sind eher überschaubar. Ich hab eher einen kleinen (aber feinen) Freundeskreis. Da gibt es höchstens einmal pro Woche einen gemeinsamen „Termin“. Und dann können die Jungs oft mit. Wandern, Spieleabende, mal in die Strauße, etc. Nur ins Kino, da können sie nicht mit. (Aber seit das so teuer geworden ist, gehe ich eh höchst selten.)

    Mein einziges „richtiges“ Hobby ist die Rettungshundestaffel. Und hier kommt mein Zweithund ins Spiel. English Springer Spaniel, Jagdgebrauchshund; ohne die Rettungshundearbeit hätte ich diesen Hund nicht. Ich habe zwar einen bench type, also keine jagdliche Zuchtlinie, trotzdem muss mit so einer Rasse gearbeitet werden.

    Wenn ich mir vorstelle, was hier noch für Hunde in Zukunft einziehen könnten, bin ich immer bei den Jagdhunden bzw. Retrievern. Optisch gefallen mir auch andere Hunde. Rhodesian Ridgeback, Großer Schweizer Sennenhund, Rottweiler. Sie passen aber einfach nicht zu mir bzw. meinem Lebensstil.

    Ansonsten habe ich nicht das Gefühl, dass ich für meine Hunde irgendwie zurückstecken muss. Ich lebe ein recht hundetaugliches Leben. Ende 40 werde ich vermutlich beruflich ein bisschen kürzer treten. Noch brauche ich das Geld. Aber ansonsten passt alles soweit.