Beiträge von Tüdeldü

    Ich hatte fast alle meine Tiere erst auf Probe. Und würde das auch immer nur so machen. Weniger wegen mir als wegen meiner anderen Tiere.

    Wenn sich herausstellt, dass der neue Hund Katzen jagt - muss er gehen. Wenn er nicht mit den Hühnern klarkommt - muss er gehen. Wenn er sich mit einem meiner anderen Hunde fetzt - muss er gehen. Das bin ich einfach denen, die vorher da waren schuldig.

    Ich halte auch nix davon, es zB Katzen zuzumuten in Angst und Schrecken zu leben, weil der Hund jetzt halt mal da ist.

    Deswegen: hier nur auf Probe (bis jetzt haben die übrigens alle bestanden).

    Ja, das seh ich auch so. Neben der geistigen Auslastung. Und was hier noch super zieht, ist der Blick zu mir bei ungewöhnlichen Dingen (auftauchende Menschen, Hunde, Radfahrer, Krähen....). Für jeden Blick zu mir in einer solchen Situation gibts immer ein Leckerli. Das läuft bei uns jetzt schon total automatisch ab, er macht das total unbewusst. Das ist seeehhr hilfreich.

    Und wieviel bzw. wie lange übst du mit ihm pro Tag?

    Puh, ich schau nicht auf die Uhr und hab ein schlechtes Zeitgefühl. Ca eine halbe Stunde, aber zackig und schnell und konzentriert.

    Ach ja - und viele Impulskontrollübungen. Längere Ablage. Oder ich werfe 10 Mal schnell den Dummy kreuz und quer, auch über seinen Kopf, laufe selbst dabei herum - und hole den Dummy dann auch öfters selbst. Solche Sachen. Das hat er echt gut gelernt.

    Ich finde die Mischung für ihn echt gelungen. Beherrschung lernen, auf Kommandos achten und auch viel selbstständig arbeiten (dürfen) bei zB der Suche.

    Und hier der Übeltäter:

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    (Die Hühner hat er aber von Anfang an als zur Familie gehörig akzeptiert, da musste ich nix tun.)

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    Und wir waren einen Doghike (von wegen Auslastung) - 10 km in einem Affentempo, Platz 2. :D

    Bei uns läufts so gut, ich bin ganz überrascht. :applaus:

    Seit wir wirklich viel und intensiv trainieren, ist er offenbar wirklich einfach ausgelastet und hat keinen Unsinn im Kopf, fertig. :ka: Wir machen Unterordnung (Kurs auf BH-Prüfung, bissl Obi) und Dummytraining. Beides gemischt und im Wechsel übe ich mit ihm an ca 5 Tagen in der Woche (nach oder während dem Spaziergang).

    Und seit ein paar Wochen ist er wie ein neuer Hund. Das ganze hysterische Gehibbel ist weg, das Starren, das Flitzebogendasein. Er läuft echt entspannt im Freilauf hinter mir (eine Regel, die er nie in Frage stellt), beim Arbeiten ist er total konzentriert - auch mitten im Wildgebiet, wir üben quasi nur im Wald. Bei der großen Suche im Dummytraining hat er wirklich einen großen Radius, aber zeigt niemals Tendenzen abzuhauen, er orientiert sich freiwillig von sich aus immer wieder an mir.

    Wenn wir nach dem Spaziergang zum Auto kommen, kann ich die Mädels zuerst verstauen, ohne ihn weiter zu beachten - und wenn ich mich nach ihm umdrehen, steht er noch immer ruhig und entspannt da und schaut mit weichem Blick irgendwohin oder sogar zu mir. :shocked:

    So arg, wie sich der verändert hat...

    Zur Erinnerung: vor ein paar Monaten war der draußen permanent unter Totalspannung, ständig gestarrt und Gegend gescannt, null Aufmerksamkeit bei mir. :fear:

    Die Hand ins Feuer legen würde ich für ihn wohl nie, dazu habe ich ihn einfach zu oft hochreaktiv erlebt, aber es läuft echt gut.

    NUn, ich versichere, sie sind auch innen drin nicht problematisch, haha, was immer das bedeuten soll... ^^ Ich verstehe auch nicht, was es da groß "auszuhalten" gibt. Man geht seiner Wege, es kommt einem wer entgegen, der andre Hund schüffelt, Mädels schnüffeln zurück, gehen Bogen, laufen weiter, fertig. Ich finde das durchaus aushaltbar. ;) So ist halt das Leben. Sonst kann mans ich natürlich auch einbunkern. ^^

    Nö :)Weil ich Hunde, die adult kein normales, gefestigtes Sozialverhalten zeigen eher "problematisch" finde, als Hunde, die verständlicher Weise in dem Alter keinen Kontakt mehr zu wildfremden, aufdringlichen und distanzlosen Hunden haben wollen :)

    Nun ja - aber auch da gibts unterschiedliche Arten, damit umzugehen. Es gibt Hunde, die dann gleich draufhaun, und es gibt welche, die sich dezenter Distanz verschaffen können und zB einfach freundlich einen Bogen laufen. Meine Mädels mögen Aufdringlichkeiten auch nicht, zeigen dabei aber null "problematisches" Verhalten. Deshalb: normal finde ich das auch nicht. ;)