Beiträge von leiderHundelos

    Ich finde es auch wahnsinnig schwierig die Gefährlichkeit von Hunden zu bestimmen. Man braucht nicht darüber zu streiten ob ein kleiner Hund genau so viel Schaden verursachen kann wie ein kleiner. Es ist Fakt dass Chi, Dackel und Co es nicht schaffen einen Menschen so schwer zu verletzen wie es Kangal, Dobermann, Pitt und Co. tun würden wenn sie wollen. Aber wie gesagt ist das nur ein Teilaspekt. Ich habe ja auch schon eine Situation erlebt die in einer Katastrophe hätte enden können. Saß bei Bekannten auf der Terrasse. Die Amstaff Hündin wollte sich doof zwischen Tisch und Terrassentür legen und mein Bekannter hat den Hund extra noch anders platziert damit der Hundbeim rein und raus gehen nicht im Weg liegt. Alles gut bis der 3 Jährige Sohn ins Bett soll und von der Mama aus der Küche lolosgeschickt wird dem Papa "Gute Nacht" zu sagen. Der Kurze rennt, hört von mir und dem Vater noch seinen Namen strenger gerufen, "Langsamer! ,Vorsicht Stufe!", und fliegt trotzdem im hohen Bogen mit vollem Karracho auf den tief schlafenden Hund. Die Hündin war wirklich richtig am dösen, hat richtig laut aufgejault und das Kind ist mindestenst eineinhalb Meter oder zwei geflogen. Das war richtig übel und dem Himmel sei Dank hat der Junge auch sofort aus leibeskräften Losgebrüllt und der Hund hat im drehen seinen Gesichtsausdruck geändert und hat dem Kind durch das Gesicht geleckt. Ich kenne nur sehr sehr wenige Hunde, gerade Kleinhunde, bei denen das Gesicht des Kindes ohne Macken geblieben wäre. Und ich kenne wirklich auch viele sehr nette Kleinhunde. Unter anderem einen Dackel-Spitz Mix der sich vorbildlich gegenüber meinen Katzen verhält und sich vor Angstehereher eeinpinkeln würde wenn er von Fremden hochgehoben wird statt zu beißen...Für das Wohlergehen des Kindes war es irgendwie egal was für ein Hund da lag. Wichtig war das der Hund eigentlich liebevolle, umsichtige und hundekundige Halter hat und sie so eine gute Impulsekontrolle und Beißhemmung hatte dass sie noch in der Drehung realisiert dass sie den Jungen vor sich hat und es kein Angriff ist.

    Jetzt mal ganz rational gesehen:

    Was ich an Cesar Millan gut finde:

    - seine Art mit seinen menschlichen Kunden umzugehen. Er hat halt diese typische Art an sich die von vielen Menschen auch an anderen Stars (Will Smith usw) gemocht wird.

    - Auch wenn er das Rad nicht neu erfunden hat: Er verwendet kurze und sehr prägnante Mottos die, meiner Meinung nach, meistens wirklich gut für die Hunde sind. Auch wenn viele Trainer das selbe sagen und umsetzten hat erst Millan es bei den Amerikanern geschafft dass sich sowas in den Köpfen auch festsetzt. Als Beispiel:

    rules, boundaries, limitations (Regeln, Grenzen, Einschränkungen). Nichts anderes sagen Martin Rütter und hunderte andere Trainer auch. Hunde brauchen eben Regeln und müssen erzogen werden.
    no touch, no talk, no eye contact (kein Anfassen, kein Reden, kein Augenkontakt bei der ersten Begrüßung) Die Amis sollen da ja tendenziell eher noch extremer sein als wir und wollen die Hunde eben gerne sofort durchknuddeln. Ich finde es gut dass er deutlich sagt dass man sich bei der ersten Begrüßung zurückhalten soll.
    exercise, disciplin, affection in that order (Bewegung, Disziplin, Zuneigung in der Reigenfolge) Klar klingt es erst einmal hart wenn Zuneigung an der letzter Stelle steht und irgendwie bin ich auch der Meinung dass man ohne Zuneigung auch nicht das richtige Einfühlungsvermögen entwickeln kann was für eine gute Erziehung notwendig ist. Aber ich glaube ihm geht es hier auch wieder mehr darum zu sagen dass Hunde Bewegung und geistige Auslastung und Erziehung brauchen und nicht nur den ganzen Tag durchgeknuddelt und betüddelt werden wollen. Einige legen ihm das dann halt so aus als ob er die Hunde nie streichelt und verwöhnen würde. Und ja, deshalb kommt halt auch das Laufband zum Einsatz. Hier in D würde man es halt ganz klar so sehen dass mehr rausgegangen werden muss.
    Nase/smell, Augen/sight, Ohren/sound und dann Berührung beim Hund während beim Menschen die Augen das wichtigste Sinnesorgan sein soll...

    -seine Energiegerede, denn es bedeutet nichts anderes als das der Hund die Stimmung seiner Besitzer erkennt und darauf reagiert und sie auch widerspielt.

    -Er konnte auch z.B sehr gut erklären wie dog parks gut und richtig genutzt werden können.

    -Er setzt sich mit vielfältigen Aktionen für den Tierschutz ein

    -zeigt Hunde die nicht nur kleine Probleme haben

    -Klärt über Sokas auf...


    Was meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt ist:

    Wenn ein Trainer schon mit negativer Bestärkung (eine als unangenehme empfundener Reiz wird weggenommen/eine stressige Situation aufgelöst) oder gar mit Strafe arbeitet dann sollte er doch bitte wenigstens vorher dem Tier bereits gezeigt haben welches Verhalten denn überhaupt erwünscht ist. Cesar tut das in vielen Fällen nicht. Es geht nicht nur darum ob er die Hunde nun leicht in die Seite knufft oder sie tatschlich tritt. Es geht darum, dass die Tiere bei vielen seiner Methoden erst danach verstehen können wie sie das hätten verhindern können. Sein Tsch als Abruch und Warnsignal mag ja helfen. Aber nur wenn der Hund das vorher auch schon kennt. Der Hund weiß also nicht dass er nicht ziehen soll, er weiß nicht was Tsch bedeutet und dann hat er noch das Illusioncollar um und wird in die Seite geknufft/getreten....
    Und ganz sicher mag es auch mal sinnvoll sein wenn der Trainer die Leine nimmt und mit dem Hund arbeitet. Gerade bei festgefahrenem Verhalten. Aber für mich persönlich bringt das überhaupt nichts wenn Cesar den Hund in sein Dog Psychology Center nimmt und wochenlang ohne die Besitzer trainiert. Und klar soll ein Hund nicht pöbeln usw, aber es geht einfach zu weit den Hund so zu dominieren dass er sich von anderen Hunden am After beschnüffeln lassen muss, ob er nun will oder nicht...


    Am Ende ist Cesar mit Sicherheit kein sehr guter Hundetrainer. Egal was seine Fans denken. Denn bei anderen Trainer findet man das Positive vielleicht auch und sie arbeiten ohne dass der Hund Angst und Schmerz empfindet.

    Aua...dass sah ja schmerzhaft aus beim Hund. Und die Tierretterin mal wieder. Ich mag die Beiträge mit der nicht. Die Tiere tun mir immer so leid. Arme Kitten. Diese kaputten Augen bei Katzenschnupfen :(

    Ich finde den den Weg auch gar nicht so verkehrt. Solange wie es halt nicht übertrieben wird. Manchmal kommt man mit langsamen Vertrauensaufbau und Schönfütterei halt nicht weiter. Ich hatte einen Kater der es absolut nicht mochte hochgehoben zu werden. Am Anfang war noch Unsicherheit dabei was wohl passiert, aber selbst heute noch wo, er z.B genau weiss warum und wohin ich ihn kurz trage, mag er diesen Kontrollverlust nicht, empfindet diese ganze Position wie er da gehalten wird als unangenehm und mauzt einmal protestierend auf. Er hätte sich da nie dran gewöhnt. Abet für den Tierarzt usw musste es halt sein. Also hab ich ihn da eine zeitlang auch so oft mit genervt bis es zur Routine wurde. Kater hochgehoben und zur Leckerlieschublade getragen, Kater zu seinem Lieblingsplatz getragen und dann dort gekuschelt....Damit er mich nicht ganz so blöd fand und das Vertrauen kaputt ging hab ich direkt nach solchen Aktionen eben auch noch viel gespielt mit ihm usw dass er nicht jedes Mal gedacht hat wenn ich zu ihm ankomme dass er dann wieder hochgenommen wird. Durch die Übungen erduldet er es halt. Aber er würde das nie akzeptieten wenn ich immer nur gelobt und schöngefüttert hätte. Das hatten wir beim Krallenschneiden auch. Jedes Pfote anfassen und jeder Millimeter Kralle abknipsen wurde geklickt und gefeiert. Der hatte keine Angst mehr davor und trotzdem meinte er manchmal keinen Bock darauf zu haben. Und auch da hab ich nicht gesagt: Alles klar mein kleines Schätzen, vielleicht hast du ja morgen Lust...