Sehe ich auch so. Vorsicht ist immer besser als wenn etwas passiert. Hunde sind ja bekannt dafür soziale Gesten und Strukturen sehr schnell zu durchschauen. Und dieses ganze: Pampers schnüffeln lassen, Hund zum Baby führen, er muss vorsichtig sein, man selbst ist angespannt wie Hund sich verhält...
Also für den Hund muss dass doch einfach so wirken als bekommt er nun auch die Aufgabe sich ein bisschen zu kümmern und dass die Person, an die er sich gelernt hat zu orientieren, selbst nicht davon überzeugt ist dass er dieser Aufgabe gerecht wird.
Man muss den Hund ja nicht überpanisch vom Baby abhalten ( jeden Blick maßregeln, Herzinfarkt sobald Hund näher als 1m am Kind ist) sonder indem Distanz herstellt wird und nur selten bei besonders gutem Betragen erlaubt wird zu schnuppern wenn er mag(Belohnung) wird dem Hund automatisch klar dass das Kind wichtig ist und von allen Gruppenmitgliedern beschützt und geschätzt wird. Normalerweise sollte er dann das Kind auch je nach Charakter ignorieren wenn er Kinder nervig findet, oder eben immer froh sein sobald er interagieren darf. Dem Hund muss ganz deutlich werden dass man selbst das Kind maßregeln und er es nicht darf. Passieren Situationen wo das Kind dem Hund am Ohr zieht etc, hat der Hund zu lernen: Die nehmen das weg! Die "disziplinieren" es und kümmern sich darum dass es nicht noch einmal geschieht. Ich werde belohnt wenn ich nicht reagiere. Wenn ich weiß dass der Hund laute Kinder nicht ertragen kann, dann bringe ich den Hund jedes Mal aus der Situation sobald er da Anzeichen macht gestresst zu sein oder gar den Wunsch verspürt da eingreifen zu wollen. Je nach Charakter kann man gutes Verhalten auch unspektakulär noch belohnen indem tatsächlich mal etwas lecker bei abfällt wenn der Hund es toll erträgt. Aber jeden pieps schönfüttern führt wieder zu dem selben Effekt wie Pampers schnüffeln, Baby präsentieren...