Meine Erziehung sieht so aus:
Ich bestärken erwünschtes Verhalten mit Lob, Leckerli, Aufmerksam usw. Individuell an den Charakter des Tieres angepasst.
Ich unterbinde unerwünschtes Verhalten möglichst schon im Ansatz. Deutlich aber angemessen und so dass es das Tier versteht.
Ein Sensibelchen braucht man nicht körperlich maßregeln durch wegschubsen etc. Bei einem kleinen Panzer....
Fair ist auch wenn man statt nur das Verbot durchzusetzen von dem Hund eine Alternative einfordern kann.
Ignorieren:
Tue ich nur wenn es dazu dient Aufmerksam zu bekommen.
Als Beispiel: Hund mir schmeißt Spielzeug auf den Schoß. Ich verbiete das, wende mich ab. Ich merke der Hund versteht das. Er tut es wieder. Ich ignoriere das, weil auch ein "Nein" etc eine Interaktion ist. Als nächstes fängt Hund an die Tischdecke zu zerstören. Guckt mich dabei frech an. Ich schnappe mir kommentarlos den Welpen. ( Körperliche Korrektur) Auch nicht gerade super sanft und binde ihn an seinem Platz an wo er nichts kaputt machen kann. (Ignoriere ihn)
Gefahr beim Ignorieren:
Die Technik Ignorieren wird bei Tiertrainern häufig nur deshalb verwendet weil man körperlich nicht (mehr) in der Lage ist zu maßregeln/nichts entgegenzusetzen hat. Elefanten, Eisbären, Tiger...
Ein Orcatrainer hat aber auch erklärt:
Ignorieren löst enormen Frust aus. Man muss damit rechnen dass die Stimmung danach kippt.
Deshalb machen die es so: Kommt das Tier einem bekannten Kommando nicht nach, gibt es ein X mit den Armen. Bedeutet das Tier hat einen Fehler gemacht und wird 30 Sekunden ignoriert und bekommt keine primäre Belohnung. Z.B den Lieblingsfisch plus verbales Lob oder vieleicht streicheln/kraulen und mit Wasser abspritzen.
Das Tier lernt aber auch: In 30 Sekunden wird es einen anderen/leichteren Befehl geben den das Tier normalerweise gerne ausführt. Regt es sich nicht über das X auf und gehorcht dem Befehl der dann kommt, dann hat es noch die Chance auf eine sekundäre Belohnung. Die nicht so begehrt ist aber immerhin.