Nein, ich habe da keine Erfahrung. Ich möchte aber deiner Freundin ganz viel Kraft und alles Gute für die kommende harte Zeit wünsche. Unter diesen Umständen wäre es absolut keine Schande solltet ihr den Welpen wieder abgeben.
Entscheiden könnt das aber nur ihr alleine. Ich würde mir da auch von niemandem reinreden oder mich beraten lassen. Bis auf mit der Sache mit dem unterdrückten Immunsystem. Da solltet ihr wohl wirklich genau beschreiben wie der Hund so ist und was die dazu sagen. Ihr kennt euch und eure Lebensumstände am besten und müsst für euch abschätzen was ihr leisten könnt und wollt.
Fakt ist, dass ein Hundekind Arbeit bedeutet. Da kann man nicht drumherum reden. Je nach Charakter und Rasse mal mehr und mal weniger. Im Idealfall ist der Hund "ein Selbstläufer" und auch ihr seid sehr stressresistent und könnt die Hundehaltung und Verantwortung gut oder sogar leicht Schultern. Welpenbluse hast du ja bereits erwähnt. Bei manchen ist es eben so, dass sie Angst und Probleme damit haben mit der Verantwortung umzugehen, die mit dieses Lebewesen (was ja nun die nächsten 10+Jahre ein Teil des Alltags werden wird) kommt. Bedeutet aber natürlich mehr Belastung als wenn das schonmal wegfällt. Wenn der Hund sich dann auch erstmal vom Charakter nicht optimal einfügt und als schwierig empfunden wird....
Und dass es schwer bis unmöglich ist manche Dinge die am Anfang beim Hund verpasst wurden wieder aufzuholen und Fehler auszubügeln ist auch klar.
Andererseits kann ein Hund in dieser Zeit selbstverständlich auch Motivation und Abwechslung sein und auch ganz viel Kraft, Freude und Lebenswillen geben. Nicht nur nehmen.
Wenn der Alltag bei euch bereits jetzt häufig schon sehr anstrengend war und Hundekind später auch vielen Anforderungen gerecht werden muss, dann würde ich mit der Hundehaltung warten bis diese schwere Zeit hoffentlich möglichst bald durchgestanden ist. Bevor ihr dann mit einem Tier da steht dem ihr nicht gerechnet geworden seid und das euch die nächsten Jahre (abgeben kann/will man nicht) evtl stark einschränkt und nicht so ist wie es hätte sein können und sollen.
Seid ihr der Meinung dass genug Zeit und Kraft da ist für zwei zeit- und energieraubende Projekte? Dann drücke ich euch dafür alle Daumen und wünsche euch von Herzen das alles so unkompliziert wird wie halt den Umständen entsprechend möglich. Dass die OP gut verläuft, Chemo und Bestrahlung gut anschlagen und ihr genau den richtigen/besten Welpen überhaupt habt.