Beiträge von Millemaus

    Man kann als Mensch niemals hündisches Verhalten so perfekt nachahmen, wie es nötig wäre, damit der Hund sich nicht denkt "Was geht denn bei der ab? :shocked: " (dann schaut der Hund übrigens auch auf ;) ). Da laufen so viele feine Dinge ab, die wir nicht wirklich wahrnehmen.
    Außerdem sind unsere Gesichter so unterschiedlich gebaut, dass uns unheimlich viele Mittel zur Kommunikation fehlen (allein die Ohrenbewegungen fehlen bei uns ja vollkommen).

    Hunde werden seit Jahrtausenden auf Menschen geprägt und haben gelernt, menschliche Ausdrucksweisen zu verstehen. Es ist (mMn) wesentlich sinnvoller, mit dem Hund sehr klar menschlich zu kommunizieren. Das kann man (man ist schließlich ein Mensch ;) ) und der Hund wird es verstehen, wenn man klar und fair kommuniziert.

    Also es kommt mMn sehr auf die Hunde an.

    Kommen sie generell gut zur Ruhe?
    Entspannen sie in Restaurants/Cafes?
    Kennen sie das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
    Wie groß sind die Hunde?
    Was wollt ihr unternehmen (in Museen sind Hunde sicher nicht erlaubt)?
    Usw.

    Ich persönlich(!) würde meinen Hund nicht mitnehmen und kenne auch nur sehr wenige Hunde, denen ich eine unbekannte Großstadt mit vielen Unternehmungen und Hotel zumuten wollen würde.

    @PowerDora Du beißt also deinen Hund, wenn er Dich zwickt, habe ich das richtig verstanden? :???:

    WENN dem so ist: Warum? Das hast Du noch nicht erklärt.
    Wenn das Hundebaby, das noch keine vernünftige Beißhemmung kennt, dich als erwachsenden und rational denkenden Menschen zwickt, fällt Dir nichts besseres ein, als es "mit gleicher Münze heimzuzahlen"?

    Das habe ich jetzt bewusst provokativ formuliert. Einfach, weil ich wirklich wissen möchte, was Du tust (habe ich leider echt nicht so ganz verstanden) und warum Du es tust (also mit welchem lerntheoretischen Hintergrund). Ich kenne ja deine/eure Hintergründe nicht.

    Meiner Meinung nach ist es bei Welpen am sinnvollsten ihnen beizubringen: Wirst Du zu heftig, ist der Spaß vorbei. Den Unmut mit einem kurzen prägnanten "Au" kundtun, aufstehen und gehen.
    Das reicht bei den meisten Welpen absolut aus.

    Das glaube ich allerdings nicht, der Herausgeber meint das mMn ernst.

    Nö, es ist wirklich Satire. Nicht so offensichtlich wie beim Postillion z.B. aber es ist welche.


    Edit:
    Man muss sich nur mal die Facebookseite "Kot und Köter" ansehen.
    "Diese Facebookseite steht in keiner Beziehung zu der Satirezeitschrift Kot&Köter."

    Edit 2:
    "1998 outete ich mich: Alles nur ein Fake, alles nur eine journalistische Recherche."
    Kot und Köter – kuk Geschichte

    Also wenn ich die Zeichen kenne, wann mein Hund Entspannung braucht (er selber erkennt es noch nicht), kann ich ihn entsprechend beschäftigen? Und dann ist er nicht "überbeschäftigt"?

    Würde ich persönlich so unterschreiben.

    Wir haben hier ja auch einen sehr schnell hochdrehenden Hund. Am Wochenende war wieder mal lagern auf einem Mittelaltermarkt angesagt. Gestern waren wir 3x unten vor der Tür (nur das! kein Spaziergang) und sind 1x 20Minuten gegangen. Heute werden es wohl zwei 20Minuten Spaziergänge. Einfach, weil er diese Ruhe nach dem anstrengenden Wochenende braucht.
    Würde ich ihn lassen, würde der heute sicher auch schon wieder abspacken und arbeiten wollen bis zum geht nicht mehr. Wäre für ihn aber total ungesund.
    Morgen wirds wieder längere Spaziergänge geben, dann auch mit Freilauf und evtl. etwas Apportieren und Tricksen.
    Er erkennt seine Grenze(n) nicht, ich schon. Also entscheide ich, wann es Action gibt und wann er Ruhe zu halten hat. Letzteres notfalls auch mit in der Wohnung Leine dran und festhalten, bis er einschläft.

    mein Mann ist eher der Rudelführer

    Interessant... Mensch und Hund können miteinander kein Rudel bilden ;)
    Der ganze Rudel-/Dominanz-/Alpha-Sch*** ist bereits seit Jahren wiederlegt. Selbst bei Wölfen. Wölfe leben in Familienbanden, da sind die Rollen klar verteilt und niemand versucht ständig, der Chef zu werden.
    Bei Haushunden ist das nochmal was ganz anderes. Die leben idR eher einzelgängerisch bzw. in Zweckgemeinschaften.

    sie schläft eher an mich gekuschelt, als an meinen Mann und ich kuschel mehr mit Jule, als es mein Mann tut.

    Joa, das heißt, dass sie Dir mehr vertraut, Dich "lieber hat". Vermutlich, weil Du dich mehr mit ihr beschäftigst und liebevoller bist.

    Wenn ich auf der Couch vor dem Fernseher sitze, kommt Jule schon mal mit ihrem Spielzeug (Stoffknoten oder Gummiball) angerannt und klettert förmlich auf mich drauf. Am liebsten ganz ganz hoch, quasi auf meine Schultern und will mit mir spielen.

    Da will sie spielen.

    ber sie kommt auch schon mal ohne Spielzeug an, springt auf die Couch und klettert an mir hoch, bis sie quasi mit den Hinterpfoten auf meinen Schultern steht, die Vorderpfoten auf der Fensterbank und schaut dann aus dem Fenster raus, über die Wiesen hinter unserem Haus.

    Da will sie rausschauen

    Oder sie legt sich quer über meine Schultern und will gestreichelt werden. Meistens ist dieses Verhalten nur recht kurz, dann springt sie wieder von selber runter.

    Da will sie kuscheln.

    Nix mit Dominanz. Wenn das Verhalten, was sie zeigt, für Dich okay ist, dann lass sie. Wenn dem nicht so ist, dann unterbinde es.
    Ich würde euch sehr ans Herz legen, euch über Hundeverhalten schlau zu lesen. Bei Günther Bloch oder David Mech zum Beispiel.