"Eigens angefertigter Kuhreitspezialsattel"???
Das ist eine Satteldecke mit einem Voltigiergurt...
Beiträge von Millemaus
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*gnah* Zu spät fürs zweite Edit. Dann also so!
Übrigens, wenn dein Hund jammert/schreit/was-auch-immer, bist Du an sich schon einen Schritt zu weit gegangen.
Zumindest beim Training mit erwachsenen Hunden arbeitet man ja immer an der Grenze dessen, was der Hund leisten kann. Aber man kratzt eben nur dran (achtet also darauf, ihn nicht zu überfordern) und wenn man die Grenze doch mal überschreitet (der Hund also z.B. anfängt zu pöbeln, weil die 5m Entfernung zum anderen Hund jetzt doch zu wenig sind), dann hat man zu schnell zu viel gewollt und man muss einen Trainingsschritt zurück gehen (im Pöbelbeispiel also den Abstand wieder erhöhen).
Ob das so 1 zu 1 auf Welpen übertragbar ist weiß ich allerdings nicht zu 100%. Ich denke aber, dass man da schon drauf achten sollte. -
Ich denke auch, dass Du Dir mit deinem Programm gerade einen Beschäftigungsjunkie heranziehst (zumindest, wenn Du es so weiterführst wie bisher), der immer mehr und mehr zu tun haben will.
Ich plaudere jetzt mal ein bisschen aus dem Nähkästchen.
Ich habe meinen Hund bekommen, da war er 10 Monate alt. Er ist bei einer Familie mit 5 Kindern aufgewachsen. Angeschafft wurde er vermutlich als Welpe als Weihnachtsgeschenk. Als er dann in die Pubertät kam und schwierig wurde, wurde er auf den Balkon ausquartiert.
Als er zu mir kam war ein hyperaktives Nervenbündel. Er ging im wahrsten Sinne des Wortes über Tische und Bänke. Hat ihm etwas nicht gepasst oder ging ihm etwas nicht schnell genug hat er sich entweder vor einen gestellt und gebellt, oder er hat einen "spielerisch" gebissen, was auf Grund nicht gelernter Beißhemmung sehr weh tat.
Frustrationstoleranz und Impulskontrolle lagen bei 0. Eher sogar im Minusbereich
Er hat nie gelernt, Ruhe zu halten und einfach mal nichts zu machen.Da er am Anfang sehr viel Beschäftigung gefordert und ständig an mir geklebt hat (außer draußen, da war ich abgeschrieben), habe ich mir auch zuerst gedacht, dass ich ihm einen Gefallen damit tue, wenn ich ihn viel beschäftige.
Irgendwann habe ich dann durch viel Lesen und die Gespräche mit mehreren Trainern eingesehen, dass ich dem Hund damit nichts gutes tue und habe das Programm extrem runtergefahren.
Drei 20 Minuten Spaziergänge am Tag an der kurzen Leine. Mehr nicht. Drinnen gab es ruhige Beschäftigung, draußen gelegentlich mal eine Leckerliesuche.
Parallel dazu wurden verschiedene Kommandos aufgebaut, wir haben seine Frustrationstoleranz und Impulskontrolle verbessert und sind mittlerweile an einem annehmbaren Punkt angelangt.Trotzdem merkt man es jeden Tag, dass in der entscheidenden Zeit, in den ersten Lebensmonaten viel verpasst wurde.
Ein entspanntes Spazieren gehen mit ihm ist nicht möglich. Man muss ständig die Umgebung scannen um mögliche Auslöser vor ihm wahrzunehmen und entsprechend agieren zu können, statt nur noch zu reagieren.
Auch ihn irgendwo mit hin nehmen ist nicht so einfach. Am Donnerstag waren wir bspw. beim Tierarzt. Bereits am Mittwoch bin ich nur drei 20 Minuten Runden an kurzer Leine mit ihm gegangen. Am Donnerstagmorgen auch nur eine kurze Runde. Der "Ausflug" zum Tierarzt war so stressig für ihn, dass es am Donnerstagabend nur eine 5 Minuten Löserunde gab. Auch am Freitag gab es nur drei kurze Runden.
Warum? Würde ich große Runden gehen, ihn mit anderen Hunden spielen oder frei laufen lassen, würde er sich extrem hoch pushen. Es würde ihm zu Hause sehr schwer fallen runterzukommen, zu entspannen und zu schlafen.Bei einem Hund, der nicht gelernt hat "einfach mal zu chillen" und Alltagssituationen entspannt zu meistern, dem nicht die nötige Zeit zur Verarbeitung von Erfahrungen gegeben wurde, muss man sehr viel reglementieren und aufpassen, dass er nicht überdreht. Und lass Dir eins gesagt sein: Das ist extrem ätzend!
Wenn Du weiter so ein straffes Programm fährst, steuerst Du mMn auf so etwas zu.
Ich würde dem Welpen nach einem aufregenden Tag (also Hundeschule oder Treffen mit vielen anderen Hunden) wenigstens einen Entspannungstag mit kurzen Löserunden und ein wenig Spiel, vll. 1 oder 2 Minuten Kommandos lernen gönnen, damit er schlafen, sich erholen und das erlebte verarbeiten kann.Edit: Solche Vollzitate wie in deinem letzten Post sind übrigens doof...
Wenn Du eine Person ansprechen möchtest nutze die @ + Nickname Funktion (also @Alaisa) oder wenn Du Dich speziell auf etwas beziehen möchtest, zitiere nur einen Teil.
Sonst werden die Threads so extrem in die Länge gezogen, keiner steigt mehr durch und zumindest ich mag nicht mehr mitlesen
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Ein Hilferuf setzt gewissermaßen Überforderung voraus.
Das hast Du falsch verstanden
Ich meinte, dass dein Hund überfordert sein könnte. Das bezog sich nicht auf Dich.Wir treffen uns 3- 4x mal die Woche gezielt mit anderen Hunden,dabei sind alle Rassen,Größen und Altersgruppen dabei. Das ist eine Große Wieso wo die Hunde einfach nur buddeln, rennen und spielen können.
Das ist schon ein ziemlich toughes Programm für einen 13 Wochen alten Welpen.
Wie lange dauert das und kannst Du erkennen, wann es ihr zu viel wird? Nimmst Du sie dann raus und gibst ihr eine Auszeit?
Ein Welpe kann das selbst noch nicht erkennen, also, dass er zu viel hat. Ähnlich wie ein Kind mit blauen Lippen im Wasser, das sagt, ihm sei nicht kalt.
Wie gehen die anderen Hunde mit ihr um?Wir gehen Momentan ca. 7 mal am Tag raus zum lösen
Wie lange dauert das?
Wobei wir uns einmal am Tag in einem Park niederlassen, wo wir spielen und sie andere Hunde beschnuppern kann .
Wie lange dauert das?

So ganz generell liest es sich schon nach ziemlich viel Programm für einen Welpen. Du schriebst ja selbst, dass Du sie zur Ruhe zwingen musst. Auch das kann ein Zeichen dafür sein, dass es zu viel ist, was Du mit ihr machst.
Dass sie einfach immer und immer wieder so stark aufdreht, dass sie nur sehr schwer runter kommt. Adrenalin ist da z.B. ein wichtiger Faktor... Es kann Tage dauern, bis das wieder im Körper abgebaut ist.
Für einen Welpen ist neben dem Kennenlernen seines Alltags (und grundlegenden Kommandos wie Nein und Hier) vor allem eins wichtig: Ruhe. -
Ich habe es so im Kopf, dass sich bei Gewitter die Luft verändert und viele Hunde darauf reagieren.
Medizin-Artikel-Gewitterangst.pdfZitatWenn ein Gewitter aufzieht, so steigt die statische Elektrizität in der Atmosphäre und Forscher nehmen an, dass die aufgeladene Luft bei Hunden zu schmerzhaften Schlägen führen kann, besonders bei Hunden mit langem oder dichten Fell.
Dagegen soll das Thundershirt eben auch helfen.
Deswegen sollte der Ersatz auch aus einem Material sein, dass sich nicht so leicht statisch auflädt (also kein Fleece). Wobei ich denke, dass das bei Silvester nicht sooooo eine große Rolle spielt und es da "nur" um den Druck geht
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Ich bewege mich einige Stockwerke nach oben und sie bleibt sitzen , weil sie ja nicht heim will.Trotz pur.
Hast Du schon mal drüber nachgedacht, dass dein Welpe vielleicht noch nicht dazu in der Lage ist, so viele Treppenstufen zu bewältigen? Dass das für sie vielleicht einfach zu viel ist?
Welpen in dem Alter sollten ja generell sehr wenig Treppen laufen.
In jedem Fall nicht "einige Stockwerke". -
ZitatAlles anzeigen
Mittels Klettverschluss wird es so eng umden Hund angelegt, dass das
T-Shirt leichten und gleichmäßigen Druck auf den Brustkorb ausübt.
[...]
Das Thundershirt sitzt optimaler Weise so, dass es im vorderen
Brustbereich leichten, angenehmen Druck ausübt. Auf der Haut des Hundes
sitzen Sensoren, die diese Berührungen wahrnehmen. Sanfte Berührungen
wie Streicheln, oder der Druck des Thundershirts sorgen dafür, dass im
Hundekörper Oxytocin ausgeschüttet wird. -
Liest sich für mich auch eher nicht nach Trotz, sondern nach Überforderung...
Was genau machst Du mit der Kleinen denn so tagtäglich?
Also wie oft geht ihr wie lange raus, wie oft trefft ihr andere Hunde, wie oft gehts in die Hundeschule etc.? -
Es geht beim Thundershirt ja zum einen darum, dass es keine elektrostatische Entladungen am Hund gibt und auch darum, dass der Hund sich selbst besser spürt.
Bei unserem hat ein Thundershirt rein gar nichts gebracht. Der fands einfach nur scheiße. Sogar blöder als seine sontigen Klamotten (er hat ein paar Mäntel).Wenn man also kein Shirt aus Fleecestoff nimmt (gibts sowas überhaupt) oder aus einem anderen Stoff, der sich schnell elektrostatisch auflädt, sollte es denselben Effekt haben, wenn es den Hundekörper sehr eng umschließt.
Ich würde da wohl ein bisschen umnähen. Die Anatomie von Mensch und Hund sind da ja doch anders.Nochmal zum Training:
Unser Hund ist Dudelsäcke, Feuershows, Trommeln usw. gewöhnt. Auch bei Kanonen und Musketen ist er (mittlerweile) vglw. entspannt. Selbst wenn er an der Küchentür liegt und ein Topfdeckel direkt vor ihm auf die Fliesen fällt, zuckt er nur müde mit der Augenbraue. Aber Feuerwerk ist einfach was komplett anderes bei uns. -
Chatgespräch mit einem 20jährigen:
Er: Schon mal Drogen genommen?
Ich: Nein und keinerlei Interesse.
Er: Ein Leben ohne Drogen ist langweilig. Ich bin nicht süchtig.Jaaaaa.... Geeeeenaaaaau...
