Beiträge von Millemaus

    das Zeigen und Benennen-Training klingt sehr interessant! Ich denke, ich setz mich mal mit dem Clickertraining auseinander.

    Mach das am Besten mit einem Trainer, der sich mit dem Thema auskennt. Da kann man zwar nicht so viel versauen, wie mit aversivem Training, aber auch hier kann man sehr viel falsch machen.
    Sag doch mal die nächst größere Stadt, die bei Dir in der Nähe ist, dann kann Dir hier vll. jemand einen guten Trainer empfehlen.

    Ich fand bis jetzt eigentlich immer, dass diese Rütter-Methode, dem Hund was besseres als pöbeln anzubieten und damit gleichzeitig den Hund auszulasten, ziemlich sinnig. Inwiefern könnte das problematisch sein?

    Ich sage nicht, dass Rütters Methoden schlecht sind. Nur, dass sie nicht für alle Hunde/Menschen geeignet sind. Mein Hund würde mir auch einen Vogel zeigen, wenn er gerade nen Hund anpöbeln will und stattdessen einen Beutel apportieren soll. Funktioniert halt nicht. Und (zumindest in seiner TV-Show) zeigt Rütter von Beutel und Schreckreizen (Wasser, Ketten) abgesehen selten mal andere Ansätze. Genau so selten zieht er andere Trainer zu rate. Das sind mMn alles Zeichen für Trainer, die nicht sonderlich gut sind. Ein guter Trainer schaut sich das Hund-Halter-Paar genau an, schlägt verschiedene Methoden vor, probiert die, die am erfolgversprechendsten ist und sollte er nicht weiterkommen, zieht er Kollegen zu Rate.

    Mit gesundheitlich scheinbar in Ordnung mein ich, dass er bei egal welcher Bewegung keine Schmerzlaute von sich gibt oder Bewegungsabläufe gar vermeidet.

    Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Wenn man keinen ganz genauen Blick dafür hat, übersieht man idR die ersten Anzeichen dafür.
    Bsp.: Ich habe eine Physiotherapieausbildung (Menschen) als Background und hatte mal eine Sitterhündin, bei der ich ihrem Besitzer gesagt habe, dass sie Probleme mit der Hüfte hat. Hat er nicht gesehen, also nichts gemacht. 3 Jahre später konnte die Hündin vor Schmerzen nicht mehr laufen, weil sie extreme HD hatte, die viel zu spät erkannt wurde.

    Wenn Herrmann unsicher ist, dann wedelt seine Rute eher langsam, steif und auf Halbmast hin und her.

    Ich sprach auch nicht von unsicher, sondern von gestresst. Auch hier wieder:
    Wenn man keinen genauen (geschulten) Blick für Körpersprache hat, kann man Streß leicht mit Freude verwechseln.

    @pardalisa So ein Aktivstall bedeutet halt wesentlich mehr Arbeit, als einmal am Tag die Box auszumisten und Heu rein zu schmeißen. Allein die Fläche, die die Pferde jeweils zur Verfügung haben (und die im Ordnung gehalten werden muss), ist ja um ein Vielfaches größer.
    Als ich noch aktiv geritten bin, war Boxenhaltung auch komplett normal. Trotzdem gab es in dem Stall, in dem ich damals war, bereits eine Offenstallhaltung für die Ponies. :dafuer:
    Die Pferde und die privaten Tiere standen aber alle in Boxen, die leider zum Teil auch deutlich zu klein waren :( :

    Bis jetzt wissen wir ja nicht, wie alt der Hund bei der Vermittlung war.
    Vielleicht war er 3-4 Monate alt und relativ unauffällig, etwas unsicher.

    In der Vorstellung schreibt der/die TE, dass der Hund 1 Jahr ist.
    Im ersten Thread (bzw. auf einer Pinnwand) schrieb er/sie, dass der Hund seit mindestens einem halben Jahr bei ihnen ist. Hier nun, dass er seit einem Vierteljahr bei ihnen ist.
    Sprich der Hund war bei der Vermittlung ungefähr zwischen 6 und 9 Monaten alt.

    Ja klar, es wäre besser für den Hund, aber extra nochmal dahin wäre auch blöd.

    Nein, es ist das einzig richtige!


    Habt ihr überhaupt nochmal Kontakt zur Orga aufgenommen? In solchen Fällen können oft Fahrketten organisiert werden, WENN man um Hilfe bittet! Und das nicht in einem Forum, sondern bei den zuständigen Personen!

    Oder ihr macht euch nochmal schlau, wie genau man mit Angsthunden trainiert und dann arbeitet ihr alle gemeinsam, Wuffel auch :D, an den Problemen.

    Der/die TE hat bereits einen Thread erstellt, indem er/sie um Hilfe gebeten hat.
    Da wurde nicht auf Lösungsvorschläge/Hilfestellungen eingegangen. Ich denke, der Zug ist abgefahren.

    Und wir sind uns einig, dass wir nicht wieder insgesamt um die 10 Stunden im Auto verbringen wollen.

    Ich bin gerade etwas fassungslos.
    Dem Hund geht es bei euch absolut nicht gut. Es geht euch allen mit der Situation überhaupt nicht gut. Es gibt eine Lösung (Hund zurück zur Pflegestelle). Und die wollt ihr nicht annehmen, weil ihr dann einen halben Tag im Auto sitzen müsst?

    Hier wird jetzt garantiert niemand "HIER!" schreien und euch den Hund abnehmen wollen.
    Es gibt folgende Möglichkeiten:
    1. Hund zur Orga zurück (wo sie am ehesten eine Chance hat)
    2. Hund ins Tierheim (wo sie vermutlich sehr lange sitzen wird)
    3. Hund über Kleinanzeigen verscherbeln und sie zum Wanderpokal machen
    4. Nach auf Angsthunde spezialisierte Pflegestellen suchen und sie da unterbringen (sehr unwahrscheinlich, dass die einen Platz frei haben)
    5. Hund aussetzen (was illegal wäre)

    Mehr Möglichkeiten sehe ich nicht und die beste für den Hund ist definitiv die erste.

    Achso, dazu noch:

    Schmerzen würde ich jetzt wirklich ausschließen. Wir waren direkt nach der Übernahme mit ihm beim Tierarzt, aber der konnte nicht wirklich was machen, weil Herrmann ihn kaum ranließ.

    Wie willst Du sicher sein, dass mit dem Hund alles okay ist, wenn der Tierarzt ihn nicht mal verünftig untersuchen konnte? :???:

    Das scheitert aber daran, dass er den nur sehr ungern eintauscht. Ich dachte halt, wenn ich ihn draußen mit apportieren beschäftige (so richtig Rütter-mäßig halt),

    Nun ja... Rütters Methoden sind nicht der Weisheit letzter Schluß. Im Gegenteil... Ich fände es gut, wenn ihr euch einen Trainer holt, der sich die Situation zu Hause bei euch anschaut. Der euch vor Ort hilft.
    Wichtig wäre, dass es ein positiv arbeitender Trainer ist, der vielleicht mit Click for Blick und Zeigen und Benennen arbeitet.

    Zeigen und BenennenMarkertraining


    Wenn die Situation vorbei war, hat er mich schwanzwedelnd und breit grinsend angeguckt

    Schwanz wedeln heißt nicht automatisch "ich freue mich". Das kann auch Zeichen für Streß oder Aggression sein. In Kombination mit dem Grinsen würde ich eher auf Streß tippen. Breites "Grinsen" wird auch als (Teil eines) Streßgesicht bezeichnet.