Hallöchen 
Es gibt viele verschiedene Wege, wie man an sowas arbeiten kann.
Wichtig ist natürlich, den Grund dafür rauszufinden, warum sie es macht.
Angst/Unsicherheit, spielen/Kontakt haben wollen, den anderen "weg haben wollen" (keinen Bock auf diesen Hund) wären so die häufigsten dafür.
Wenn Du selber keine Ahnung hast, ist es immer gut, sich einen Trainer nach Hause kommen zu lassen, der sich das Problem vor Ort anschaut.
Gute Trainer findest Du hier:
Hundeschulen | Internationaler Berufsverband der Hundetrainer
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Trainer - Umkreissuche
Ich persönlich arbeite bei sowas mit zwei Säulen.
1. Management, 2. Gewöhnung.
Zu 1.:
Mir ist es wichtig, einen Hund umlenken und so aus der Situation rausholen zu können. Das mache ich mit einem Umorientierungssignal. Heißt, ich sage ein Wort (z.B. "Schau") und der Hund schaut mich an. So kann ich die Fixierung unterbrechen und nehme so auch Aufregung raus. (Weiterer Vorteil: Der andere Hund könnte ein fixieren als Drohung bewerten und seinerseits "ausrasten", Angst bekommen, etc.)
Wenn das Signal sehr gut erarbeitet/aufgebaut ist, dann kann man einen Hund so aus einer solchen Situation rausholen und nach dem Motto "Augen zu und durch" hindurchführen. Das ist Management.
Weitere Managementmaßnahmen sind rechtzeitiges Ausweichen/Umdregen, ein Geschirrgriff (wenn es schon "zu spät" ist), Touch-Signale, Bögen laufen usw.
Umorientierung, Geschirrgriff, Touch-Signal usw. müssen natürlich zunächst in ablenkungsarmer Umgebung aufgebaut werden, bevor sie in so einer Situation angewandt werden können, aber es lohnt sich.
Zu 2.:
Alles oben genannte ist Management. Das hilft in akuten Situationen und natürlich auch, wenn man selbst mal keinen Nerv dazu hat, "aufwändig" zu trainieren. Der Hund muss sich nicht aktiv mit dem Auslöser befassen, lernt hierbei aber auch nicht, selbständig etwas anzubieten. Dafür ist die Gewöhnung wichtig.
Hier kann mit Click für Blick, Zeigen und Benennen etc pp gearbeitet werden.
Heißt, der Hund sieht den Auslöser und wendet sich dann aktiv zu Dir um. Er entscheidet sich gegen das Pöbeln und aktiv dafür, lieber was tolles mit Dir zu machen (was bleibt ganz euch überlassen; Zergeln, ein kurzes Stück laufen, Leckerlies suchen,... Was immer dem Hund gefällt und er in so einer Situation annehmen kann!). Wichtig hierbei ist, in einer Distanz zu arbeiten, bei der der Hund noch nicht auslöst! Wenn er schon ausgelöst hat ist es dafür zu spät.
Vielen Hunden hilft es auch, sich den Auslöser in Ruhe anschauen zu können. Bsp.: Hund sieht einen Auslöser, löst aber noch nicht aus. Es folgt ein ruhiges Kommando (z.B. "Scan") und wenn der Hund ruhig weiter schaut, wird er nach ein paar Sekunden ruhig verbal gelobt. Das wiederholt man so lange, bis der Hund sich von sich aus abwendet (er also genug geschaut hat). Geht natürlich nur in ruhigen Situationen, hilft dem Hund aber, weil er merkt, dass Du verstehst, dass er schauen will.
Falls irgendwas hier von keinen Sinn ergibt: Sorry, es ist echt schon spät
Einfach nochmal nachfragen 