Beiträge von Millemaus

    Deine weitere Ausführung mit der Rute macht es nicht wirklich besser... Der Hund trägt die Rute nach links oder nach rechts, weil sie ihm so gewachsen ist. :ka:

    Zu der Sache mit den Leckerlis:

    Ja, die Antwort habe ich mir schon gedacht. Bleibt mir nur die Frage zu stellen: bist Du ein Hund?

    Begrüßt du deinen Hund, indem du ihm am Hintern schnüffelst? Leckst du als Zärtlichkeitsbeweis die Ohren deines Hundes aus?

    Dein Hund weiß, dass du keinen Hund bist... Eventuell solltest du das auch noch mal verinnerlichen. Zumal Leckerlis absolut kein Problem sind, sobald man den Unterschied zwischen Belohnung und Bestechung verstanden hat. Und ja, den gibt es. Der ist sogar essentiell, wenn man mit Leckerlis, bzw generell mit positiver Verstärkung arbeitet. Positive Verstärkung heißt ja nicht immer nur Leckerlis, sondern es kann auch Spiel, soziale Interaktion, Umwelt Belohnung undsoweiterundsofort bedeuten.

    Kurze Frage vorweg:
    Hat der Trainer gesagt, warum er nicht mit Leckerlies arbeitet? Das also begründet?

    These 1:
    Das richtige Futter für den Hund ist das, was er verträgt, was den Nährstoffbedarf deckt und was er gerne frisst.

    Ich halte nichts davon zu missionieren und würde jemand so bei mir zu Hause reinkommen, dürfte er gleich wieder gehen.

    Natürlich spielt die Fütterung auch beim Verhalten eine große Rolle, das darf nicht abgestritten werden. Aber barfen mit Tierquälerei gleichzusetzen, ist nicht der richtige Weg.

    Wenn Du sagt, dass euer Hund generell eher nervös und unruhig ist, kann dies aber tatsächlich durch eine zu hohe Menge tierisches Protein kommen bzw. eher begünstigt werden. Oft hilft es nervösen Hunden, wenn man die Proteinmenge senkt und dafür mehr Kohlehydrate füttert. Wäre ja vll. mal einen Gedankengang wert.

    These 2:
    Habe ich das richtig verstanden? Der Trainer erkennt an der Rutenhaltung, dass der Hund auf Futtersuche ist???

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sorry... So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört :lol:

    Das hier:

    Jimmy sieht mich als Welpe und unfähig, unter anderem weil ihm ihm in die Augen schaue. Wenn man einem Hund in die Augen schaut wird man von ihnen als pflegebedürftig eingestuft und so ist es bei mir zur Zeit.

    ist mindestens genauso großer Blödsinn. Keine Ahnung, wo der Trainer das her hat, aber es ist und bleibt Blödsinn.

    Mir fehlen hier gerade echt die Worte... :ugly:

    These 3:
    Es mag sein, dass wildlebende Hunde keine Spaziergänge in dem Sinne machen. Dennoch haben sie den ganzen Tag über viel zu tun. Soziale Interaktion, Futtersuche, die Umgebung nach Gefahren abscannen etc. pp.

    Man kann wildlebende Hunde nicht mit unseren Haustieren vergleichen. Zumindest nicht in diesem Punkt.

    Wieviel Auslastung ein Hund braucht muss man nach und nach herausfinden. Man kann es so machen wie der Trainer es empfohlen hat.
    Also erstmal alles runter fahren, ABER danach (so nach 2 Wochen) sollte man langsam erhöhen und schauen, womit der Hund wirklich ausgelastet und nicht überlastet ist.

    Dazu zählt dann nicht nur Gassi, sondern auch alles an Beschäftigung für den Kopf. Leckerliesuche, Dummyarbeit, Longieren, tricksen, was-auch-immer euch und dem Hund Spaß macht.

    Ein Hund folgt dann, wenn er dich als Rudelführer ansieht.

    Tja, blöd nur, dass Mensch und Hund kein Rudel bilden und die ganze dämliche Rudel-Dominanz-Theorie schon seit Jahren widerlegt ist ;) Da ist der Trainer wohl absolut nicht up to date.

    Aber wenn du ihn am Halsband richtig kurz hälst kann er ja garnicht vors/ins Rad rennen. Am Geschirr hat er zu viel Spielraum, das stimmt, da kann er vors Rad.

    Whiskey schafft es... Ich glaube nicht, dass er kräftiger ist als Hecci, aber vermutlich aufgedrehter, agiler, wendiger. :???::ka: Oder ich bin einfach zu blöd dafür :lol:

    ich weiß ja nicht, wie lange Euer Spaziergang insgesamt so war

    Von Wohnungstür zu bis Wohnungstür auf war es eine knappe Stunde. Davon Insgesamt 10 Minuten Fahrzeit.
    Zuerst 400m vom Parkplatz zur ersten Wiese, dort etwas herumwuseln, dann wieder 200m an der Leine an der Pferdekoppel vorbei zur nächsten Wiese, die Wiese knapp 400m rauf und dann denselben Weg mit derselben Aufteilung wieder zurück.

    aber rennt wirklich nur ihre '5 Minuten' große Kreise, spielt mit uns, rast an uns vorbei und wir spielen 'fangen' - bis sie dann irgendwann anfängt rumzuschnüffeln, Gras zu fressen... langsamer vor sich hintrabt.

    Und genau da ist der Knackpunkt. Whiskey hört nicht auf damit, wenn ich ihn nicht aktiv rausnehme und pausieren lasse.

    Whiskey hat vermutlich grundsätzlich dann etwas mehr Hummeln im Hintern - auch dauerhaft, oder?

    Siehe oben :pfeif:
    Zu Hause kommt er mittlerweile ganz gut zur Ruhe, ruht/schläft auch viel. Aber draußen... Keine Chance. Nichtmal auf unseren alltäglichen Runden kommt er mit längerem Stehen bleiben klar.

    Joggen gehst Du nicht mit ihm, oder?

    Habe ich eine zeitlang gemacht. Aber ich hatte NULL das Gefühl, dass es ihn auslasten würde. Irgendwie wirkte er danach frustriert, weil er eben nicht richtig powern konnte (ich hab ja nichtmal ansatzweise seine Kondition). Kann sein, dass ich da zu viel reininterpretiere (wahrscheinlich). :tropf:

    Einfach falls du mal was in der Richtung ausprobieren möchtest. :smile:

    Würde ich an sich gerne, aber für größere Anschaffungen fehlt einfach das Geld. Nach dem Umzug vielleicht. Mal sehen.

    Danke auf jeden Fall für den Gedankenanstoß. =)

    Umrennen tut er niemanden, auch wenn wir mit anderen Hunden unterwegs wären, würde er das nicht tun =)

    Zuhause wuselt er so ne halbe Stunde rum, legt sich dann hin und pennt den Rest des Tages. Ich kenne ja mittlerweile seine Grenzen, was Überforderung angeht. Wäre ich mit ihm da, genau wie mit Nala, zwei Stunden unterwegs, würde er das sicherlich auch machen. Aber ich passe die Zeit für ihn schon extrem an.

    Die Leine war beim Rad fahren immer extrem kurz. Das mit dem Sprint hatte ich auch so im Kopf. Ist ja auch eine gute Idee, war nur leider mit ihm nicht umzusetzen. Erstmal rennt er schneller, als ich Fahrradfahren kann (er kennt/findet ja auch sein Limit nicht, selbst bei 30 Grad und zwei Stunden im gemieteten Auslauf macht er keine Pause, sondern powert durch, würde man ihn lassen) zum anderen ist es ihm komplett egal, ob er selbst verletzt wird oder nicht. Würde ich das so durchziehen, würde er trotz kurzer Leine ins Rad oder davor rennen, wenn der Außenreiz groß genug ist. :-/

    ...

    Fahrrad o.ä. geht bei ihm auch nicht wirklich. Sobald er nen anderen Bewegungsreiz wahrnimmt, will er da hinterher. Im Sommer hab ichs Nachts gemacht, wenn die Temperaturen in Ordnung waren und niemand sonst unterwegs war. Das war okay. Aber im Winter im dunkeln... Ne.

    Ruhige Leinenspaziergänge... Joa. Das geht. Solange wir keinem anderen Hund begegnen, immer nur dieselbe Runde gehen (länger als ne halbe Stunde gehts übrigens nicht, danach klinkt er so oder so aus), uns kein Eichhörnchen und keine Katze über den Weg läuft, keine Vögel auf dem Weg sitzen oder über uns hinweg fliegen, oder ihm nen Furz quer sitzt und er wieder auf vorbeifahrende Autos reagiert ;)
    Ist halt alles nicht so einfach, wie man meinen möchte.

    Ein Hund der so unter Strom steht käme bei mir gar nicht von der Leine, das ist ja kein Gassi, sondern ein Stressgerenne nach dem Motto "ich renn weg, sie pfeift, ich lauf zurück und bekomm ein Leckerlie" und dann geht es ununterbrochen von vorne los.

    Siehe:

    Aber es gibt keine Alternative (zumindest keine, die ich mit Hilfe von 3 verschiedenen Trainern gefunden hätte :ugly: ). Ich bestätige alles, was Ruhe (also für seinen Maßstab) ist. Nur ist ihm Futter komplett egal, auch alles an ruhigen Bestätigungen funktioniert nicht. Wirklich belohnen kann man ihn im Freilauf nur mit Action.

    Der Abruf sitzt (zu 99%), deswegen erlaube ich ihm regelmäßig, sich mal zu strecken. Freilauf mache ich mit ihm nicht jeden Tag, weil das mir zum einen zu anstrengend ist und zum anderen tut ihm das Rennen zwar gut, aber er braucht durchaus ziemlich viel Zeit, bis die Eindrücke sich gesetzt haben.

    Es ist (und war schon immer) extrem schwierig bei ihm die Balance zwischen Über- und Unterforderung zu finden.

    Also: Was ist die Alternative?

    Whiskey ist egal, was sich bewegt, hauptsache es bewegt sich. Auch nen 2km entfernter Motorroller, den man kaum am Horizont erkennt, nimmt er wahr und will ihn "jagen" :muede:

    Fahrrad o.ä. geht bei ihm auch nicht wirklich. Sobald er nen anderen Bewegungsreiz wahrnimmt, will er da hinterher. Im Sommer hab ichs Nachts gemacht, wenn die Temperaturen in Ordnung waren und niemand sonst unterwegs war. Das war okay. Aber im Winter im dunkeln... Ne.

    Nach meinem Umzug hat er 900m² Garten zur Verfügung, das muss dann vermutlich reichen zum austoben ;)

    :lol: Und der IST schon ruhiger... Hättest den mal vor 4 Jahren erleben müssen. Da hat er sich NULL von sich aus zu mir orientiert.

    Ja, ist es mir auch. Aber es gibt keine Alternative (zumindest keine, die ich mit Hilfe von 3 verschiedenen Trainern gefunden hätte :ugly:). Ich bestätige alles, was Ruhe (also für seinen Maßstab) ist. Nur ist ihm Futter komplett egal, auch alles an ruhigen Bestätigungen funktioniert nicht. Wirklich belohnen kann man ihn im Freilauf nur mit Action.

    Der Abruf sitzt (zu 99%), deswegen erlaube ich ihm regelmäßig, sich mal zu strecken. Freilauf mache ich mit ihm nicht jeden Tag, weil das mir zum einen zu anstrengend ist und zum anderen tut ihm das Rennen zwar gut, aber er braucht durchaus ziemlich viel Zeit, bis die Eindrücke sich gesetzt haben.

    Es ist (und war schon immer) extrem schwierig bei ihm die Balance zwischen Über- und Unterforderung zu finden.