Es ist wichtig, sich angemessenes Alternativverhalten zu überlegen. Das ist durchaus schwierig und fordert Kreativität sowie eine gute Kenntnis des eigenen Hundes.
Letzteres hast du logischerweise noch nicht, das kommt mit der Zeit.
Auf den Platz geschickt zu werden, ist für den Hund erstmal in keinster Weise lohnend. Er wird in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, kann nicht seinem eventuell vorhandenen Wach- und/oder Schutztrieb nachgehen, etc pp.
Das heißt, dass du dir je nach Situation überlegen musst, was möchte der Hund jetzt gerade tun und was ist ein für ihn lohnendes alternatives Verhalten.
(Das kann natürlich auch auf dem Platz geschickt werden, aber auch das sollte sich für den Hund lohnen!)
Ein etwas blödes Beispiel liefert da der Martin Rütter:
Seine Standardmethode beim Alternativverhalten ist das Apportieren eines Futterbeutels.
Der Hund hat Angst? Lass ihn den Futterbeutel apportieren. Der Hund will andere Hunde schreddern? Lass ihn den Futterbeutel apportieren. Der Hund interessiert sich draußen nicht für euch, sondern will jagen gehen? Lass ihn den Futterbeutel apportieren. ![]()
Das klappt auch durchaus bei vielen Hunden, allerdings zeugt es von wenig Kreativität. Viele Hunde würden mit einem anderen Alternativverhalten wesentlich schneller bessere Verhaltensänderungen zeigen.